Technik verpflichtet
Berufsschule in Genk von Kempe Thill
Nicht nur Entstauben und Sanieren gehört zum Spielplan von Atelier Kempe Thill. Vor kurzem gewann das Büro mit Sitz in Rotterdam gemeinsam mit osar (Antwerpen) einen internationalen Wettbewerb für eine Berufsschule im belgischen Genk. Ein klar gegliederter und unaufgeregter Bau soll sich mitten im „Thor Park“ ausbreiten – da, wo einst eines der größten Kohlereviere des Landes bestand.
In der geplanten Bildungseinrichtung sollen technische Berufe unterrichtet werden. Die Architekten gehen auf die spezifischen Bedürfnisse ein und planen eine riesige Industriehalle, die sich gleichzeitig als Sockelzone begreift. Darüber lassen sie weitere Lehrräume entstehen. Ein großer Atriumbereich in der Mitte des Neubaus soll die einzelnen Abschnitte miteinander verbinden.
Viel Glas und eine etwas monotone horizontale Linienführung lassen die Fassade insgesamt eher bescheiden daherkommen. Ebenso stellt sich bei der Farbwahl die Frage, ob es nicht hätte eine lebendigere Variante geben können. Vermutlich verpflichtet aber der Ort als ehemalige Industriestätte zu einer gewissen Seriosität. (pg)
Keinerlei Individualität ist zu erkennen. Es könnte ein beliebiges Bürogebäude im Gewerbegebiet am Rande der Stadt sein.
Ich habe sowas auch lange Zeit entworfen, bevor mich diese dauernde und immer gleiche Banalität angewidert hat.
Abgesehen davon kenne ich das Umfeld in Genk leider nicht, in Schupp/Kremmers Zollverein-Architektursprache würde sich die Schule aber ganz hervorragend einfügen.