Höchster Holzturm der Welt
Bau in Kärnten beschlossen
Auf dem Pyramidenkogel in Keutschach im österreichischen Bundesland Kärnten steht bislang ein 54 Meter hoher Aussichts- und Fernsehturm aus Stahlbeton von 1968. Der soll nun durch den höchsten Holzturm der Welt ersetzt werden. Gestern berichtete standard.at, dass sich der Gemeinderat nach jahrelangem Streit auf den Bau geeinigt habe.
Errichtet werden soll allerdings eine „Sparvariante“ des Projekts „Pyramidenkogel NEU“. Gespart wurde an der Höhe des Turms; auch soll ein Café auf der Turmspitze nur realisiert werden, wenn dafür Mittel bereitstehen. Ob der Titel des „höchsten Holzturms“ auch mit der abgespeckten Variante erreicht wird, wurde nicht mitgeteilt.
Der Entwurf stammt von dem Klagenfurter Architekturbüro Klaura & Kaden. Die Architekten beschreiben das (ursprüngliche) Projekt so: „Der Turm besteht aus 18 mächtigen, elliptisch angeordneten Holzstützen, die sich in den Himmel schrauben. Der Spirale schmiegt sich die neue Aussichtstreppe an, über die der Besucher den 360°-Rundblick auf der Aussichtsplattform erreicht – alternativ auch mit Lift. Oben kann man sich in 70 Metern Höhe im Turmcafé stärken. Einen besonderen Kick bietet die höchste Rutsche Europas, die aus 66,50 Metern Höhe in die Tiefe geht.“
Der Baubeginn ist für 2012 geplant. Während der Bauzeit soll der alte Turm zugänglich bleiben.
Der alte Turm hatte im Jahr 2007 ca. 100.000 Besucher. Die Erwartungen für den neuen Turm liegen bei der doppelten Menge, aber lassen Sie uns die Zahl um der Vorsicht willen mal großzügig nach unten korrigieren auf 1500.000 Besucher pro Jahr.
Nun sagen wir mal, der Eintritt betrüge 5 Euro. Das würde ich für zumutbar halten. (Im Gespräch sind derzeit 8 Euro für Erwachsene 4,5 Euro für Kinder.)
Damit ergäben sich jährliche Eintrittsgelder von rund 750000 Euro.
Man könnte also sagen, dass sich die Herstellungskosten des Turms bereits nach etwa 10 Jahren nur durch die Eintrittskosten amortisiert hätten.
Mal 40 ergibt dann schon 30 Mio Euro, womit der Turm voraussichtlich jahrzehntelang ein Gewinnunternehmen wäre und man ihn - nach einer sicher dann notwendigen Sanierung - aber weiter betreiben könnte. Nicht einberechnet sind die Gelder, die der Turm sonst noch für den Tourismus und die Region einspielt. Wartungskosten kommen natürlich noch runter...
Eigentlich habe ich meinen Schäferhund nur kurz geparkt, um hier im Holzwurm-Thread der neuesten Ausgabe der Schweizer-Show staunend, mit offenstehendem Mund aber kommentarlos, zu folgen.
Danke für den Seitenhieb, wenigstens jemand der mich richtig versteht, aber einen Wehrturm braucht doch nun wirklich niemand mehr, oder ? Außerdem, warum Kleihues ? Der macht ohne den alten J.P. doch nur halb soviel Spaß wie Sie festgestellt haben. Aber Sie und ich wären doch sicher ein unschlagbar-gegensätzliches Team und würden einen Geschlechter-Turm entwickeln mit allem drin was man braucht, wie aussenliegende Wehr-Rutsche statt Pechnase, Turm-Museum, kontemplativ-labyrinthisches Treppenhaus, Licht von oben, Gedenkstätte für den alten Turm, Bungee-Galgen, Aussichtspool, flächenbündige Barhocker für 2 Personen...und immer brav 43cm niedriger als der in Polen, dessen Silhouette selbstverständlich in die Glasfassade eingeäzt würde, usw.
Aber Sie mögen mich ja doch nur wegen meinem Hund, geben Sie es zu...
Sie sehen, ich mag Sie auch, jetzt ist es raus ;- )
@40 Jahre:
Ich finde rechnen in Kommentaren kleinlich und will das nicht als Argument gegen irgendwas verwenden, aber 40 Jahre, bei 8 Mill. , zuzüglich Wartung, Betriebskosten, etc.....wieviele Personen müssen täglich wieviel Eintritt zahlen, damit das klappt ? Also ein paar Jahre mehr sollten wir dem Turm schon geben, sonst kommt doch noch jemand mit Materialargumenten dazwischen.
Nur wenn:
1. schon die Pressemeldung der Architekten solch einen gravierenden Fehler hat, und
2. ich mir die Materialschlacht mit den vielen (wahrscheinlich) Leimholzbindern anschaue und dann
3. die Rede von Holzstützen ist die sich in den Himmel "schrauben" - obwohl diese senkrecht stehen und nur die Turmform eine Schraube ist und
4. anschließend die 8mio Kosten im Vergleich zu anderen Türmen sehe, dann können wir noch so viel über die Qualität vom Entwurf reden, aber ausser dass es nur eine einfache organische Form ist bleibt da nicht viel übrig.
Obwohl ich organische Formen mag, sehe ich dass dies der falsche Lösungsvorschlag ist um zum Resultat zu kommen - die Kosten sind der beste Beweis dazu.
zum wiederholten male ärgere ich mich über die aussagen, man können anhand eines "kurzen" artikels nicht über einen entwurf urteilen. was soll das? es gibt genügend bilder, im glücksfall pläne, es gibt einen erläuterungstext und im zweifel noch diverse recherchemöglichkeiten, um sich ein urteil zu bilden. natürlich ist dieses urteil nicht allumfassend. aber selbst eine besuch vor ort liefert einem nicht die allumfassende information. was sonst noch so an versteckten einschränkungen und hindernissen in dem ergebnis drin stecken, darüber klärt dies auch nicht auf. also, was soll das fazit sein? das ich mich nur über einen beitrag äussern darf, den ich in- und auswendig studiert habe? dann kann die kommentarfunktion auch genausogut abgeschafft werden. im übrigen auch jede meinungsumfrage, bürgerbefragung oder sonstige erhebung. wenn man dieser überlegung folgt, ist auch kein albernes beglückwünschen als gegenentwurf in ordnung, denn dieses basiert auf der gleichen "unkenntnis." ich hoffe, man könnte dieses geschwafel mitsamt des ewigen "erst mal besser machen" oder "sie sind doch nur neidisch" ein für alle mal verbannen. auch dem schweizer fehlten damit viele grundlagen seiner kommentare.
P.S. Ich verstehe auch nicht ganz: Warum sollte ein Turm in Kärnten nicht mit dem in Gleiwitz "in Konkurrenz treten" dürfen? Was haben die Kärtner mit dem deutschen Überfall auf Polen zu tun?