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13.07.2016

Zubau und Ausbau in Wien

Dietrich Untertrifaller sanieren Volkstheater


Das Wiener Volkstheater gehörte zu einer Vielzahl von Theaterneugründungen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, die sich im Gegensatz zu den höfischen Theatern an eine breitere Bevölkerungsschicht richteten. Prachtvoll ging es dort allerdings trotzdem zu, wie das bis heute erhaltene Gebäude im historistischen Neo-Renaissance-Stil zeigt. Errichtet wurde es 1889 vom Wiener Büro Fellner & Helmer, das unter anderem auch die Grazer Oper, die Staatsoper in Prag oder das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg gestaltet hat. Letzteres gilt als der Schwesterbau des Wiener Volkstheaters.

Mehrfach wurde das Gebäude seit seiner Gründung saniert und der Zeit angepasst – zuletzt Anfang der Achtzigerjahre durch den Wiener Architekten Rudolf Jarosch. Damals wurde unter anderem die Drehbühne erneuert und die Zahl der Sitzplätze reduziert, weshalb seither das Hamburger Schauspielhaus die größte deutschsprachige Sprechbühne ist. Nun ist es wieder soweit: Nach einem zweistufigen Vergabeverfahren erhielt eine Bietergemeinschaft um Dietrich | Untertrifaller Architekten (Bregenz, Wien) den Zuschlag für die nächste Generalsanierung. Beteiligt sind außerdem das Ingenieurbüro FCP Fritsch, Chiari & Partner und das Architekturbüro Van der Donk.

Notwendig ist die Generalsanierung aus mehreren Gründen. Zum einen muss der denkmalgeschütze Bestand dringend gesichert und erneuert werden, zum anderen ist auch eine Aktualisierung der Bühnentechnik und eine Optimierung der internen Abläufe notwendig. Dazu gehört auch ein neuer seitlicher Zubau mit einem Hubpodium, das die Depotflächen im Untergeschoss leichter erreichbar macht. Außerdem werden die Künstlergarderoben gebündelt und durch einen eigenen Zugang erschlossen, und die Theaterverwaltung erhält durch die geringfügige Anhebung des Daches zusätzlichen Raum.

Auch für die Besucher ändert sich das eine oder andere, wenn auch deutlich weniger substantiell als bei früheren Umbauten. So ist die Rote Bar in Zukunft unabhängig vom Haupthaus bespielbar und im Außenbereich erhält der Schanigarten eine mobile Bar. Als Abschluss des Vorhabens wird die gesamte Fassade des Theatergebäudes gereinigt und saniert. Der Beginn der Maßnahmen im Umfang von etwa 35 Millionen Euro ist für nächsten Sommer geplant, die Fertigstellung soll 2019 erfolgen. (sb)

Fotos: Volkstheater Wien / www.lupispuma.com / Thomas Ledl CC BY-SA 4.0


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Zu den Baunetz Architekten:

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Volkstheater in Wien, Foto: Thomas Ledl / CC BY-SA 4.0

Volkstheater in Wien, Foto: Thomas Ledl / CC BY-SA 4.0

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