Anklänge der Industriemoderne
Firmenzentrale in Karlsruhe von Lederer Ragnarsdóttir Oei
Seit 2010 ist dm der umsatzstärkste Drogeriekonzern in Deutschland. Mit aktuell rund 3.700 Filialen und insgesamt 62.000 Mitarbeitern gilt dm gar als die größte Drogeriekette in Europa. Das erste Geschäft eröffnete der Unternehmensgründer Götz Werner 1973 in Karlsruhe – ebendort im Stadtteil Durlach, der durch die A5 von Karlsruhe getrennt ist, hat der Konzern seine neue Zentrale eingerichtet. Lederer Ragnarsdóttir Oei (Stuttgart) konnten auf zwei Grundstücken ein Verwaltungsgebäude mit 40.950 Quadratmetern sowie ein 21.850 Quadratmeter umfassendes Parkhaus mit Sondernutzung fertigstellen.
Den Eindruck des Grünraums, der entsteht, wenn man sich entlang der Allee zwischen Durlach und Karlsruhe bewegt, zu erhalten, war Auflage der Gestaltung. Die Gebäudehöhe sollte also so niedrig wie möglich bleiben. Die flächenbetonte Auslegung des viergeschossigen Verwaltungsgebäudes bietet zudem eine weitgehend barrierefreie Arbeitsumgebung. Es beruht auf einer wabenartigen Grundrissstruktur, die acht Innenhöfe ausformt. Der Neubau bietet Platz für 1.800 Arbeitsplätze, Konferenzbereiche und ein Mitarbeiter*innenrestaurant.
Von einem Vorplatz aus betritt man die Firmenzentrale über ein zweigeschossiges Foyer und die daran anschließende Magistrale. An deren östlichem Ende befinden sich Kantine und ein zweiter Eingangsbereich, der direkt an den Durlacher Bahnhof angebunden ist. Vier Haupttreppenhäuser liegen ebenfalls an der Magistrale, weitere sind in jedem zweiten Kreuzungspunkt des Gebäudes untergebracht. Angeschlossen sind allgemeine Funktionen wie Teeküchen, sogenannte Kommunikationszonen und die Sanitärbereiche. Ein großer Saal bietet Platz für Veranstaltungen, Versammlungen, Seminare und Tagungen.
Mit seinen organischen Formen, den gemauerten Wänden fügt sich das Gebäude in die Landschaft ein, die gemauerte, fein unterteilte Fassade erinnert zart an die Moderne, abgerundete Bauteile und die Kombination von raumhoher Verglasung und runden Gucklochfenstern verstärken diesen Eindruck. Die mit umlaufenden Balkonen ausgestatteten Innenhöfe sind begrünt, auf dem Dach gibt es eine Photovoltaikanlage, das Mitarbeiterrestaurant liegt an einem kleinen Teich. Beheizt wird der Komplex mit Fernwärme, für die unter anderem die Abwärme einer großen Raffinerie genutzt wird.
Auf dem zur Autobahn hin liegenden Grundstücksteil befinden sich zweigeschossige Projektflächen, die als Ausweichflächen für die Büronutzung dienen. Ein künstlich angelegter grüner Hügel schirmt vom Lärm der Autobahn ab. An ihn schließt ein Parkhaus mit vier Ebenen an, auf dessen oberstem Stockwerk zukünftig Apfelbäume wachsen sollen. (tl)
Fotos: Roland Halbe
Wie schafft das etwa Holland hieraus eine kultivierten Flächenablauf zu ordnen? Ein gut gesetztes Schild kann hier schon ordnen. Wir kommen mit der Weite von Fahrräumen nicht zurecht. Wir suchen immer die Stadt, das Heimelige, das Innen.
die aussage ist schlicht blödsinn die nudelige landschaft ist ja auch LRO-made (und leider langweilig) , drumherum industrie, ein autobahnkreuz und vorstadt auf dem sehr flachen land... wer es kennt weiss es .....
nein, der arno steht nicht am reissbrett sondern an seiner waldorf-staffelei und aquarelliert, jorunn ist im kräutergarten, marc prüft die rechnungen und die praktis zeichnen backsteine.....