Eingangsgebäude Deutsches Technikmuseum Berlin
Auftragsvergabe an querkraft architekten
Vor kurzem wurde offiziell bekannt gegeben, wer das neue Eingangsgebäude des Deutschen Technikmuseums in Berlin realisieren soll. Ende 2023 war für die prominente Bauaufgabe am Gleisdreieckpark ein europaweiter Realisierungswettbewerb entschieden worden, bei dem auch ein Vorschlag für Aufsehen sorgte, der statt eines Neubaus für die Pflanzung eines Waldes plädierte. Im anschließenden Verhandlungsverfahren erteilte die BIM Berliner Immobilienmanagement den Auftrag für die Generalplanung an die ARGE um querkraft architekten aus Wien. Umgesetzt wird damit nicht der erstplatzierte Entwurf von Innauer Matt Architekten, sondern der zweitplatzierte.
Laut BIM überzeugt die Arbeit von querkraft mit Werner Sobek AG (Stuttgart), Gebäudetechnik Kainer (Rattersdorf) und Green4Cities (Wien) „nicht nur durch die architektonische Qualität, sondern auch durch funktionale und nachhaltige Aspekte“. Als „Tor zur Technik“ wird der Neubau betitelt. „Mit seiner architektonischen Geste ausgebreiteter Arme bekommen wir einen echten Hingucker“, lässt sich Museumsdirektor Joachim Breuninger zitieren.
Tatsächlich umfasst der geplante Baukörper von querkraft drei Arme, die als Gelenk für das auf mehrere Häuser verteilte Museum konzipiert sind. Ein Arm integriert mit Nutzungen wie Café und Shop ein rückwärtiges Bestandsgebäude. Zeichenhaften Charakter haben allerdings die zwei vorderen Arme, die parallel zum Tempelhofer Ufer eine raumhaltige Brücke zwischen dem kaiserzeitlichen Altbau und dem Haupthaus aus dem Jahr 2001 bilden. Endlich sei der Eingang ausreichend groß für die jährlich mehr als 700.000 Besucher*innen, so Breuninger. Auf dem Dach ist zudem ein begehbarer Park vorgesehen.
Die langgestreckte, einem hohen Hut ähnelnde Figur von Innauer Matt ist damit passé. Auf Nachfrage von BauNetz teilte das Bezauer Büro mit, dass Vertragsklauseln der Auftraggeberin nicht zu akzeptieren gewesen seien, weshalb es sein Angebot zurückgezogen hätte. Zu den Kosten machte die BIM keine neuen Angaben. Das Budget liegt nach wie vor bei 19,5 Millionen Euro brutto (KG 300–500). Mit der Fertigstellung rechnet das Technikmuseum nicht vor 2030. (mh)
Mich würde nicht wundern, wenn sich die Bauzeit nach einem sochen Start verdoppelt, weil die unterbezahlten Architekten in die Knie gehen.
Bei manchen Büros gibt es auch die Einstellung, dass man als 2. am VgV nicht teilnimmt. Und richtig, das wäre auch eine wichtige Aufgabe der Architektenkammern, gegen solche Verzerrungen zu arbeiten.
Ob einem der erste oder zweite Preis mehr gefällt ist dabei gar nicht so wichtig. (Ginge es nach mir wäre der 2. Preis im 1. RUndgang rausgefallen. Chance vertan, aber Berlin ist da ja gut drin.) Wozu der Aufwand mit Fachjury, Wettbewerb, Plänen und Ideen mit viel eingesetztem Geld, wenn am Ende die Verwaltung mit einer langen Punktematrix sich den ersten preis aussucht. Liebe Architektenkammern, macht bitte mal was für euer Geld und verhindert derartiges.
Wie funktioniert die Anbindung der Remise mit den Automobilen? Übers Spektrum doch sicherlich nicht, das zahlt man ja zusätzlich zum Technikmuseum. Warum ist der Haupteingang nicht barrierefrei? Die Frage mit der Kasse verstehe ich auch, aber vermutlich hat die Hälfte der Besucher in der Praxis sowieso ein Onlineticket und das wird erst beim Zugang zur Ausstellung kontrolliert. Nadelöhr ist im Technikmuseum sowieso bisher immer die Garderobe mit ihrem Essensbereich. Die Garderobe ist hier vermutlich ins Untergeschoss verschwunden. Da kann man sich beim Besuch im Naturkundemuseum mal ansehen, wie absurd und für Eltern letztlich kräftezehrend das ist. Ansonsten Zustimmung zu Hirschs Kommentar. Aber bitte in die Visualisierung noch die Poller eintragen, die die Besucher hindern, sich im Außenraum den Kopf zu stoßen...
in der schweiz ist es nicht besser... da gibts zwar viele wettbewerbe, es gewinnt aber ein NOCH kleinerer mischpooken-kreis, die sich die lukrativen projekte zuschieben... und ein riesenproblem: wenn der WBW gewonnen ist, ein Vorprojekt gemacht ist, kann "das Volk" das projekt in die länge ziehen oder beerdigen teils ohne nachvollziehbaren grund. teils werden projekte der öffentlichen Hand unter dem Radar der Öffentlichkeit weiterbearbeitet weil "die Politik" den richtigen Zeitpunkt abwarten muss bis man es in die Volksabstimmung gibt.... dies führt entweder zu sehr langen durststrecken, die sich nur die grossen büros leisten können oder zu viel arbeit und studienerstellung ohne honorar. ach ja: man hat jetzt geld für Projekte für JVA`s gekürzt und wartet, ohne quatsch, jetzt auf eine Situation wie in D vor der Wahl um es populärer zur Abstimmung zu bringen