Auf Schinkel schauen
Dachausbau von Max Dudler in Berlin
Raumlange Holzdielen, die mit bis zu fünfzehn Meter Länge aus einem Stamm geschnitten sind, weißer Marmor aus einem durchängigen Block in der Dusche, und schmale, elegante Fensterrahmungen, die nicht von dem exklusiven Ausblick ablenken. Max Dudler (Berlin, Frankfurt, Zürich) hat am Berliner Gendarmenmarkt ein Dachgeschoss ausgebaut und dabei seinen Hang zu hochwertigem Material und gutem Handwerk zugespitzt.
Der Bau am Gendarmenmarkt ist eines der ersten innerstädtischen Berlin-Projekte von Max Dudler. 1997 fertiggestellt, fällt das Wohn- und Geschäftshaus unter die Politik der kritischen Rekonstruktion des ehemaligen Staatssekretärs Hans Stimmann. Es ist an dem Standort des ältesten Elektrizitätswerkes der Stadt errichtet – das Bewag-Haus –, und inmitten eines historischen Geschäfts- und Bankenviertels angesiedelt, das sich bis 1945 rund um den Gendarmenmarkt befand.
Seinem Rasterstil ist Dudler seit 1997 treu geblieben, und so hat er außen die Fassade des Bestands am neuen Dachvolumen ohne Bruch und Schnitt fortgeführt. Das neue Apartment liegt auf einem T-förmigen Grundriss, umrahmt von zwei U-förmigen Dachterrassen. Die offenen und repräsentativen Räumlichkeiten sind um die zentrale Küche herum gruppiert. Feine Materialien verbindet Dudler hier mit stilistischer Zurückhaltung. So ist neben den erwähnten Marmor- und Holzeinbauten der Küchenblock aus warmgewalzten Stahlplatten gefertigt. Mit diesem luxuriösen Apartmentaufsatz hat Dudler, zwanzig Jahre nachdem er bereits zur Aufwertung des Zentrums beigetragen hat, das Viertel noch einmal kräftig angehoben. (sj)
Fotos: Stefan Müller
was zum zerfleischen ins gehege geworfen hat.
futter für die scharfen kritiker, der dudler.
wenn wir nicht so ausgehungert wären, weil immer
nur die gleichen bauen, über die dann berichtet wird.
mehr schwarzbrot, liebes baunetz.
zeigt auch die helden des alltags an der front.
Das kommt an der Uni halt nicht vor...
Viele Grüße an die lästernden Kollegen von der Front.
Die 15m langen Dielen hätte man sich im wahrsten Sinne sparen können und mit dem Ersparten etwas wirklich edles bauen können.