Hinter Bändern
Baubeginn für Bürohaus in Hamburg
Am 2. Oktober 2008 wurde mit dem Bau eines achtgeschossigen Bürogebäudes in Hamburg begonnen. An der Ecke Grimm- und Willy-Brandt-Straße, direkt am Nikolaifleet, werden bis Ende 2009 6.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entstehen. Entworfen wurde das Gebäude von dem erst 2007 gegründeten Hamburger Büro von Christiane Linnekogel und Lutz Gnosa, beide zuvor Mitarbeiter bei Bothe Richter Teherani in Hamburg.
Ab dem zweiten Obergeschoss kragt das Gebäude über die Willy-Brandt-Straße aus. Prägendes Element des Entwurfs sind die horizontal um das Gebäude gelegten Fassadenbänder, deren unterschiedliche Höhe die Geschosseinteilung des Gebäudes nach außen verwischen soll. Von innen sollen die Bänder, so die Architekten, „auf jedem Geschoss ungewöhnliche und spannende Ausblicke
in das innerstädtische Hamburg mit Michel und Rathaus erzeugen.“ Wir hoffen, dass die Bänder den Mitarbeitern in den Büros nicht einfach nur die Sicht versperren.
und der höhenanschluss war wohl eher auflage als tolle idee.
sieht beknackt aus !
Was ist daran schlecht, ein Kubus, dessen Form bzw. Kanten sich aus der Kopfbausituation einer Häuserzeile entwickelt (man beachte wie sensibel er die Höhenentwicklung des zum Altbau hin höheren Nachbargebäudes aufgreitund zum Abschluss bringt), mit einer zurückhaltenden und trotzdem sehr modernen und spannenden Fassade versieht?
Stuck und ähnlicher Mist kann doch nur von einem Häuslebauer-Neider-Kollegen kommen. Übrigens kann man von einem Rendering wohl kaum auf eine "gesichtslose Glasfassade" schliessen.
Was mich jedoch mehr interessiert hätte, wäre ein Gebäudeschnitt gewesen, aus dem man die Höhenlage der Fensterbänder in den einzelnen Geschoßen entnehmen kann. So wie sich die Fassade darstellt, liegt die Vermutung sehr nahe, dass man sich in dem einen Geschoß bücken, im nächsten auf die Zehenspitzen stellen muss, um einen Blick nach draußen aufs Nikolaifleet werfen zu können. Dann wäre die Fassade allerdings reiner Tapeten-Formalismus.