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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Erweiterungsbau_in_Magdeburg_eroeffnet_1060783.html

10.05.2010

Lukasklause

Erweiterungsbau in Magdeburg eröffnet


Auch die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, Magdeburg, hat an der IBA Stadtumbau 2010 teilgenommen. Dort lag der Schwerpunkt der Projekte darauf, die Räume entlang der Elbe, jahrzehntelang der industriellen Nutzung vorbehalten, wieder für die Einwohner der Stadt zugänglich und attraktiver zu machen. Teil dieses Vorhabens ist auch die Ansiedlung neuer Nutzungen entlang der Ufer, wozu auch Sanierung, Umbau und Erweiterung der historischen „Lukasklause am Schleinufer“ gehört.

Der Erweiterungsbau, nach gemeinsamen Plänen von Pitz und Hoh Architekten und Maske und Suhren Architekten (beide Berlin), ist am 5. Mai 2010 eröffnet worden. Mit 1,3 Millionen Euro ist der Neubau für das Guericke-Zentrum das größte Bauvorhaben in Magdeburg im Rahmen der IBA.

Die Erweiterung besteht aus einem eingeschossigen Flachbau und einem dreigeschossigen Turm, der an den Altbau anschließt. Zusammen mit den historischen Wehrmauern bildet das Gebäude-Ensemble einen visuell und akustisch geschützten Hof, in dessen Mitte eine hundertjährige Eiche quasi als Zentrum der Gebäude erhalten blieb. Der Neubau sollte auch ein visuelles Signal sein für die neue Nutzung der Lukasklause, die nun als Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum von der Otto-von-Guericke-Gesellschaft genutzt wird.

Die Architekten, die sich in einem eingeladenen Wettbewerb gegen sechs Konkurrenten durchgesetzt hatten, entschieden sich dafür, den Neubau vom Bestand durch eine Fassade aus eingefärbtem Sichtbeton, geprägt von der Oberfläche der sägerauen Schalbretter, sehr deutlich abzuheben. Die 20 Zentimeter starke äußere Betonwand wurde aus leicht verdichtendem Beton hergestellt, dem „sandsteinfarbene Farbpigmente“ beigemischt wurden. Ein „homogener Baukörper mit einer lebendigen Oberfläche“ war das Entwurfsziel.

Die Architekten: „Der Ort wird in erster Linie durch die Festungsanlagen geprägt, im Entwurf zum Erweiterungsbau wurde daraus das zentrale gestalterische Thema abgeleitet und mit den Bestandteilen ‚Turm‘ und ‚Mauer‘ verwendet. Der Erweiterungsbau ist grundsätzlich eine Fortsetzung der Wehrmauer, die wie ein schützender Arm die 100-jährige Eiche umfasst. Der Hof wird so von der dicht vor der Lukasklause vorbeiführenden Straße abgeschirmt und das Thema des Schutzgedankens findet so eine zeitgenössische architektonische Entsprechung. Jedes Element des Ensembles ist der Architektursprache seiner Entstehungszeit verpflichtet und bleibt somit eindeutig identifizierbar.“


Zum Thema:

BAUNETZWOCHE#171: „Schöner schrumpfen – die IBA Stadtumbau 2010“


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