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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Baustart_auf_Berliner_Schultheiss-Gelaende_5381.html

24.06.1999

Viktoria, der (Grund-)Stein ist da!

Baustart auf Berliner Schultheiss-Gelände


Am 24. Juni 1999 wurde in Berlin Grundsteinlegung für das sogenannte „Viktoria-Quartier“ gefeiert. Auf dem Gelände einer ehemaligen Schultheiss-Brauerei zwischen Viktoriapark, Methfesselstraße und Dudenstraße im Bezirk Kreuzberg entsteht eine Neubebauung für Wohnen und Gewerbe sowie der neue Standort der Berlinischen Galerie, die bisher im Martin-Gropius-Bau untergebracht war.
Der Masterplan für das Gelände stammt vom Gewinner eines entsprechenden städtebaulichen Wettbewerbs, dem Amerikaner Frederick Fisher (Santa Monica), der unter anderem mit dem New Yorker Künstlerquartier „PS.1“ bekannt geworden ist. Neben Fisher bauen auf dem Gelände folgende Architekturbüros: Becker Gewers Kühn & Kühn (Berlin), Ortner & Ortner Baukunst (Berlin), Jo Franzke (Frankfurt/M.), Rob Krier / Christoph Kohl (Berlin), Reichen & Robert (Paris) und Jessen + Vollenweider (Basel). Der Plan sieht vor, 18 bestehende, neugotische Industriebauten aus der Zeit ab 1860 „maßvoll“ mit Neubauten verschiedener architektonischer Stilrichtungen zu ergänzen. Das entstehende Stadtquartier soll den Charakter eines „Urban Village“ tragen. Um dafür Platz zu schaffen, sind in den zurückliegenden Monaten alle nicht denkmalwerten Brauereigebäude aus der Nachkriegszeit abgerissen worden.
Die entstehenden Wohnungen sollen hauptsächlich als Lofts gestaltet werden. Mit der Ansiedlung von Gewerbeeinrichtungen wird ein Nutzungsmix angestrebt. Die Baumaßnahmen sollen im Jahr 2001 abgeschlossen sein.
Ein zentraler Bestandteil des Vorhabens ist die Schaffung eines neuen Standorts für das Museum Berlinische Galerie. Hierfür werden eindrucksvolle alte Brauereikeller (Bild) umgenutzt. Der Bau der Berlinischen Galerie wird in Public-Private-Partnership zum Teil durch die Investoren finanziert. Der Berliner Senat hatte am 22. Juni 1999 beschlossen, dem Investor zum Ausgleich dafür den Abriß des denkmalgeschützten Studentendorfs Schlachtensee im Berliner Bezirk Zehlendorf zu ermöglichen. Diese umstrittene Maßnahme war von Berlins Kultursenator Radunski (CDU) befördert worden - für manche eine Entscheidung gegen die Baukultur.

BauNetz-Meldung zur Wettbewerbsentscheidung vom 15. April 1998

Meldungen zum Studentendorf Schlachtensee finden Sie in unserer News-Datenbank unter dem Stichwort „Schlachtensee“.


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