Hüttenromantik
Besucherzentrum in England
Eine am See zusammengekauerte Dächerschar ist das erste, was die Besucher des gerade eröffneten Naturschutzgebietes Brockholes Quarry in der englischen Grafschaft Lancashire erblicken, wenn sie von der M6-Autobahn zu ihrem Ausflugziel abbiegen. Was von weitem wie Urhütten am Ufer ausschaut, ist das neue Besucherzentrum für Hobby-Ornithologen, Naturfreunde und Wochenendausflügler, gebaut von dem Londoner Architekten Adam Khan.
Trotz vernacularer Ästhetik ist der Komplex alles andere als bloße Hüttenromantik. Der Neubau ist vielmehr ein Paradebeispiel nachhaltiger Architektur. Die mit steilen Satteldächern gedeckten Häuser können schwimmen: Eine Art Beton-Floß mit Hohlräumen ermöglicht das Treiben auf dem Wasser. Vier stählerne Pfosten verhindern, dass die mit Eichenholz verkleideten Hütten abdriften.
So kann das Besucherzentrum, das am überschwemmungsgefährdeten Ufer gebaut ist, auf mögliche Fluten reagieren. Im Extremfall kann das Ensemble bis zu drei Meter hoch mit der Wasseroberfläche steigen. In der Regel aber werden die Floß-Bauten im Laufe eines Jahres nur um einen Wasserstandunterschied von 40 cm pendeln.
Das Besucherzentrum geht nicht nur durch seine Bautechnik ein einzigartige Verbindung mit Natur und Umgebung ein. Auch die Materialwahl ist nachhaltig und umweltfreundlich. Baumstümpfe, die normalerweise als Abfall verbrannt werden, bilden die den Fußboden, Abflussleitungen sind aus Kupfer gefertig, und schließlich besteht die Dämmung aus altem Zeitungspapier.
Neben der typischen Besucherzentrum-Infrastruktur mit Café, Shop und Informationszentrum beherbergen die schwimmenden Hütten Räume für museumspädagogische Aktivitäten und Konferenzen.
„Viele Menschen verleugnen, dass es Flutrisiken gibt“, meint Khan. Er hat sich mit seinem 2006 gegründeten Büro der Philosophie verschrieben „Schönheit und Sozialibilität“ zu kombinieren. Ein Motto, das er bereits im vergangen Jahr in einem Londoner Jugendzentrum verwirkliche konnte (siehe BauNetz-Meldung vom 9. April 2010).
den begriff "vernaculär" gibt es im deutschen im übrigen nicht, er ist aus dem lateinischen vernaculus entlehnt und heisst "einheimisch".
genau DAS ist das problem:
dieses blabla ist kaum übersetzbar,
ob es auf englisch mehr sinn macht frage ich mich...
was hat ein scheunendach mit sowas zu tun ? das IST keine scheune
'Vernacular Architecture' ist einfach ausgedrückt ortsgebundene Architektur, d.h. Architektur, die sich in Materialität und Bauweise aus den tradierten Formen und Konstruktionsmethoden der Umgebung ergiebt. Der Begriff ist im englischen ein Standardausdruck, ich weiß aber nicht ob es einen entsprechenden Begriff im Deutschen gibt - bin selbst erst seit ein paar Monaten wieder hier.
wie wärs an der stelle mit aus der huette treten und die landschaft wirken lassen ?
die dinger sind halt einfach gross !