Auf der grünen Wiese
Barkow Leibinger bauen Institut bei Bayreuth
Vor einem guten Jahr gab das Fraunhofer-Institut bekannt, dass im oberfränkischen Landkreis Bayreuth für 7,5 Millionen Euro ein neuer „Fraunhofer-Forschungs-Campus“ auf der grünen Wiese in der Waischenfelder Vorstadt entstehen soll. Seit gestern ist nun das Verhandlungsverfahren für den Bau der Hochschule entschieden. Den Zuschlag erhält das Berliner Büro Barkow Leibinger Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Höhler + Partner (Aachen/Hamburg), die sich erfolgreich gegen den weiteren teilnehmenden Entwurf von SSP Architekten Schulz Seissl Partner (Erlangen) durchsetzen konnten.
Im idyllischen Umfeld der Fränkischen Schweiz soll laut dem Institut eine „innovative Arbeitsumgebung“ geschaffen werden, in der Wissenschaftler in einer konzentrierten und zugleich kommunikativen Umgebung forschen, testen, kooperieren und tagen können. Auf dem 13.000 Quadratmeter großen Gebiet wird das 800 Quadratmeter große Seminar- und Tagungszentrum „Fraunhofer Research Campus” mit 47 Einzelzimmern als Übernachtungsmöglichkeit entstehen.
Der Entwurf von Barkow Leibinger sieht eine kleinteilige, an die Formation eines kleinen Dorfes angelehnte Struktur vor, die sich die Topographie des Hangs zunutze macht. Fünf zwei- bis dreigeschossige Pavillons nehmen Büro-, Labor- und Wohnnutzung auf. Die drei der Forschungsarbeit gewidmeten Bausteine sind über eine Art Sockel baulich miteinander verbunden, hier bildet eine Cafeteria das kommunikative Zentrum. Die beiden Wohnhäuser stehen weiter zurückgezogen im Hang.
Der Wettbewerbsstand des Entwurfs wird derzeit überarbeitet, mit dem Bau soll nach Möglichkeit noch 2011 begonnen werden.
ein sehr schönes projekt. gute reaktion auf dem kontext. zeitgemäße baukörper. gute fassade. ansprechende präsentation. alles sehr gelungen!
und bei dem büro kann man auch auf eine qualitätvolle umsetzung hoffen!
Auweia, das ging ja gerade nochmal gut. Barkow-Leibinger haben wiedermal Gespür bewiesen für Ort, Landschaft und Angemessenheit.