Holzbau für die Forschung
Eternit Akademie eröffnet in Heidelberg
Mit einem modernen Holzbau will die Eternit AG ihren Nachhaltigkeitsanspruch manifestieren. Die Berliner Architekten Astrid Bornheim, Ralf Kunze und Andreas Oevermann entwarfen den Akademie-Neubau in Heidelberg, der als Demonstrationswerkstatt und Forschungsprojekt dienen soll.
Die große Halle wurde mit einer vorgehängten Fassade aus graffitisicheren Faserzementtafeln versehen. Schwarz, Grau und Weiß dominieren die Gebäudehülle, welche durch leichte Vor- und Rücksprünge eine dezente Strukturierung erhält. Beweglich perforierte Faltschiebeläden bilden einen integrierten Sonnenschutz. Zwölf Lichtkuppeln der Eternit Flachdach GmbH versorgen die Halle großzügig mit Tageslicht, die Beheizung erfolgt durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Im Gebäudeinneren gibt es nicht viel Neues – und das ist durchaus beabsichtigt, denn hier kommt der Recycling-Gedanke zum Tragen. Elemente vom Messeauftritt bei der Bau 2011 in München finden hier eine neue Verwendung: Die Tresenelemente des Messestandes wurden zur aussteifenden Vollholzdecke, auch ehemalige Wandelemente, Leuchten und Mobiliar wurden integriert.
Am 12 Juli wurde der Neubau eingeweiht, ab September 2011 steht das Haus Kunden, Partnern und Mitarbeitern für Schulungen zur Verfügung.
Alle Fotos: David Franck
Fachinformationen und Objekte zum Nachhaltigen Bauen unter www.baunetzwissen.de/Nachhaltig-Bauen
Aber auf respektlose Dampfplauderei, auf dieses rhetorische Ans-Bein-Gepinkele a la "unmotivierte Fassaden", "Sommerloch", "ödeödeöde" und "Fachkommentare", wie "BOAH, das kriegste mit jeder Lamelle hin" würde ich liebend gerne verzichten. Davon geht die Sonne im Abendland ganz bestimmt nicht unter. Und vielleicht röche es im Baunetzforum dann nicht mehr so streng nach drittsemsestriger Präpotenz. Ich würde es mir wünschen.
mir ist es ehrlich gesagt unbegreiflich, wie man nur so aneinander vorbei reden kann. offensichtlich wollen sie meine argumente nicht verstehen. oder sie haben den kommentar, den sie als stein des anstosses sehen, nicht wirklich gelesen. wenn sie wirklich der meinung sind, dass professionalität bedeutet, negative bewertungen am besten zu unterlassen, dann können sie alle feuilletons der westlichen welt auf den müll werfen. na dann gute nacht.
2. In meiner Bewertung des Projekts findet sich der Konjunktiv nur an einer Stelle: "Mit Sicherheit fände ich ein paar Ecken, die ich gut gelöst fände und wieder andere, bei denen ich es vielleicht lieber anders gemacht hätte." Hier dient er dazu einen Sachverhalt zu relativieren und verdeutlicht die Absicht, fair bleiben zu wollen. Sie hingegen möchten eine ablehnende Haltung mit dem Konjunktiv begründen. Rhetorisch unelegant, wissenschaftlich fragwürdig.
3. Ihre Anonymität ist genauso anyonym wie meine. Sie sind als Rauke Rübenstrauch im wirklichen Leben nicht zu identifizieren und könnten sich jede Beleidigung erlauben, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Also kommen Sie mir doch nicht schräg von der Seite. Wenn Ihr Sozialverhalten das widerspiegelt, was Sie hier behaupten ("Ich schreibe darüber hinaus grundsätzlich nur, was ich auch im direkten Gespräch anbringen würde.", dann haben Sie entweder sehr duldsame Bekanntschaften oder wenig Freunde.) Ich schreibe viel schärfer und überlegter als ich rede. Im Gespräch sollte öfter der Höflichkeit den Vorrang vor der "Wahrheit" geben.
