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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Feilden_Fowles_und_J_L_Gibbons_planen_Freianlagen_am_Natural_History_Museum_7253727.html

04.11.2020

Londons Stadtnatur

Feilden Fowles und J+L Gibbons planen Freianlagen am Natural History Museum


Das Natural History Museum in London gehört weltweit zu den größten Institutionen seiner Art. Im Süden der Stadt ist es unter anderem in einem gewaltigen Gebäude im romanisch-byzantinischen Stil aus dem Jahre 1860 untergebracht. Im Jahr 2008 wurde der Anbau des Darwin Centre nach Plänen von C. F. Møller Architects eröffnet. Die Hauptaufgabe des Museums besteht darin, die Zusammenhänge in der Natur und die Abhängigkeit des Menschen von natürlichen Ressourcen deutlich zu machen.

Die Debatte über Biodiversität und urbane Naturräume legt nahe, dass das Museum seine Themen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern sein Wissen so greifbar wie möglich ausstellt und die Besucher*innen dafür sensibilisiert, sich mit der Natur vor ihrer eigenen Haustür zu befassen. In diesem Sinne will die Institution einen Teil ihrer fünf Hektar umfassenden Freianlagen umgestalten. Und zwar zum Paradebeispiel des nationalen Programms zum Schutz von städtischer Natur.

Die Umgestaltungsidee gab es bereits um 2014, als Níall McLaughlin Architects und Kim Wilkie einen entsprechenden internationalen Wettbewerb gewannen und zwei Jahre darauf eine Baugenehmigung erhielten. Ein Wechsel in der Museumsleitung führte jedoch später zur Beauftragung des Londoner Büros Feilden Fowles. Dieses hat gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten J & L Gibbons (London) im Mai erste Pläne vorgelegt und seitdem nochmal überarbeitet. Vergangene Woche gab es seitens der zuständigen Londoner Bezirksverwaltung Kensington und Chelsea grünes Licht für die Umsetzung.

Der Vorschlag umfasst Gärten, die „immersive Bildungserlebnisse“ erlauben und eine Vielzahl von Lebensräumen zur Steigerung der Artenvielfalt bieten. Geplant ist außerdem ein kleines Gebäude mit Café und Platz für Gartenlager und Pflanzenausstellungen sowie ein neues Lern- und Aktivitätszentrum. Im Bereich östlich des Museumsgebäudes soll die Geschichte des Lebens auf der Erde erzählt werden. Dort können die Besucher sehen, welche Auswirkungen die Menschen auf die Natur haben. Im westlichen Teil entstehen die bereits erwähnten Lebensräume sowie ein Freiluft-Lernzentrum.

Ein wichtiges Detail: Die Wege und Picknickbereiche verlaufen zum Schutz der Natur zum Teil erhöht. Hauptattraktion wird eine wetterfeste Variante des beliebten Dinosauriers „Dippy“ in einem Jura-Garten sein. Auch Dartmoor-Schafe sollen in den Anlagen grasen. Für 2023 ist die Eröffnung geplant. (fm)


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Eingang des neuen Gartengebäudes

Eingang des neuen Gartengebäudes

Klassenraum im Lernzentrum

Klassenraum im Lernzentrum

Gartengebäude Innenraum

Gartengebäude Innenraum

Zeitschiene

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