Funktional, nachhaltig und bezahlbar
BDA-Preise in Hamburg vergeben
Alle zwei Jahre prämiert der BDA Hamburg die besten Neubauten der Hafenstadt. Mit der Auszeichnung möchte der Verband vorbildliche Bauten, die in den vergangenen zwei Jahren im Großraum Hamburg entstanden sind, würdigen und „Qualitätsmaßstäbe in der zeitgenössischen Architektur setzen“. In Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt wird zudem ein Publikumspreis verliehen. Dieser ging 2018 an die Elbphilharmonie von Herzog & de Meuron. Die Anerkennung gilt dabei sowohl den Architekt*innen als auch den Bauherr*innen.
Unter Vorsitz des Münchener Architekten Dietrich Fink kürte die Jury aus 83 Bewerbungen drei Siegerprojekte, sechs Zweit- und sieben Drittplatzierte. 19 Einreichungen erhielten eine Würdigung und neun Bauten wurden für den Publikumspreis nominiert. In die Beurteilung flossen Kriterien wie Funktionalität, Ökologie, Energieeffizienz aber auch Bezahlbarkeit ein. Hinsichtlich dessen lieferten die Preisträger*innen mit ihren Arbeiten viele wertvolle Impulse, so die Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dorothee Stapelfeldt.
- ein 1. Preis: Großmarkt Theater Pavillon von Carmody Groarke aus London; Bauherrschaft: Mehr! Theater
- ein 1. Preis: U- und S-Bahnhof Elbbrücken von gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner aus Hamburg; Bauherrschaft: Hamburger Hochbahn AG, DB Station & Service
- ein 1. Preis: Wohn- und Geschäftshaus am Schulterblatt von LH Architekten Landwehr Henke + Partner mbB aus Hamburg; Bauherrschaft: NM Nord-IMMO Management
Publikumspreis
- Waterworks Falkenstein von Biwermau Architekten aus Hamburg; Bauherrschaft: Waterworks Falkenstein GbR, Stephanie Siewert, Andreas Hanitsch, diverse private Bauherr*innen
Ende 2020 fand die digitale Preisverleihung statt, bei der Daniel Kinz, Vorsitzender des BDA Hamburg, im Hinblick auf die Änderung der HOAI die Signifikanz von guten statt günstigen Lösungen betonte und für einen Qualitäts- anstelle eines Niedrigpreiswettbewerbs plädierte. Die ausgezeichneten Projekte stünden beispielhaft für die Bedeutsamkeit einer hochwertigen Baukultur und sind „der Beweis dafür, dass die Suche nach der besten Lösung und das Ringen um einen angemessenen Entwurf für die spezifische Bauaufgabe am Ende zum Erfolg führt.“
Alle preisgekrönten Bauten werden auf der Website des BDA und in einem Katalog, der im Frühjahr 2021 erscheinen soll, präsentiert. Zudem gibt es erstmals Videofilme, die die Juryarbeit sowie die ausgezeichneten Bauprojekte und die Preisverleihung dokumentieren. (tp)
bin mal diesem Rundling nachgegangen und auf diesen hamburger kultur-re-use der Hallen gestossen.
Stadt ist Lage Lage, egal was da steht und weniger ist dort eher mehr. Und das muss einem erst mal gelingen.
Deshalb das Problem Kultureinrichtungen in der Stadt ein Gesicht zu verpassen.
Zentrum ist Rauminszenierung. Inszenierung des Zentrums.
So weit ich weiß wurde eine Chance unter dem Siegel temporär und "es ist sowieso egal, muss ja nicht lange halten" genutzt. Und dann dankenswerter Weise auch prämiert.
Dagegen fällt der übliche gmp ab; immerhin hat man sich die Mühe gegeben, die der Ruf dieses Büros verdient (was m.E. nicht immer so ist, aber ich will ja nicht immer meckern).
Der Publikumspreis ist schön und für mich ein Hinweis, dass zum Glück Liebe im Umgang mit Altbau offenbar erkannt und honoriert wird. Danke!