Schöner telefonieren
Callcenter in Portugal fertig
Wie man eine so schnöde Bauaufgabe wie ein Callcenter sehr ästhetisch lösen kann, zeigt uns das Lissaboner Büro Aires Mateus & Associados.
Das Grundstück für das Gebäude, das sich in der nord-portugiesischen Kleinstadt Santo Tirso befindet, liegt an einem steil abfallenden Hang etwas außerhalb der Innenstadt.
Das Bauvolumen wurde von den Architekten so sensibel in die Topografie der Umgebung eingefügt, das von dem massiven, zweigeschossigen Baukörper von der Straße aus lediglich eine flächige, weiße Dachlandschaft mit partiellen Einschnitten zu erkennen ist.
Im Inneren des weißen Kubus gruppieren sich um das im Zentrum des Gebäudes liegende, zweigeschossige Großraumbüro mit den akustisch abgeteilten Arbeitsplätzen alle notwendigen Funktionsräume.
Unterschiedlich große Fensteröffnungen und Patios, die wie Einschnitte in das Grundvolumen eingefügt wurden, nehmen genauso wie die weiße Farbe der Putzfassaden Rücksicht auf die klimatischen Bedingungen des portugiesischen Sommers.
Alle Fotos: João Morgado
ein künstlich belüftetes , kaum natürlich belichtetes großraumbüro ist ganz, ganz weit am nutzer vorbei und nicht annähernd zeitgemäßer bürobau.
macht doch ein museum draus ...
Aber eben auch ohne den Nutzer gedacht. Mehrere Studien belegen inzwischen, dass Blicke ins Freie zum Wichtigsten gehören, was man Büroangestellten (und z.B. auch Schülern) bieten kann und muss (für Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit etcetera).
Die Erkenntnisse scheinen sich auf der Iberischen Halbinsel noch nicht rumgesprochen zu haben. Whatever ... Konsequent klimaangepasst ist die Kiste zumindest: Riesen-Albedo und ausschließlich indirekte Beleuchtung, daher keine Aufheizung des Innenraums.
finde gerade die Innenraum bilder räumlich erschreckend gut.. zum arbeiten eine katastrophe...
Gute Architektur + Funktion verfehlt!!
glückwunsch zur architektur, schrecken vor dem zweck."...
Ich befürchte, die Fotos könnten arg nachbearbeitet worden sein...