Jerewan. Geburt einer Hauptstadt
BAUNETZWOCHE#678
Jerewan. Geburt einer Hauptstadt
BAUNETZWOCHE#678

- Dossier: Jerewans Baugeschichte changiert zwischen radikal moderner Abstraktion und historischen Motiven.
- Molkenmarkt: Berlins Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt inszeniert sich als Macherin.
- Modernes Erbe: Nvard Yerkanian visualisiert die architektonischen Ikonen ihrer Heimat.
Teaser: Kaskade mit dem Cafesjian Museum of Art. Foto: Yuri Palmin
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Kommentare
Wolfgang Kil
Wie konnte eine aus engstirniger Westsicht geschriebene Baugeschichte so viele Jahrzehnte ohne diese Beispiele einer enorm phantasievollen und selbstbewusst originären Architektur auskommen! Wenn jetzt der Kaukasus in den Nachrichten auftaucht, dann als Krisenregion. Von den Reichtümern seiner bilderreichen Kulturen kennen wir allenfalls flüchtige Notizen. Danke für diese lehrreiche Exkursion! Übrigens liegen hier Diskussionsthemen zuhauf, etwa beim Zizernakaberd. Das Völkermord-Memorial entsteht als erstes sowjetisches Großkunstwerk in lupenreiner Moderne, und befeuert zugleich eine Nationalbewegung, die die armenische Variante der Sowjetmoderne geradewegs in einen archaischen Regionalismus verführt. Wird im Spiegel der Architektur der Reformer Chruschtschow etwa als Zauberlehrling entlarvt, dem die Folgen seiner Liberalisierung entglitten? Das Janusgesicht der Moderne ist längst nicht erschöpfend ausdiskutiert.
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