Haus im Haus
Edutainment-Center in Bremerhaven fertig
Seit 2005 wird es geplant, am 27. Juni 2009 ist endlich die Einweihung: Im Auftrag der Stadt Bremerhaven und zusammen mit einem privaten Investor wird auf einer Brachfläche im Hafen von Bremerhaven das so genannte „Klimahaus 8° Ost“ errichtet, in dem der Besucher verschiedene Klimazonen der Erde erleben kann. Der Bremer Architekt Thomas Klumpp, der schon das Universum Science-Center nahe der Universität Bremen errichtet hat, hat hier eine amorphe, 30 Meter hohe Bauskulptur für dieses „Edutainment-Center“ entworfen. Die Ausstellungsarchitektur stammt von Kunstraum, Hamburg.
Das Klimahaus hat, abgesehen vom Eingang, keine Außenverbindung. Denn Tageslicht ist in den Räumen, in denen Weltklimate simuliert werden, nicht erwünscht. Die Architektur gerät hier zur reinen Hülle. 15.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind hier nach dem „Haus-im-Haus“-Prinzip realisiert. In einem Teilbereich werden verschiedene Klimazonen der Erde simuliert, von streng arktischen bis hin zu extrem trockenen Wüstenklima.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Klimahaus errichtet Klumpp für das Bremer Unternehmen Zechbau ein Hochhaus, das noch die benachbarten Columbuscenter-Türme überragen wird. Die Architektur, die an ein großes Segel erinnert, wird im Detail durch ein Stahlgeflecht geprägt, das die Fassade bis zur Spitze überzieht. Ganz oben im Hochhaus wird ein Panorama-Restaurant einen Fernblick bis nach Wangerooge ermöglichen.
Armes Bremerhaven
und dann gibt es noch die gebäude, über die man sich schon bei der eröffnung wundert...
ich denke, das ganze ist nichts weiter, als ein geschicktes anzapfen der eu-fördertöpfe zugunsten der immer gleichen architekten und bauunternehmen und auf kosten der städte bremen und bremerhaven. es war wohl max liebermann, der sagte " ich kann garnicht soviel essen, wie ich kotzen möchte"
Zudem zeugt der Versuch das Klimahaus sozusagen "mit der Brechstange" an das noch weitaus schlimmere neue Mediteraneo Einkaufszentrum (Rücken zum Wasser, Südliches Flair in einer nordischen Stadt -wieso?) anzuschließen von keinem großen architektonischem Feingefühl.
Und übrigens, das angespielte "Hochhaus" steht bereits seit eingen Jahren und ist aus Kostengründen weit kleiner als ursprünglich geplant. Ob deswegen auch das Design des Burj Al Arabt aus Dubai fast 1 zu 1 kopiert wurde?
Ob damit die Wünsche und Sehnsüchte der Bremerhavener Bevölkerung auf mehr Leben in der Stadt auch nachhaltig erfüllt werden, ist zu bezweifeln. Ein gutes Beispiel, dass man mit einer reinen Hüllen-Architektur keine Kultur schaffen kann.