Fliegendes Volkstheater
Dudler gewinnt Wettbewerb in Frankfurt
Der Paradieshof im Frankfurter Stadtteil Alt-Sachsenhausen wird für das „Fliegende Volkstheater“ zum Theaterstandort umgebaut. Ein entsprechender Architekturwettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ist am Mittwoch entschieden worden. Das Preisgericht unter Vorsitz von Jörg Friedrich wählte diese Preisverteilung:
1. Preis: Max Dudler, Berlin
2. Preis: Jo Franzke Architekten, Frankfurt am Main
3. Preis: Arge Geier Maass Architekten GmbH mit Sroka Architekten, Berlin
Anerkennung: LCE Blonski Architects, London
Für das Theater steht ein Grundstück von knapp 500 Quadratmeter in der Paradiesgasse 23 zur Verfügung. Das Raumprogramm umfasst mit insgesamt rund 1.200 Quadratmetern das Theater, außerdem ein Café im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen.
Die Jury urteilte über den ersten Preisträger: „Die Leitidee des Projektes zielt auf eine klare Artikulation der Funktionen Theater und Wohnen. Die städtebauliche Konzeption formuliert zwei schlüssige, selbstverständliche Baukörper. Das Bestandsgebäude wird erhalten, mit gezielten Maßnahmen aufgewertet und öffnet sich mit der erdgeschossigen Gastronomie zum Stadtraum.
Das Theater wird als einfaches Satteldachhaus mit einer klaren Volumetrik gestaltet. Im Dialog beider Baukörper gelingt eine städtebauliche Einheit und gelassene Einbindung in den historischen Kontext. Der Charakter der Architektur reflektiert auf sehr selbstverständliche Weise einen eigenständigen Typus von Volkstheater, den Schlichtheit und Prägnanz auszeichnet.“
Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten: 30. März bis 10. April, Mo-So 15-19 Uhr
Ort: Schulstraße 1A, Frankfurt
Das Jakob und Wilhelm Grimm-Zentrum von Max Dudler auf designlines.de
Gefordert war ein Theater mit 300-350 Sitzplätzen, J Franzkes Entwurf scheint gerade mal die Hälfte davon zu bieten. Interessanterweise hat das Büro Mäckler als Verfasser der Machbarkeitsstudie keine Plazierung erreicht, obwohl sie einen klaren Wettbewerbsvorteil hatten - vielleicht weil das Raumprogramm gar nicht machbar war, die Vorprüfung aber die Sache nicht so genaugenommen hat?
Offensichtlich steht nur eines der drei vorab gesetzten Frankfurter Büros auf dem Siegertreppchen. Ihre Bemerkung betreffend der Kürzung der Preisgelder kann ich auch nicht nachvollziehen.
man bemerke, dass diese drei büros im vorraus für den wettbewerb gesetzt waren, während die anderen 17 teams sich "bewerben" mussten. kurz nach bekanntgabe der ausgewählten teams wurden dann noch die preisgelder von 15 auf drei [frankfurter] awards gekürzt...
Das Verfahren hat Bewerber zugelassen, die schonmal ein Gebäude vergleichbarer Größenordnung gebaut haben, bzw. geplant. So drehen wir uns ewig im Kreis, nicht Neues kann kommen, wir können in der wbw aktuell immer die gleichen namen lesen. Zufall? nein! Können? Auch.