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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Brueckenbau_in_Kopenhagen_4150029.html

15.12.2014

Die Fahrradschlange

Brückenbau in Kopenhagen


Will man die Menschen fürs Radfahren begeistern, muss es Spaß machen. In vielen deutschen Städten hat sich das noch nicht herumgesprochen, dort werden die Radler noch immer gerne eher rüde an den Rand gedrängt. Anders ist es aber bekanntermaßen in Skandinavien. In Kopenhagen wurde beispielsweise in diesem Sommer die sogenannte Cykelslangen realisiert. Der Brückenbau stammt von Dissing + Weitling und durchkurvt den neuen Stadtteil Havneholmen.

Durchkurven, das Wort klingt allerdings im Kontext der Cykelslangen fast etwas respektlos, denn natürlich erfüllt das Bauwerk einen wichtigen Zweck. Von der nahen S-Bahn-Station Dybbølsbro führte bereits eine Brücke zum Einkaufzentrum Fisketorvet. Und eine weitere bestand schon als Überbrückung des Sydhavnen zwischen Havneholmen und dem Stadteil Islands Brygge. Die Lücke zwischen den beiden Brücken schließt nun die Cykelslangen mit keckem Schwung.

Das Bauwerk überwindet auf seine Länge von 230 Metern einen Höhenunterschied von 5,50 Metern, wobei es von stahlummantelten Stützen im Abstand von 17 Metern getragen wird. Dass durch die Überführung auch Konflikte zwischen rasenden Radlern und flanierenden Passanten gelöst werden, ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts. Am schönsten ist aber vielleicht, dass mit dem knalligen Rot der Fahrbahn zudem auch noch etwas Farbe in den grauen Herbst der dänischen Hauptstadt kommt. (sb)

Fotos: Rasmus Hjortshøj (COAST), Ole Malling


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