Quartier am Tacheles
BAUNETZWOCHE#633
Quartier am Tacheles
BAUNETZWOCHE#633

- Dossier: An der Friedrichstraße in Berlin ist das Quartier Am Tacheles fertig geworden. Die aktuelle Kritik richtet sich nicht nur gegen die neuen, hochpreisigen Wohnungen und Büroeinheiten. Sondern auch an eine Stadtentwicklungspolitik, welche die einst im Kunsthaus Tacheles ansässige Kulturszene für das Geld privater Investoren verdrängt hat. Ascan Mergenthaler, verantwortlicher Partner bei Herzog & de Meuron, spricht über die Genese des Masterplans, die beteiligten Architekturbüros und die Qualität der entstandenen Räume.
- Hong Kong: Wie Zupagrafika den Wohnungsbautypologien der 1950er bis 80er Jahre auf die Schliche kommt.
- Winter wird’s: Architektur, die leuchtet und scheint.
Bild: Luftaufnahme mit Rendering des Gesamtprojektes Quartier Am Tacheles, Stand 2016. Unverbindliche Visualisierung: bloomimages
Downloads
Kommentieren
ich bin, wie so oft, nicht ganz sicher, wovon Sie sprechen. Waren Sie vor Ort? Also: die nachkriegliche Beweglichkeit kenne ich nicht so gut, aber schon zu DDR-Zeiten konnte man sich auf dem Gelände NICHT besonders frei bewegen, der Zäune, Absperrungen und geparkten Autos wegen. Auch in den 1990ern war nur das Gelände zwischen Tacheles und Friedrichstraße offen, dass allerdings SEHR offen als eine dieser wunderbaren Berliner Brachen. Lesen Sie bitte Wolfgang Kils "Vom Verschwinden des Himmels über Berlin". Der GRoßteil des Geländes aber war nicht durchwegbar und bot auch keine Verbindung zwischen den Straßen. Insofern komme ich zu dem Schluss, dass die städtebauliche Struktur von H&deM, die ich neulich erst durchlaufen habe, mit den offenen Verbindungen nach drei bzw. vier Seiten ein deutlicher Fortschritt ist. Die Siemenszentrale in München kenne ich nicht. Die hackeschen Höfe allerdings sind mMn nicht vielseitiger als das Quartier am Tacheles. Grüße aus Berlin!
Entstehung, Entwicklung "die Genese einer Krankheit, eines Kunstwerks, einer Gesteinsbildung" Bitte das Passende aussuchen.
Die Hackeschen Höfe sind da schon vielseitiger. Die Berliner Innenblocks haben viel Potential mit geöffneten Durchgängen, weg von den Straßenkanälen zu mehr Ort.
Ist es nicht. Das sind Realitäten und allesamt Einflussgrößen auf die materielle und immaterielle Beschaffenheit der Räume in denen wir leben.