Moderne Geisterstädte
Ausstellung in Offenbach
„Wie planbar ist Stadtentwicklung?“ heißt der Beitrag der Stadt Offenbach zum Architektursommer Rhein-Main. Der erste Teil der Schau informiert über die Entwicklung Offenbachs. Für den zweiten Teil erbat sich das Stadtplanungsamt von der Redaktion der Bauwelt einen Überblick über „Moderne Geisterstädte“ (Ausstellungstitel). Die Redaktion ist diesem Ansinnen gern nachgekommen, auch wenn sie Offenbach selbstverständlich ein erfreulicheres Schicksal wünscht, als es die Städte Groß-Angkor, Hashima und Varosha ereilte, die in Bauwelt 48.10 als „Geisterstädte“ vorgestellt wurden.
Eröffnung: Samstag, 13. August 2011, 16.30 Uhr
Ausstellung: 13. August bis 30. September 2010
Orte: bis 20. August: 30. Stock des Citytowers, Berliner Str. 76, 63065 Offenbach, danach bis Ende September: Foyer des Stadthauses, Berliner Straße 60, 63065 Offenbach
Mir scheint, Ordos wurde zu früh totgeschrieben. Ich bin bei aller Skepsis doch überrascht, wie anders es jetzt, nach ein paar Jahren aussieht. Mittlerweile hat man das Gefühl, es entsteht eine Art Luxusstadt die man sicher kritisieren kann, aber keine Totgeburt. Ich war früher aus meiner schweizer Perspektive überzeugt dass man Städte nicht auf dem Reissbrett planen und bauen kann und muss sagen, dass ich von der Entwicklung von Ordos beeindruckt bin und meine Meinung wohl revidieren muss. Gebaut wird übrigens immer noch dem Teufel ein Ohr ab, das gesteuerte Wachstum hört wohl so schnell nicht mehr auf dort. Aber nachdem was man hört sind die vom Staat oder von Entwicklern gebauten Wohnungen alle verkauft. Es hat scheinbar noch relativ wenig Leben, weil es sich um Investments (Zweitwohnungen) handelt, die man lieber leerstehen lässt als sie zu vermieten und dadurch zu entwerten.