Zweckmäßig robust
Baubetriebshof in Neu-Ulm von Hochstrasser Architekten
Mit über 90 Mitarbeitern aller Sparten ist der Baubetriebshof der Stadt Ulm ein Dienstleistungsunternehmen, das sich um die Belange der Stadt kümmert: Unterhalt der Straßen und Kanäle, Stadtreinigung und Winterdienst, Beschilderung, aber auch Abfallentsorgung, Grünpflege und sogar die Bestückung der städtischen Spielplätze mit Spielgeräten gehören zu den Aufgabengebieten. Ursprünglich waren die Gewerke auf 13 Orte im Stadtgebiet verteilt, seit 2013 werden sie nun Schrittt für Schritt an einen neuen Standort zusammengelegt.
Dieser liegt unter der Adresse Am Kaltwässerle auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei in den Donauauen auf der bayerischen, also auf der Neu-Ulmer Seite. Für zu Baden-Würtemberg gehörende Ulm war die Ländergrenze kein Hindernis. Über die nahe Bundesautobahn ist das Areal gut an die Stadt angeschlossen. Im Jahr 2014 entstand dort bereits eine Schreinerei mit Montagehalle nach Plänen des ortsansässigen Büros Hochstrasser Architekten. Diese haben ebendort nun auch den Bauabschnitt 2 mit Räumen für die Bereiche Elektro, Technik, Mobiliar, Verkehr und eine Schlosserei entworfen. Ein dritter Bauabschnitt für das Sachgebiet Verkehrsfläche ist in Planung.
Aufgrund der Lage in den Donauauen ist das Gelände hochwassergefährdet. Ein etwa 100 Meter langer und 55 Meter breiter Sockel aus Bauschutt und Erde hebt den Baubetriebshof über das Niveau eines etwaigen Jahrhunderthochwassers. An der Ostseite erschließen zwei Rampen das Gebäude.
Der Bauabschnitt 2 wurde in gleicher Bauart direkt an den bestehenden Gebäudeteil angefügt. Auf 46 x 33 Metern bietet er einen dreiachsigen Werkstattbereich mit Lager. Die drei Achsen sind als Stahlrahmenkonstruktion mit vorgehängten, waagerechten Stahlsandwichpaneelen ausgeführt. Die lichte Höhe beträgt 5,65 Meter. Unverputzte Innenwände und sichtbar verlegte Leitungen zeugen von der gestalterischen Idee, dass der Ausbauzustand dem Rohbauzustand entspricht. Nachinstallationen sind so jederzeit möglich.
Der Kopfbau in Sichtbeton beherbergt Büros und Sozialräume. Die Fassade besteht aus kerngedämmten Stahlbetonfertigteilen, das Tragwerk aus Stahlbetonwänden -stützen und -decken. Akustikdecken sind installiert, der Fußboden ist mit grauen Fliesen oder rotem Linoleum belegt. Für die Bruttogrundfläche von 1977 Quadratmetern war eine Bausumme von 3.750.000 Euro nötig. (tl)
Fotos: Conné van d´Grachten
Der Materialmix in der Verwaltung usw. halte ich für ebenfalls gelungen. Nicht zu nüchtern und wieder warme Materialien. Warum aber um Himmels willen muss die Eingangsfassade aussehen wie der Innenhof von Stammheim?
Ein wertiger Betriebshof. Auch die Ästhetik in der Halle gefällt mit gut. Wiederkehrende Farben, robuste Materialien.. Ich frage mich eher, wieso die beiden Teile so unterschiedlich sind- Konsequenter wäre vielleicht gewesen den Nebentrakt auch als Halle zu konstruieren. Oder die Trennung stärker herauszuarbeiten.
ähhhh mmm ähhhhh ähhhhhh mmmm ähhh Beschämend! ...wobei, bild 3: ...in etwa so sieht mein arbeitsplatz auch aus, eben nur anders halt...