Architekturen des Gebrauchs
BAUNETZWOCHE #487
Architekturen des Gebrauchs
BAUNETZWOCHE #487

- Modern: „Bauwirtschaftsfunktionalismus“ oder „geliebte Betonmonster“? In Potsdam protestieren Bürger gegen den geplanten Abriss der Fachhochschule, um das Rathaus Elmshorn wird gestritten und die Medizinische Hochschule Hannover wird einfach weitergebaut. Zwischen Politik und Ästhetik zeigt die Nachkriegsmoderne gerade im heutigen Gebrauch Qualitäten.
- Potsdam: „Steinernes Tatwerkzeug“ oder Enklave der Nutzungsvielfalt? Die Architekten Hiltrud Berndt und Hartwig Ebert sprechen über den Bau der Fachhochschule und die Potentiale der DDR-Architektur im Stadtzentrum.
- Bilbao: Der Schweizer Fotograf Roger Wehrli dokumentiert seit 1988 den Wandel der Stadt vom Industriemoloch zum Kulturwallfahrtsort.
Bild: Rathaus Elmshorn, Foto: Christopher Falbe
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Man wollte nur eine gute Story produzieren und eine Kopie in einem Kopierhaufen-Argument zurechtbiegen, entgegen der Empirie. Es ist halt postfaktischer Blödsinn, nur weil die Architektur als sich selbst verkaufender Image-Träger davon lebt heißt das ja noch lange nicht, dass man immer mitspielen muss.
Mal andersherum, wenn jemand ankommen würde und die Ähnlichkeit zwischen dem früher gebauten Vremena-Goda-Pavillion (OMA´s Garage) mit einem x-beliebigen MvdR-Pavillion-Bau der später gebaut wurde vergleichen würde, würde man dann das Kopier-Argument auch so leichtfertig aus der Tasche zaubern?
Es ist, besonders bei so generischen Gebäuden, ein Äpfel-mit-Birnen-vergleichen par excellance.
Einzige Gewissheit: Schlampig ist schlampig.
Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank für den kritischen Hinweis, wir haben den Text entsprechend angepasst.
Also das Thema ist ja schon anderswo hoch und runter diskutiert worden und es macht sicherlich keinen Sinn, das hier noch mal zu tun. Aber anzumerken ist schon, dass der Bezug für viele (mich z.B.) keineswegs vollkommen aus der Luft gegriffen zu sein scheint, auch wenn natürlich das Material usw. ein vollkommen anderes ist und es auch keinen belegten Bezug gibt.
Fakt ist doch, dass Mies' Bauten im Osten durchaus bekannt waren und manchmal ja ein einziges Bild reicht, um sich etwas zum Vorbild zu nehmen - auch wenn man die Mittel dafür eigentlich gar nicht hat.
Meintewegen kann man natürlich trotzdem stundenlang über die Plausibilität des Bezugs streiten. Aber den Autoren den Vorwurf zu machen, hier sei etwas schlampig übernommen worden, finde ich etwas überzogen.
Das hat sich ein Potsdamer Rentner zusammenfantasiert, Klusemann hats übernommen, aber ausdrücklich darauf hingewiesen das es keinen Hinweis darauf gibt und nun Plappern sowohl Niklas Maak als auch Baunetz diesen Quatsch nach.
Googlen hilft.