Grün, City-nah und am Wasser
Einweihung der DB-Zentrale von KSP in Hamburg
In Hamburg versammelt sich die „Großfamilie" der Deutschen Bahn jetzt offiziell an einem Ort: Heute wird die Einweihung der neuen Zentrale gefeiert, entworfen und gebaut von KSP Jürgen Engel Architekten (Braunschweig).
Verteilt auf sieben Geschosse, ist auf rund 35.000 Quadratmetern und nach nur 26 Monaten Bauzeit Raum für 950 Arbeitsplätze entstanden. Die Lage des kammartigen Gebäudes mit elegant abgerundeten Ecken ist gut: Es liegt nahe der Innenstadt und hat über einen Vorplatz mit Freitreppe direktem Zugang zum Wasser des Mittelkanals. Neben den horizontalen Fensterbändern bestimmen rotbraun-violett gebrannte Ziegel die äußere Erscheinung des 110 Meter langen Bürobaus – eine Reminiszenz an die Hamburger Bautradition.
Die Kammstruktur beinflusst die innere Organisation des Hauses; alle Arbeitsplätze sind natürlich belichtet. Eine zentrale Achse erschließt sämtliche Bereiche auf möglichst kurzen Wegen. Im Erdgeschoss liegen die gemeinschaftlich genutzen Flächen – Foyer und Konferenzräume – sowie die für den Publikumsverkehr. In den Obergeschossen sind die Büros sowohl als offene als auch als Zellenbüros angelegt. Für die Erholung zwischendruch sorgen eine Dachterrasse und begrünte Höfe.
Auch die Nachhaltigkeit hat eine große Rolle gespielt: Der Bau ist in der Kategorie Silber nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert.
Fotos: Oliver Heissner
Sind in dem eingeschossigen Riegel parallel zum Fluss lediglich die Konferenzraeume angeordnet, wie im Text angedeutet? Oder sind das etwa oeffentlich zugaengliche Gewerbeflaechen am Wasser fuer kleine Laeden oder Restaurants? Letzteres fehlt bei deutschen Bueroprojekten haeufig und ist staedtebaulich sehr unbefriedigend. Waere schoen, wenn es in diesem Fall anders ist.
Ich finde, dies ist heutzutage ein muss!!!