4. Ihre "Empirie" in allen Ehren, aber die Argumente sind nicht stichhaltig. Fotos (2-dimensionale Abbilder eines selektierten Wirklichkeitsausschnittes) geben keinen Raum, keine Geräusche, keine Stimmung, keinen Maßstab, keine Details, usw. wieder. Sie sind immer tendenziös. Wenn Sie behaupten, Sie könnten anhand Ihrer Erfahrung die informationellen "Lücken füllen", dann spekulieren Sie. Es "könnte" nämlich auch alles anders sein. Das geben Sie ja selber zu.
(Kennen Sie den?:"Fahren ein Ingenieur, ein Physiker und ein Mathematiker im Zug durch Schottland und sehen ein schwarzes Schaf. Der Ingenieur meint: "Sieh an, in Schottland sind die Schafe also schwarz." Daraufhin der Physiker: "Naja, genau genommen kann man höchstens sagen, es gibt in Schottland schwarze Schafe." Der Mathematiker widerspricht: "Richtig ist nur, es gibt in Schottland wenigstens ein Schaf, das für drei von uns auf mindestens einer Seite schwarz erscheint!")
5. Ich korrigiere mich: Es handelt sich um eine "Demonstrationswerkstatt", also keine Werk"halle", sondern eine Werkstatt.
P.S. Sie haben anscheinend noch niemals Logistik- oder Werkhallen entwerfen müssen.
1. Sie bauen Ihre Argumentation auch nur anhand von Spekulationen auf. Soll das also heissen, dass positive Kritik in diesem Rahmen zulässig ist, negative jedoch nicht?
2. Die Verwendung des Konjunktivs ergibt sich aus dem inhaltlichen Zusammenhang und ist kein "rhetorisches Mittel". Schauen Sie sich Ihre Ausführungen an. Es finden sich ebenfalls fast nur Konjunktive.
3. Auch Sie benutzen die "Deckung der Anonymität", sogar mehr als ich. Aufgrund meiner häufigen Posts unter gleichem Pseudonym kann man sich zumindest ein ungefähres Bild meiner Haltung und Person machen. Ich schreibe darüber hinaus grundsätzlich nur, was ich auch im direkten Gespräch anbringen würde.
4. Zu dem Punkt, warum kritische Anmerkungen auch in diesem Rahmen völlig OK sind, habe ich bereits an anderer Stelle etwas geschrieben. Warum eine Beurteilung anhand von bestimmten Informationen auch ohne Besuch vor Ort in den meisten Fällen möglich ist, habe ich zuvor schon beschrieben. Sie liefern leider keine Argumente dagegen, sondern demontieren nur.
5. Ihre Erfahrung als Planer eines GUs in allen Ehren, aber es handelt sich hier keineswegs um eine Logistik- oder Werkhalle. Lesen Sie sich am besten die Meldung noch einmal durch. Ich denke, die Aufgabenstellungen kann man inhaltlich nicht vergleichen, zumal wenn man sich vor Augen führt, dass hier ein Hersteller sein eigenes Produkt anwendungsbezogen präsentieren will.
Schöne Grüße
RR
"könnte ich mir (...) vorstellen", "der kontext (lässt) keine überraschenden blickbeziehungen oder sonstige bezüge erwarten" (wissen Sie´s?), "es sind auch keine weiteren überraschungen in der innenräunlichen wirkung zu erwarten, - nochmal: wissen Sie´s?- "(..) diese (hätten) in der fotografischen darstellung auftauchen müssen.." (SoSo!) usw usw...Sie spekulieren nur, haben aber im Grunde überhaupt keine Ahnung. Soweit so gut, aber dann kommen dennoch zu dem kategorischen Schluss: "es wirkt immer billig" und der Baustoff sei "ungeliebt".
