Metallvorhang
Bürobau in Barcelona von BCQ
Silbern schimmern die Metall-Lamellen – wie eine Jalousie im XXL-Format. Heute wird nach vierjähriger Bauzeit in Barcelonas Altstadtviertel „El Raval“ ein neues Bürogebäude eingeweiht. Entworfen wurde der glänzende Verwaltungsbau der Sozialversicherung von dem Büro BCQ Baena Casamor Arquitectes (Barcelona); 2006 hatten David Baena und Casamor Toni mit ihrem Entwurf das Wettbewerbsverfahren für sich entschieden.
„Grundidee ist die Ausbildung eines transparenten Glaskörpers der durch einen ebenfalls transparenten metallischen Filter klimatisch und visuell geschützt wird“, erläutern die Architekten. „Das Gebäude versteht sich auch als Ausgangspunkt für die Transformation des sozial und architektonisch vernachlässigten Umfeldes.“
Um den über 6.000 Quadratmeter großen Neubau als städtebauliche Figur in das historische Viertel einzupassen, haben die Architekten das Verwaltungsgebäude in drei gestapelte Volumen organisiert, die in ihrer Fassadenausrichtung die Geometrie des Stadtgefüges übernehmen. Das Erdgeschoss ist als lang gestreckter Bau an einer Seite des quadratischen Grundstücks platziert, während die oberen Etagen sich zur kreuzenden Straße orientieren. Von dieser Verschiebung profitiert der öffentliche Raum: Die so entstehende Platzsituation bietet den Angestellten besonders in der Mittagszeit ein schattiges Plätzchen.
Die Büros schweben scheinbar über dem transparenten Foyer. Wie ein horizontaler Vorhang schließt die Metallfassade den gläsernen Kubus. „Die Wahrnehmung des Umfeldes aus dem Inneren des Gebäudes ist durch Abmessung und Anordnung der Brise-soleil frei und ungehindert“, so die Architekten, „die direkte Besonnung der Büroräume jedoch klimagerecht kontrolliert.“
Die Anordnung der Tragstruktur im Fassadenbereich ermöglicht stützenfreie Innenräume, die über zwei Treppenkerne erschlossen werden und an Nutzungsänderungen problemlos angepasst werden können. Der Fassadenversprung in den Obergeschossen ermöglicht zudem die Ausbildung einer Dachterrasse mit Blick über die Dachlandschaft der Altstadt und den Hafen zum Mittelmeer. Die Baukosten werden mit fast 9,5 Millionen Euro angeben.
Fotos: Pedro Pegenaute
sicher alles nanobeschichtet ;O)
Oder einfacher, man/frau macht einfach die Fenster nach innen auf.
Aber jetzt ernsthaft. Sicher sind auch Reinigungsaspekte in der Planung zu berücksichtigen (life-cycle-costs), aber das ist eben auch nur "ein" Aspekt von Architektur und nicht der Wichtigste.
Architektur soll selbst reinigend sein, aber die Nobelkarosse muss jedes Wochenende intensv poliert werden.
Dauerhafte Qualität braucht immer auch Pflege! Das muss mal in die Köpfe.