Eindeutiger erster Preis
Andreas Meck gewinnt Wettbewerb für Mensa in Garching
Der Wettbewerb für den Neubau der Mensa auf dem Campus Garching ist jetzt mit einem eindeutigen Ergebnis entschieden worden. Bei einer ersten Preisgerichtssitzung im Juli hatte die Jury noch keine Arbeit ohne maßgebliche Veränderung empfehlen wollen, sodass fünf Arbeiten der engeren Wahl in eine Bearbeitungsrunde gingen. Diese ist nun entschieden: Die Jury unter Vorsitz von Josef P. Meier-Scupin vergab keinen zweiten Preis, um die Vorrangstellung des ersten Preises zu verdeutlichen. Die Preisverteilung:
- 1. Preis: meck architekten gmbh, München
lohrer.hochrein landschaftsarchitekten bdla, München - ein 3. Preis: Burger Rudacs Architekten, München
OK Landschaft - Andreas Kicherer, München - ein 3. Preis: Auer + Weber + Assoziierte GmbH, München
Latz + Partner Landschaftsarchitekten, Kranzberg - Anerkennung: Ferdinand Heide Architekt BDA, Frankfurt
- Anerkennung: Staab Architekten GmbH, Berlin
Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Die Jury beurteilte den ersten Preis so: „Der Entwurf zeichnet sich einerseits durch seine integrative stadträumliche Haltung aus und andererseits überzeugt er durch eine kraftvolle, klare und raumstarke Architektursprache. Im Norden und Süden des Gebäudes befinden sich die beiden offenen Zugänge, die zu einer Art ‚Agora‘ als zweigeschossiges Atrium führen, dort erschließen sich die verschiedenen Nutzungsbereiche. Durch den mit einigen Bäumen versehenen Raum entsteht ein guter Eingangsbereich, der die Kraft hat, als Adresse der neuen Mensa zu fungieren.
Das Atrium durchdringt und gliedert diesen großen kraftvollen Raum und ermöglicht eine innenräumliche Verbindung zwischen den beiden Ebenen. Die Bäume als auch das Atrium bilden die neue Mitte der Mensa. Die nördlich und südlich vorgelagerten Freiräume geben viel Raum für studentische Aktivitäten.
In der Überarbeitung ist es den Entwurfsverfassern gelungen, die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Küchen- und des Ausgabebereichs nachzuweisen. Der experimentelle Charakter des Fassadenentwurfs wird begrüsst, wirft allerdings in der vorliegenden Form weiterhin technische und funktionale Fragen auf.“
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Der Bauherr glaubt, durch die nicht-Vergabe eines 2. Preises die Entscheidung eindeutiger zu machen. Das Gegenteil ist der Fall. Sie ist einzig der Tatsache geschuldet, das Dilemma an der sogenannten "Grünen Mitte" nicht zu wiederholen.
Überhaupt beweist das Staatliche Bauamt auf dem Campus keine glückliche Hand und verfällt in Schockstarre.
Angesichts der anderen Arbeiten eine schlappe, mutlose Entscheidung der Jury.
Zu den anderen Preisen fehlen einem wirklich alle Worte.