Hoffnung Holz
BAUNETZWOCHE#579
Hoffnung Holz
BAUNETZWOCHE#579

- Dossier: Fast 200 Projekte wurden beim „Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2020 – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“ eingereicht. Das ist mehr als je zuvor. Eine Auswahl der Preisträger*innen und zwei Interviews zum Thema ökologisches Dämmen.
- Präsent für Kiew: Warum Jan Kleihues seinen Entwurf für das Maidan-Museum im Herzen der ukrainischen Hauptstadt verschenkt.
- Buchtipp: Der Frankfurter Architekt Hans Drexler hat an der TU Berlin eine entwurfsbasierte Promotion zum Thema „Holzbau mit System“ verfasst. Die kürzlich erschienene Publikation seiner Forschungsarbeit umfasst unter anderem acht Fallstudien.
Bild: Atelieranbau in Michendorf von Anne Lampen Architekten. Foto: Werner Huthmacher
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es ist wie bei den autos: jetzt ist elektro hip, bis die batterien entsorgt werden müssen.dann folgt das nächste wunder.
und holz ist nicht allheilend. schon gar nicht als hochhaus. hier muss man das hochhaus auf dem dorf in frage stellen, nicht die bautechnik.
einfach mehrere wege verfolgen, nicht einem götzen hinterherrennen
das versagen der politik in diesem SO wichtigen resourcenbereich BAU ist nicht zu fassen. wir schaffen das als planer alleine nicht. unmöglich. wir haben schon soviele fronten gegen die wir kämpfen. letztlich die kostenfront.
bei dem erwähnten projekt von uns planen wir auch flächenreduziert. kleinstwohnungen. beim nächsten projekt hoffentlich dann noch kleiner .... weniger ist mehr ist weder gestalterisch noch gestalterisch bei denen angekommen, die darüber entscheiden. zu 98% die investoren und käufer und zu 2% wir planer, die aber zu 98% als dafür verantwortlich wahrgenommen werden...
Ich hoffe inständig, dass hier eine Trendwende einsetzt, bevor es gar keinen naturbelassenen Fleck mehr in Europa gibt. Schon jetzt werden Hektarweise in Osteuropa Urwälder abgeholzt um unseren Holzhunger und das pseudo ökolögische Gewissen zu befridiegen.
Die Vernichtung von Biodiversität, Artenvielvalt und über Jh. gewachsener Natur ist das Gegenteil von Nachhaltig und die reine Fokussierung auf eine schöngerechnete CO2 Bilanz von Holz mit zweifelhaften Zertifikaten kein Weg zu einer ökologischen Zukunft.
Auch die deutschen Forstplantagen sind viel weniger resilient als gewachsene Wälder, dies sollte spätestens in den vergangenen 3 Jahren auch den Letzten aufgefallen sein.
Dem Lobbyismus der Holzindustrie, und der Waldbesitzer die häufig dem deutschen Adel entstammen und bestens Politik vernetzt (zB. Guttenberg / Von der Leyen) sind dienen sich die ArchitektInnen hier vollkommen unkritisch an.
Wie im Positionpapier des BDA Haus der Erde werden vollkommen einseitig und entgegen jeder guten wissenschaftlichen Arbeit, nur die Studien der gewerblichen Forstwirtschaft übernommen.
Die Hauptantwort der Architekten auf den Klimawandel : "Wald abholzen"
das kann doch nicht alles sein.
Alternativen:
Stahlbau mit Recycling
Bei jedem Baustoff Hersteller nachfragen ob erneuerbare Energien zur Herstellung verwendet werden.
Wenn schon Beton dann Sichtbeton, damit ein Teil des CO2 der Zementherstellung wieder aufgenommen werden kann.
Umnutzung vor Abriss
Flexible Gebäude planen die von Anfang an eine Zweitnutzung ermöglichen.
usw. da sollte uns doch noch mehr einfallen.