Zumthors Dorf
Erweiterung für die Fondation Beyeler
Die 1997 nach Plänen von Renzo Piano entstandene Fondation Beyeler in Riehen bei Basel plant eine Erweiterung. Sie soll mehr Raum für Kunst und eine bessere Infrastruktur für Veranstaltungen schaffen. Peter Zumthor war im September 2016 als Sieger eines entsprechenden Studienauftrags hervorgegangen, an dem elf internationale Architekten teilgenommen hatten. Heute wurde sein überarbeitetes Projekt präsentiert.
Das Besondere am Projekt von Peter Zumthor sei, so die Pressemitteilung, dass er nicht ein großes Museumsgebäude vorschlägt, sondern drei kleinteilige Bauten, die sich dem Dorfcharakter von Riehen anpassen und sich harmonisch in die umliegende Landschaft integrieren. Geplant sind ein Gebäude für Verwaltung und Anlieferung, ein Haus für Kunst sowie ein Gartenpavillon für Veranstaltungen. Gemeinsam schaffen sie eine Verbindung zwischen dem alten und dem durch die Stiftung neu erworbenen Park.
Zumthors Haus für Kunst berücksichtigt die großen alten Bäume. Große Fenster gewähren Ausblicke in die Landschaft. Auf drei Etagen entstehen 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche, was knapp der Hälfte von Renzo Pianos Museumsbau entspricht. Die Glasfassade des Gartenpavillons für Veranstaltungen in der Ecke der bestehenden Umgebungsmauer lässt sich öffnen. Der holzverkleidete Innenraum bietet Platz für 300 Personen.
Das Erweiterungsprojekt wird privat finanziert. Die Gesamtkosten (Erwerb von Land und Liegenschaft, Finanzierung des Neubaus sowie Betrieb, Unterhalt und Programm für die ersten zehn Jahre) sind mit 100 Millionen Schweizer Franken angegeben. Schenkungen der Wyss Foundation, der Daros Collection sowie von anonymen Basler Mäzenen legen den Grundstein für die Realisierung. Mit dem Bau wird erst begonnen, wenn die Finanzierung voll gesichert ist und die Baubewilligungen erteilt sind, heißt es in der Pressemittelung. Dies sei frühestens 2018 möglich. (fm)
im übrigen schließe ich mich kommentar 8 + 10 an. wer den ort kennt, wundert sich.
ziel war sich möglichst nicht dem bestandsbau "anzubiedern"...leider gelungen
Der Piano Bau in seiner leichten, offenen Wirkung und dazu die Kolumba-Derivate, die in Köln sicher Sinn machen aber auf der grünen Wiese etwas bezugslos daher kommen, wollen bei mir nicht so recht im Bild zusammen finden.
modellfotos als visualisierungen zu verwenden ist eine gute sache; was (mich) hier stört ist eher der weg der anbiederung an fotorealistische renderings der aktuellen wettbewerbs- und investorenwelt, der (mutmaßlich im hinblick auf die sehgewohnheiten der beurteiler oder gar des "volkes") beschritten wurde. die bilder wirken (man möge mir verzeihen) wie schlecht ausgeführtes (zeichen-)handwerk und haben mich daher etwas verwundert. und ja, das ergebnis, sollte es denn so gebaut werden, wird sicher ein gutes.