Höhle im Hang
Ferienhaus in Navarra von Jordi Hidalgo Tané
Einige Kilometer oberhalb von Bera, nahe der französischen Grenze am Fuß des Bergs Larrún, steht das Landaburu Borda. Bera ist ein 3.000-Seelen-Städtchen im Baskenland in Spanien, umgeben von waldigen Hügeln, gleichzeitig nicht allzu weit vom Atlantik entfernt. Der Monte Larrún gilt als der Balkon des Baskenlands.
Das Landaburu Borda ist ein traditionelles Steinhaus, wie es in den Gebirgszügen Navarras häufiger zu sehen ist. Auf den ersten Blick unterscheidet es sich nicht von anderen traditionellen Bauten, jedoch hat es der aus Barcelona stammende Jordi Hidalgo Tané um eine in den Hang geschobene Erweiterung aus Beton ergänzt. An diesem Ort zu arbeiten, bezeichnet der Architekt als eine Übung in respektvollem Umgang mit dem sensiblen Bestand, aber ebenso mit der mystischen Kraft der Berge in Navarra, die reich an Geschichte und Legenden seien.
Im regelrecht eingegrabenen, dennoch hell und luftig wirkenden Neubau befinden sich eine Küche, ein Essplatz und der Wohnbereich, von dem man durch die Verglasung aus dem Berginneren heraus die Umgebung beobachten kann. Auf diese Weise wird der Berg zu einem Teil des Hauses. Der in rohem Sichtbeton gehaltene Anbau ist derart im Hang versteckt, dass es fast so wirkt, als hätte er auch schon vor dem Haus da gewesen sein können. Unter dem grünen Hügel ist der Bau von außen bis auf die Glasflächen an den Fronten und die scharfe Dachkante kaum auszumachen. Die an der höchsten Stelle eingeschnittenen Oberlichter lassen den Eindruck entstehen, als würde der massive Betonflügel, der die Decke ausformt, über dem Raumvolumen schweben.
Der Annex ist über einen gläsernen Gang mit dem Bestandsgebäude verbunden. Äußerlich wirkt dieses unverändert, in den Innenräumen hat der Architekt allerdings ebenfalls mit viel Sichtbeton und hellem Holz gearbeitet. In den beiden oberen Geschossen sind vier Schlafzimmer und vier Bäder untergebracht, das Ensemble wird auch an (Architektur-)Touristen vermietet. (tl)
Fotos: José Hevia
Kleine Hilfestellung für nicht-architekten: Man sieht den "haupt"eingang in grundriss und foto. also flugs nochmal studieren, dann finden sie es sicher auch
auf der einen seite ist es radikal in der materialität und geil umgesetzt und schaut schon sehr sehr schnittig aus gell - und auch in der umsetzung ist es gelungen. auf der anderen seite erschliesst mir auch so einiges nicht - warum den ausblick szenisch rahmen und dann nur die hinterköpfe auf der couch diesen geniessen lassen ? warum die brüstung sohochzieen das man von dem wetter und witterungsgeschütztem vordachbereich nur liegender oder kriechenderweise profitieren kann - oder man sich halt schön "gemütlich" in den durchangansbereich des austrittes pflanzt. warum eine gläseren gangway noch dazu ohne jede art von lüftungs oder durchgangsmöglichkeit. ich habe es zugegebenerweise nur kurz überflogen und bin mir sicher nach genauerem betrachten kann man problemlos noch weitere 10punkte dazuopacken zu jeder seite. bref i get it - i won´t get it. :-)
Logisch ist das extra Horizontalbauwerk und dieses zu vergraben. Was man sucht ist der deutliche Außensitz, der diesem seine Priorität gibt. So vergräbt sich alles, das eine hinter der Mauer das andere im Boden. Bleibt der mögliche Tisch auf dem Rasen als letztendlicher Ort. Die dumme Frage nach dem Eingang die alles entscheidet: etwa durch die Glasschiebetür des Grillplatzes durchs Wohnzimmer?
Ich finde es wichtig Ihnen und anderen Lesern zuzumuten, dass Sie ein Lob lesen müssen, das nicht begründet ist und das keinen Mehrwert für eine (nicht vorhandene) Diskussion schafft. So kann ich einem Kollegen Anerkennung zukommen lassen, die vielleicht dabei hilft die Arbeitszeiten, Bezahlung und Zukunftsaussichten unseres Standes zu akzeptieren. Ich bin anbei der Meinung, dass die Probleme des Gebäudes offensichtlich (wer spürt die Hitze im Glasgang nicht), die Diskussion in vielen Punkten vorgezeichnet (die Vögel sterben - mir doch egal) und die räumlichen Qualitäten ersichtlich sind. Ich habe mich gefreut den Beitrag zu sehen. Sehr unwahrscheinlich, dass jemand mein unbedeutendes Lob gesehen und sich gefreut hat - trotzdem: worth it.