Bequem zu Fuß
Altersgerechtes Wohnen bei Luzern von Dolmus Architekten
Wie wohnen im Alter? Die Wohnbaugenossenschaft Stella Maris in Sempach im Kanton Luzern wurde 2014 gegründet, um sich dem Thema vor Ort anzunehmen. Da in Sempach trotz kräftigem Nachverdichten weiterhin ein hoher Bedarf an Wohnraum herrscht, wurde auf zwei nebeneinander liegenden Grundstücken Platz geschaffen und 2014 das Luzerner Büro Dolmus Architekten mit einem Neubau für altersgerechtes Wohnen beauftragt.
Das Projekt besteht aus zwei Volumina, die über einen gemeinsamen Zwischenraum die Eingangssituation definieren. Der fünfgeschossige, sogenannte Kopfbau beherbergt im Erdgeschoss einen Gemeinschaftsraum mit zugehörigem Gartenfreisitz. Etwas zurückversetzt von der Straße befindet sich das zweite, mit vier Geschossen etwas niedrigere, aber dafür breitere Volumen. Beide Baukörper sind als Sichtbetonbauten mit sandgestrahlter Fassade ausgeführt, die mittels horizontaler Fugen gegliedert wurde.
Die 15 Alterswohnungen sind auf die beiden Baukörper verteilt, es stehen Wohnungen mit 2,5 und 3,5 Zimmern zur Verfügung. Sie werden jeweils von drei Seiten belichtet und haben zwei Loggien. Die altersgerechte Eignung der Wohnungen zeigt sich an den breiten Treppen und einem geräumigen Lift. Die oberen Geschosse bieten sogar einen Blick aufs Wasser. Zwar nicht ganz das Mare, aber immerhin der Sempacher See.
Dolmus haben in Sempach bereits ein Betonensemble am Hexenturm gebaut, in dem neben Wohnungen auch eine Artztpraxis untergebracht ist. Insofern verwundert es nicht, dass die beiden Projekte optisch verwandt sind. Eine schöne Vorstellung ist es außerdem, dass die Senioren die 500 Meter von der Wohnung zur Städtlipraxis bequem zu Fuß zurücklegen können – von einem Sichtbetondoppelwürfel zum anderen. (tl)
Fotos: Aytac Pekdemir
Wer hat ein Flachdach an so einer empfindlichen Stelle - dem Stadteingang - genehmigt? Eine Bürgerbeteiligung gab's da offensichtlich nicht. Nichts gegen Kisten, aber hier muss ich meinen Vorrednern recht geben. Das hier ist städtebaulich ungekonnt. Wer daran zweifelt: bitte die Anwohner fragen, was die davon halten. Auch die sind wichtig. Gerade die. Die Innenräume sind gut, aber was nützt das den Stadtbewohnern? Ehrlich gesagt: Hoffentlich wird das bald wieder abgerissen.
Die Wohnungen erscheinen mir angenehm geräumig, jedoch in keinster Weise überdimensioniert. Ferner sind diese ja auch für betagtere Personen konzipiert, die evtl. eine Gehhilfe in Anspruch nehmen müssen. Platz ist doch kein Luxus, sondern ein Menschenrecht.
Leider nicht so leicht wie ein Luftballon. Eher Typus Bunker. Die Flakstellung der Vermögenden.
In diesem Fall wohl sehr reiche alte Personen mit ausgeprägtem Platzbedürfnis (außer um die Toilette). Natürlich hat jede Einheit auch noch ein Zimmer für das Pflegepersonal, Gäste oder "Kinder" um die 60. Ein etwas kritisches hinterfragen von der Redaktion hätte ich mir gewünscht. Wie so oft.
haben sie auch inhaltliche kommentare? nur mal so von echtem architekt zu echtem architekt mit zwischendrin gerne mal etwas zeit. und nein, ich bin KEIN assistent an der uni mit ZU viel zeit.....