Hochhaus-Preis
Ausstellung in Frankfurt
Wer den „Internationalen Hochhaus-Preis 2008“ gewinnt, ist noch nicht bekannt, wohl aber der Termin der entsprechenden Ausstellung: Sie wird vom 16. November 2008 bis 4. Januar 2009 im Frankfurter DAM gezeigt.
Der Preis wird in diesem Jahr zum dritten Mal von der Stadt Frankfurt in Kooperation mit dem DAM und der Deka-Bank vergeben. Über zwanzig der herausragendsten Hochhäuser, die binnen der letzten zwei Jahre weltweit gebaut wurden, sind für den Preis nominiert worden. Eine internationale Jury aus Architekten, Immobilienfachleuten und Architekturkritikern hat daraus fünf Finalisten ausgewählt:
Hearst Tower (New York) von Foster + Partners
Missing Matrix Building (Seoul) von Mass Studies
Newton Suites Wohnhochhaus (Singapur) von WOHA
New York Times Building (New York) von Renzo Piano Building Workshop
Television Cultural Centre (Peking) von OMA - Office for Metropolitan Architecture
Eine besondere Anerkennung für städtebauliche, energetische und soziale Nachhaltigkeit vergab die Jury an das Westend-Duo (Frankfurt am Main) von KSP Engel und Zimmermann (Frankfurt).
Der Gewinner, der aus der Runde der Finalisten hervorgeht, wird am 14. November im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche bekannt gegeben und mit einer Preissumme von 50.000 Euro geehrt.
Ausstellung: 16. November 2008 bis 4. Januar 2009, Di, Do-So 11-18 Uhr, Mi 11-20 Uhr
Eröffnung: 15. November 2008, 19 Uhr
Ort: DAM, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt
ich denke, das ist eine gute verwendung.
die preishöhe orientiert sich an ähnlichen preisen und signalisiert die bedeutung des preises.
die honorare sind nicht immer auskömmlich, besonders in großen projekten kann man sich mächtig vertun, zb ist minsuk cho (missing matrix) während der bauzeit pleite gegangen, wegen der erhöhten komplexität seines ansatzes, so erzählte er am samstag bei der eröffnung.
der grundsätzliche wert des preises besteht darin, für architektonische qualität in einem sektor zu werben, der normalerweise nur mit höhenrekorden oder anderen immobilienkennziffern aufwarten kann.
Aber ist er relevant für die allgemeine Baukultur? Oder ist er gar gefährlich für die Baukultur im Allgemeinen, wenn das große Publikum nur dann das Prädikat "Ausgezeichnete Architektur" versteht, wenn diese recht hoch ist und eben in so hochkarätigen Kategorien gehandelt wird.
Und noch eine Frage zuletzt: Wenn es bei den gezeigten Projekten bestimmt nicht auf das eine oder andere Milliönchen ankommt und die Honorare wahrscheinlich auskömmlich sind, weshalb ist dann noch so ein Sahnehäbchen von 50.000,00 Euro nötig? Es handelt sich immerhin um eine Summe, welche vielleicht anderweitig für das DAM, für die Baukultur an anderer Stelle, oder für Preissummen "kleinerer" Wettbewerbe ausgegeben werden könnte, denn es gibt ausgezeichnete Architekturen, welche auch ohne auskömmliche Honorare entstanden sind. Da würde so ein - auf mehrere Preisträger - verteiltes Sahnehäubchen richtig gut tun!