Stellen Sie sich einmal vor, Wissenschaft würde allgemein auf diesem Niveau betrieben. Würden Sie sich auch von einem Arzt am Telefon untersuchen lassen? Ich spreche Ihnen Ihre "Meinung" ja garnicht ab...Ich frage mich nur, wie viel - oder wie wenig - solche Äußerungen wert sind. Es geht hier um die Qualität der Kritik gerade derer, die über die Qualität von Projekten anderer richten wollen. Sie behalten ja Ihre Bewertung auch nicht für sich und entscheiden nur, das Projekt "nicht anzuschauen", was Ihr Privatvergnügen ist, sondern Sie halten es darüber hinaus für unbedingt nötig, aus der sicheren Deckung der Anonymität heraus aller Welt mitzuteilen, dass die Kollegen - die im Unterschied zu Ihnen ja namentlich bekannt sind - offensichtlich schlechte Arbeit geleistet haben. Welchen Beweggrund haben Sie - ohne Not, die Arbeit von anderen, von der Sie weder die Aufgabenstellung, noch die planerischen Rahmenbedingungen oder das Budget kennen, schlecht zu reden? Können Sie überhaupt beurteilen, ob das Ergebnis nicht möglicherweise sogar im Rahmen der Möglichkeiten ein ausgesprochen Gutes geworden ist? ...Architektur entsteht doch nicht im luftleeren Raum, sondern in der Auseinandersetzung zwischen den Planungsbeteiligten...Ich persönlich finde dieses nörglerische Geschwätz der meisten Kommentatoren bestenfalls extrem unhöflich ("postpubertär und präpotent" trifft es allerdings garnicht so schlecht.). Im wahren Gegenüber würde sich die Mehrzahl der Menschen garnicht trauen, sich so zu äußern - oder trauriger noch: Im wahren Leben, würde man mit Sicherheit zu sehr viel differenzierteren "Anschauungen" kommen. Man kann über hier vorgestellte Projekte - wenn´s denn unbedingt sein muss - eine Menge sagen, ohne gleich gegenüber Kollegen verächtlich und respektlos zu werden. Höfliche Fairness stünde allen gut zu Gesicht und würde sich insgesamt - davon bin ich überzeugt - positiv auf den gesellschaftlichen Architekturdiskurs auswirken. (Lesen Sie nur einmal, wie häufig z.B. in der regionalen Berichterstattung über bestimmte umstrittene Bauprojekte, die zum Teil unsäglichen Dreizeiler aus dem Baunetz zitiert werden...)Wenn schon die (angeblichen) Kollegen - dabei bin ich überzeugt, das einige der lebhaftesten Trolle hier entweder nur eine Architekturausbildung vortäuschen oder sich gerade noch in einer befinden - auf unterstem Niveau - von rhetorisch-fachlich falsch bis bar jeder Kenntnis vom Baugeschehen oder dem realen Objekt - meinen auf Teufel komm raus "kritisieren" zu müssen ("ödeödeöde"), dann darf man sich auch nicht wundern, wenn Architekten immer häufiger als infantile und egozentrische Störenfriede wahrgenommen werden, die zwar nicht einmal im internen Diskurs Relevantes sachlich vortragen können, sich aber anmaßen, die Umwelt für alle gestalten zu wollen.
P.S. Mir gefällt dass Projekt übrigens eigentlich recht gut. Ich habe u.a. in der Vergangenheit als Planer eines Generalunternehmers die Ausführungsplanung für vier Logistik-, bzw. Werkhallen bearbeitet. Nach meiner Erfahrung ist der architektonische Anspruch in diesem Segment in der Regel extrem niedrig. Noch niedriger ist meist nur das Budget. Nach dem, was auf den Photos zu sehen ist, kann ich daher Äußerungen a la "schade um´s Geld" und "ödeödeöde" nicht nachvollziehen. Das Ganze wirkt vielmehr wohldurchdacht und mit Sorgfalt umgesetzt. Einen Ansatz zur corporate architecture kann man dem Werk der Kollegin Bornheim ja durchaus auch attestieren. Extra hinfahren würde ich wahrscheinlich auch nicht, würde es mir aber gerne und grundsätzlich einmal wohlwollend anschauen, wenn ich die Gelegenheit dazu bekäme. Mit Sicherheit fände ich ein paar Ecken, die ich gut gelöst fände und wieder andere, bei denen ich es vielleicht lieber anders gemacht hätte. Aber vom Schreibtisch aus der Hüfte schießen "BOAH...das geht x-mal besser" ist mir gelinde gesagt zu doof.