Was sind Ihre Favoriten?
Dreißig wegweisende Bauten der letzten Dekade
Die großen historischen Entwicklungen lassen sich bekanntlich erst im Nachhinein erkennen. Wir haben uns darum immerhin neun Tage Zeit gegeben, um in Form einer endgültigen Auswahl der essenziellsten Projekte unseren definitiven Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt zu verfassen. Aber halt, im Ernst: Wir lieben Bestenlisten, aber wir wissen natürlich auch, dass diese niemals der Komplexität der Wirklichkeit gerecht werden.
Statt also um die „wichtigsten“ Projekte zu ringen, haben wir pro Jahr drei Bauten ausgewählt, die uns besonders inspiriert oder beeindruckt haben oder die für uns hinsichtlich Bauaufgabe und Umsetzung für das Jahrzehnt stehen. Einen deutlichen Trend konnten wir dabei erkennen: Für die Architektur war es unserer Meinung nach ein sehr gutes Jahrzehnt. Im Detail ist das Ergebnis aber dennoch eine höchst subjektive Auswahl, was nicht zuletzt in zahlreichen prominenten Nichtnennungen von Aires Mateus bis Zaha Hadid erkennbar wird.
Und damit kommen wir zu Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Wir würden gerne wissen, bei welchen Projekten Sie uns zustimmen, welche Sie kritisch sehen und welche Bauten ihre alternativen Favoriten sind. Auf eine rege Diskussion in den Kommentaren freuen sich Friederike Meyer, Stephan Becker und Gregor Harbusch im Namen der Redaktion.
Titelbild: Steinhütte von Bureau A im Skulpturenpark Verbier, Foto von Dylan Perrenoud






























Auf jeden Fall Danke für die Zusammenfassung!
Was ist denn daran nicht vorhersehbar gewesen und mehr als die Summe seiner teuren Teile? mal im Vergleich zum Original der Philharmonie in Berlin? Bitte entdecken sie uns die Elphi neu. Ich selbst war noch nicht drin. Von außen passt es in den Hafen. Ich würde mich über einen positiveren Zugang zum Gebäude freuen.
wer das sanaa gebäude in lausanne schon persönlich besuchen konnte (ja, auch mit innen drin) würde es nicht in eine solche liste aufnehmen oder gar (wie so mancher hier) zum sieger des jahrzehnts erklären (weder "städtebaulich" noch innenräumlich, konstruktiv oder bautechnisch). dasselbe gilt für den metropol parasol (also wirklich, fahrt doch mal nach sevilla). ferner ist es ja nun wirklich ein witz die zugegebener massen guten gebäude von almannai fischer oder florian nagler in einer aufstellung der "Dreißig wegweisende Bauten der letzten Dekade" zu nennen (trotz wohnungen über bestehenden parkplätzen etc.). das gebäudechen von AFF mit dem durchgenudelten rachel-whiteread-thema nervt nun schon seit zehn jahren und hat in einer solchen liste nun wirklich auch nichts verloren. wer war denn dafür olgiatis ferienhaus hier aufzuführen? dann doch lieber pascal flammers häuschen in balthal (das ist nunmal wegweisender, holz statt betonporno). ohne brandlhuber-jünger zu sein haben dessen bauten doch wegweisenderes als o.g. beiträge. dies gilt auch für die highline oder z.B. in zürch das genossenschaftsprojekt kalkbreite. letzteres nimmt sich tatsächlich aktuellen gesellschaftlicher themen an (und nein, es gibt dort keine parkplätze. im eg parken trambahnen -> öv). ganz im sinne dessen, dass ohne eine gute bauherrschaft (inkl. aufgabenstellung) niemals gute architektur entstehen kann. ... PS.: das geilste gebäude ist die elphi, gefolgt vom mocaa in kapstadt (unbedingt mal besuchen). sanaas bau auf teshima ist auch wunderbar.