Sommer, Palmen, Klimawandel
Architekturkongress in Palma de Mallorca
Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen veranstaltet alle zwei Jahre einen so genannten „Inselkongress“: eine internationale Architektentagung, zu der Vortragende und Teilnehmende in die beschauliche Abgeschiedenheit einer Insel lädt. Denn der „räumliche Abstand vom Arbeitsalltag“ trage erfahrungsgemäß erheblich dazu bei, so die Architektenkammer, „sich auch gedanklich auf unbekanntes Terrain zu wagen und sich neuen Eindrücken zu öffnen.“ Nachdem die Kongresse in früheren Jahren auf Lindau, Usedom und der Kanalinsel Jersey stattgefunden haben, wurde für das diesjährige Thema „Natur und gebaute Umwelt“ die Inselhauptstadt Mallorcas als Tagungsort gewählt.
Renommierte Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen werden dort über Umweltaspekte, Erderwärmung und den vagen Begriff der Nachhaltigkeit diskutieren; unter diesen Experten befinden sich neben den Architekten Armand Grüntuch und Almut Ernst, Manfred Hegger und Patxi Mangado (Navarra) auch Volker Hauff (Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung), Claudia Kemfert (Institut für Wirtschaftsforschung) oder der Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio. Ganz offensichtlich sollen die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit also auch aus den unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden – das Augenmerk liegt aber natürlich auf den ökologischen Herausforderungen für die Architektenschaft.
Zum Programm des Kongress können auch drei Bus- und Fußtouren gebucht werden, bei denen Kunst, Küste und Architektur der Insel erforscht werden. Die (architektonische) Vielfalt der Insehauptstadt, die Unterschiede zwischen Massentourismus und „Sanftem Tourismus“ und das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst sind dabei die Ziele.
Anmeldungen können ab jetzt über die Internetseite der Architektenkammer NRW abgegeben werden – man muss dazu übrigens nicht Kammermitglied in NRW sein. Bei der Flugbuchung würden wir jedoch dem Thema des Kongress entsprechend noch zusätzlich zum Kauf eines CO2-Ausgleichs raten.
Internationaler Architekturkongress 2009
„Natur und gebaute Umwelt – Herausforderung für Architekten und Stadtplaner“
Zeit: 10.-14. Juni 2009
Ort: Kongresszentrum Auditorium de Palma de Mallorca, Saal Mozart, Paseo Maritimo 18, 07014 Palma de Mallorca
Die meisten haben sich doch Jahrzehnte einen Dreck um Themen der Nachhaltigkeit gekümmert und unsere Umwelt mit ihren Ergüssen beschmutzt. Jetzt sind sie auferstanden aus Ruinen und bieten uns die Lösung an!
Wie die Politiker in der sog. Finanzkrise!!
Viel Spaß am Pool mit cava und tapas!
erst wollte ich gar keinen kommentar abgeben.
da sich aber immer mehr herausstellt, dass ich mit meiner meinung "so ein schwachsinn, kongeress auf mallorca" nicht alleine stehe, nun doch meine stellungnahme.
> > >
was soll bloß dieser unsinn? Man sollte meinen, die verantwortlichen kennen die angespannte situation vieler architekten.
nun also noch zusätzlich zum klimawandel flugreisen nach mallorca. warum nicht gleich zum ballermann?
ich bin enttäuscht über so wenig feingefühl.
eine großstadt und gerade düsseldorf, wärer da besser geeignet, den problemen unserer zeit ins auge zu schauen.
dieser kongress, nein danke!
klaus rolf mewes, düsseldorf
www.klausrolfmewes-architektur.com
www.architecture-art-studios.com
folgt man der Inselpolitik sollten die Vorträge auf Katalan gehalten werden ...
Da werden etliche Flieger um die halbe Welt in Bewegung gesetzt, um "renommierte Fachleute über Umweltaspekte, Erderwärmung und Nachhaltigkeit diskutieren und fragen zu lassen, vor welchen ökologischen Herausforderungen die Architektenschaft steht".
Schliesslich wird dem ganzen Wortgeklingel noch die (geschwollene)Krone aufgesetzt, dass Gelegenheit geboten wird, "über den Tellerrand der alltäglichen Aufgaben und Anforderungen hinaus zu blicken und das Thema Natur und gebaute Umwelt gedanklich intensiv zu durchdringen".
Ich bin der Meinung dass uns mehr geholfen ist, wenn jeder für sich in seinem ganz konkreten persönlichen Umfeld versucht, seinen Teil zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen beizusteuern; Möglichkeiten gibt es weiß Gott genug vor unserer eigenen Haustüre!
Das ist aber den meisten zu unbequem; statt dessen setzt es große Worte...