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26.11.2020

Himmelsbrücken für Guangming

Foster + Partners planen Verkehrshub in Shenzhen


Guangming liegt im Nordwesten Shenzhens und wurde 2018 als ökologisch orientierter High-Tech-Bezirk der südchinesischen Metropole gegründet. Die Flächen werden dabei vor allem für neue Industrien und innovative landwirtschaftliche Produktionsformen genutzt. In naher Zukunft soll hier außerdem ein modernes städtisches Zentrum mit einem effizienten Verkehrsknotenpunkt entstehen. Den hierfür ausgelobten Wettbewerb konnten Foster + Partners für sich entscheiden.

Das Grundstück für den Guangming Hub befindet sich in unmittelbarer Nähe zum gleichnamigen Park, direkt an einem bestehenden Hochgeschwindigkeits-Stop. Westlich davon wird ein neuer U-Bahnhof mit drei neuen innerstädtischen Linien, und noch weiter westlich, am Rande des Geländes, eine InterCity-Station errichtet. Dadurch soll der neue Verkehrsknotenpunkt eine bessere Anbindung zwischen Hong Kong, Shenzhen und Guangzhou schaffen und den Grundstein für ein lebendiges Stadtzentrum bilden.

In Anlehnung an traditionelle chinesische Torstrukturen sieht der Entwurf vier aufgeständerte Bürotürme vor, mit denen die wichtigen Zugänge zum geplanten Hub markiert werden. Eine terrassierte Sockelbebauung beherbergt große Einzelhandelsflächen, die von einer in Ost-West-Richtung verlaufenden Grünachse durchquert werden. Unterirdische Wegeführungen sowie Brücken stellen bequeme Verbindungen für Fußgängerinnen und Fahrradfahrer her. Auch autonome Fahrzeuge zur Erschließung benachbarter Grundstücke sollen in die Planung miteinbezogen werden.

Ziel der Architekt*innen ist es, ein zeitgenössisches urbanes Zentrum mit einem integrierten und nachhaltigen Verkehrsknotenpunkt zu kombinieren. Das urbane Zentrum und die gestaltete Landschaft sollen nahtlos in die ausgetüftelten Transportsysteme übergehen. Für die Optimierung des Entwurfs und seiner antizipierten Verkehrströme kam eine eigens entwickelte Software zum Einsatz. Nachteilige Faktoren wie der bereits gegebene Schienenverlauf und bestimmte Aspekte der Topographie könnten dadurch kompensiert werden. Das gewährleiste eine bessere Zugänglichkeit des Hubs im gesamten erweiterten Planungsareal, wie der zuständer Partner bei Foster, Young Wei-Yang Chiu hinzufügt.

Als kleiner Bonus ist außerdem auch noch ein neues Transportmuseum auf der Brücke über den Hochgeschwindigkeitsbahnhof geplant. Bei futuristischen Installationen sollen hier die neusten virtuellen und augmentierenden Projektionstechnologien zum Einsatz kommen.  (tp)

Visualisierungen: Foster + Partners


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