Augustinum II
Altenwohnheim in Stuttgart eingeweiht
Auf dem Gelände der alten Stuttgarter Messe auf dem Killesberg hat der Architekt dere neuen Stuttgarter Messe, Tobias Wulf (Wulf & Partner), ein Altenwohnheim mit 300 Plätzen gebaut. Das „Augustinum II“ wurde kürzlich eingeweiht. Für das Gelände war zunächst ein Wettbewerb für eine Versuchswohnsiedlung im Sinne der benachbarten Weißenhofsiedlung durchgeführt worden. Diese Pläne wurden jedoch gekippt (zur Planungsgeschichte des Areals siehe BauNetz-Meldung vom 2. Juni 2008).
Die Architekten erläutern: „Leitidee ist das Erscheinungsbild einer offenen stark durchgrünten Bauweise. Die städtebauliche Korngröße und die Höhenentwicklung sind aus den in der Umgebung vorhandenen Gebäuden hergeleitet. Die Neubauten vermeiden große Längen mit Riegelwirkung um eine größtmögliche optische Durchlässigkeit zu erreichen. Zudem staffelt sich die Bebauung nach Norden und vor allem nach Osten hin höhenmäßig herunter. Auf diese Weise wird ein maßstäblicher Übergang zur südöstlich liegenden Wohnbebauung angestrebt. Die Neubauten nehmen auch die Einzelhausstruktur der Weißenhofsiedlung im weiteren Sinne auf.
Das Bauvolumen ist auf vier Zwillingskuben aufgeteilt, die in der Höhe abgestaffelt sind. Sie reichen von max. acht Geschossen bis zu fünf Geschossen im östlichen Bereich. Die Gartenanlage ist im Stil eines Landschaftsgartens angelegt – mit eingestellten artifiziellen Elementen wie Häusern, Tiefhöfen, Hecken, Lauben, usw. Das Geländegefälle von West nach Ost wird in drei ‚Terrassen‘ verarbeitet, die baulich gefasst sind.“
Fotos: Steffen Vogt, Archigraphie, Stuttgart
Meine wöchentlichen Besuche des Killesberg- Parks ziehen seit der Erstellung dieser "Klötze"
keine - Erbauung - mehr nach sich.
Bedenke: Die Nachbarschaft ist d e r Weißenhof!
Ein umgesetzter Wettbewerbsentwurf, auf den
die Preisrichter nicht "verzichten" konnten oder wollten....?
Das hat der Killesberg nicht nötig gehabt, geschweige denn verdient!
Arme (reiche) Alte.
Stuttgart hat schon seit längerer Zeit Probleme
mit guter Architektur.
Diese Architektur, an dieser Stelle, tut besonders weh!
Die weitere Zer- und Zubauung des Killesbergs ist schon im Gange.
Es gilt das Prinzip: Hoffnung.
Für eine große Auftragssumme wird hier die Architektur zu einer käuflichen Dienstleistung, es fehlt nur an dem lustvollen Stöhnen. War nicht im Honorar enthalten.
Das Konzept und die architekt. Umsetzung scheint gelungen - ganz anders wird mir jedoch bei "städtebaulichen Korngrößen", "höhenmäßiger Herunterstaffelung" und "in der Höhe abgestaffelten Zwillingskuben". Da kann man nur bitten: Schuster, bleib bei deinen Leisten...