Konsumgüter-Imperium
Behnisch-Bau in Hamburg eröffnet
Knorr, Pfanni, Dove, Rexona und die Textilpflegemittel Sunil und Coral haben ein neues Zuhause. Am 17. September 2009 wurde die neue Unilever-Zentrale in der Hamburger Hafencity eröffnet. Das Konsumgüter-Imperium direkt an der Elbe wurde von den Stuttgarter Behnisch Architekten geplant (siehe BauNetz-Meldung zum Richtfest vom 24. September 2008), die auch den benachbarten Marco Polo Tower – Hamburgs teuersten Wohnturm – entworfen haben (siehe BauNetz-Meldung zum Richtfest vom 2. April 2009).
Das neue Haus am Strandkai soll in seiner Form den offenen Charakter des Unternehmens symbolisieren. Der zu allen Seiten verzogene Baukörper wird im Erdgeschoss durch ein öffentliches Atrium mit Läden der Hausmarken geprägt. Dieser „Marktplatz“ wird wiederum von einem gebrochenen Ring aus siebengeschossigen Büroriegeln eingerahmt, einer offenen Bürolandschaft für ca. 1.200 Mitarbeiter, in der auch die Laubengänge und Brücken als temporärer Arbeitsplatz nutzbar sind. Bunte Sofas, Stühle und Tische schaffen einen Akzent zum weiß gehaltenen Atrium.
Die Fassade wirkt mit ihren weißen Stahlträgern und der als Windschutz davor gespannten, transparenten Folie etwas nautisch und maritim – lässt den Neubau, der von der Hafencity Hamburg das goldene Umweltzeichen erhalten hat, aber auch wie einen in Plastikfolie verhüllten Kreuzschiffdampfer aussehen.
Man wird dann für sich persönlich immer positive UND negative Dinge finden. Die Personen, für die das Gebäude konzipiert ist (Fa. Unilever), sind sehr zufrieden. Stefan Behnisch ist übrigens nicht aktiv an allen Projekten beteiligt (speziell nach dem Wettbewerbsgewinn). Es macht daher keinen Sinn, ständig mit altbekannten Namen herumzuwerfen, wo die Architektur in den großen Büros mittlerweile doch vielmehr durch die beteiligten Mitarbeiter und den zugeteilten Projektpartner gezeichnet ist und nicht den übergeordneten Namen.
Auch wenn es mir nicht gefällt, wie vielen anderen auch, so gibt es in der Architektur mehr als nur das Aussehen eines Gebäudes.
Kann "Stuttgart" einfach nur zustimmen. Das Gebäude ist in real einfach nur eine Bombe und kein auf Möchtegern. Man muss mal vor Ort gewesen sein. Zu Kommentar 6. Wer die Entwicklung und hauptsächlich das ganze immer weiter vollständigere Konzept der Hafencity vor Ort entdeckt, findet meistens auch gefallen dafür. Viele Gebäude sind schön und einzigartig. Kommt nur drauf an, was man sich anguckt. Auch nicht jedes Gebäude ist das was es verspricht. Das gibt es hier in HH genauso wie in Stuttgart, New York und Berlin ;) Wär ja einfach nur kitschig wenn alles durchdesignt und voller extravganter Ideen wär. Das Gebäude ist wirklich genial. Kann auch behaupten Berlin ist hässlig etc. nur auf Grund der vielen Bilder. Konnt mich aber vor Ort überzeugen, das es keine schöne Stadt ist. Sie ist interessant aber nicht schön. Und jetzt "Ohmann" ??? Naja deutschen ist es schwierig klar zu machen, das die sehr enge Scheuklappen auf haben