Recycelter Riese
EcoArk Pavillon in Taipeh
Plastikflaschen als Baumaterial sind nicht neu, das bisher prominenteste Beispiel für den konstruktiven Einsatz von PET-Flaschen stammt von den Berliner Instant Architekten: „Bottle Unite“ wurde schon vor knapp drei Jahren mit dem red dot design award ausgezeichnet (siehe BauNetz-Meldung vom 28. August 2007). Aber wohl nie war ein Flaschen-Projekt so schnittig und glanzvoll wie das kürzlich eröffnete EcoArk in Taipeh. Die transparenten Wände erinnern an einen aus Glas geschliffenen Kronenleuchter.
Die 130 Meter lange Struktur bildet den Hauptpavillon der internationalen Blumenausstellung, die im November in der taiwanesischen Metropole stattfinden soll. Entworfen hat den Buddel-Bau, der aus 1,5 Millionen Plastikflaschen besteht, der Architekt Arthur Huang.
Die für die Realisierung verantwortliche Far Eastern Group nennt EcoArk „ein leichtes, transportables und atmungsaktives ökologisches Wunder“. Tatsächlich ist die Verwendung der PET-Flaschen sehr umweltverträglich, da die Plastikaufbereitung weniger CO2 verursacht als die Glasherstellung.
Die wabenartige Struktur des Gebäudes kommt durch die ineinander greifende Verbundstruktur der so genannten Polli-Bricks zustande. Das ungewöhnliche Baumaterial besteht aus recycelten Polymer-Flaschen. Die Bauteile funktionieren nach dem Baukastenprinzip – und können jederzeit vollständig auseinandergebaut werden.
Die Stadt Taipeh wolle damit ein Statement gegen die Ausbreitung petrochemisch basierter Getränkeverpackungen setzen, so die taiwanesischen Offiziellen. Taiwan selbst habe eine ausgeprägte Plastikindustrie, bemühe sich aber um eine kreative Weiterverwendung dieses Materials, so der Architekt.
Objektbericht über die United Bottle unter www.baunetzwissen.de
der innenraum ist im vergleich zur fassade sehr arm. innen und aussen kommen hier nicht zusammen.
ps.: bleibt nur zu hoffen, dass es da nicht so streng riecht, wie in deutschen supermärkten an der rückgabestelle...
da kann man sowas schon machen, ohne gleich jede DIN einhalten zu müssen.
Und die Wiederverwendung finde ich gut:
Müll wird zwar wieder Müll, aber besser, als neuen Kunststoff zu verwenden.
Die Idee ist zar nicht neu, aber mal groß und fesch umgesetzt.
Und sowas bei der Bauherrschaft durchzubekommen, war bestimmt kein Spaziergang.
Daher Reschpektttt!
Irgendwann landen auch diese Flaschen irgendwo.
aber er wird wiederverwendet und nicht weggeschmissen! endet also nicht irgendwann als falsches plankton in den weltmeeren! kann somit ohne weiteres als ökologisch gelten!
und ehrlich, ich hab selten so eine schnittige müllfassade gesehen!