Bewegung im Rohbau
Achtsamkeitsstudio in Berlin-Mitte
Bewegung im Rohbau
Achtsamkeitsstudio in Berlin-Mitte
In Berlin-Mitte hat mit dem ANTI Space ein Ort der Entschleunigung eröffnet. Im Wohn- und Atelierhaus Brunnenstraße 9 von Arno Brandlhuber bringt das Studio Bewegung, Achtsamkeit und Berliner Gegenwartsarchitektur zusammen. Flexible Möbel von Noah unterstützen die Nutzungsoffenheit.
ANTI versteht sich als ganzheitliches Refugium für Körper und Geist. Yoga, Pilates, Personal Training, Eisbaden, individuelle Treatments und Community-Events bilden ein Programm, das auf Vielstimmigkeit setzt. Entsprechend wandelbar mussten auch die räumlichen Voraussetzungen gedacht werden. Statt klassischer Studioarchitektur trifft man auf einen Raum, der seine Nutzung nicht vorgibt, sondern ermöglicht.
Architektur als offenes System
Das Gebäude in der Brunnenstraße 9 ist dafür ein idealer Resonanzraum. Brandlhubers Architektur ist geprägt von sichtbarem Beton, rohen Oberflächen und einer konsequenten Offenheit der Grundstruktur. Decken, Böden und Wände bleiben unverkleidet, Installationen sichtbar, Übergänge fließend. Die Architektur verzichtet auf atmosphärische Eindeutigkeiten und gewinnt dadurch an interpretatorischer Freiheit.
Architektur als offenes System
Das Gebäude in der Brunnenstraße 9 ist dafür ein idealer Resonanzraum. Brandlhubers Architektur ist geprägt von sichtbarem Beton, rohen Oberflächen und einer konsequenten Offenheit der Grundstruktur. Decken, Böden und Wände bleiben unverkleidet, Installationen sichtbar, Übergänge fließend. Die Architektur verzichtet auf atmosphärische Eindeutigkeiten und gewinnt dadurch an interpretatorischer Freiheit.
Flexible Möbel für einen wandelbaren Ort
Die räumliche Offenheit prägt auch die Atmosphäre des ANTI Space – und setzt sich in der Ausstattung fort. Eine zentrale Rolle spielen dabei die modularen Möbel von Noah. Die Sitz- und Sofaelemente passen zu den unterschiedlichen Anforderungen des Studios und lassen sich je nach Situation neu konfigurieren: als großzügige Sofalandschaft für gemeinsames Ankommen, als einzelne Module für kleinere Gruppen oder als ruhige Inseln zwischen den Trainingseinheiten. Die subtilen Grüntöne der Polster setzen einen fast pflanzlich anmutenden Akzent innerhalb der rohen Betonarchitektur. Sie ergänzen die Materialität des Gebäudes auf zurückhaltende Weise. Für die Gestelle wurde ein spezieller RAL-Ton gewählt, der die Möbel zusätzlich in die architektonische Gesamtwirkung integriert.
Zwischen Training und Gemeinschaft
Auch das Trainingsequipment folgt diesem Ansatz. Die Geräte sind sichtbar Teil des Raums, nicht in Nebenbereiche ausgelagert. Holz, Metall und Leder stehen im Kontrast zur Betonarchitektur, ohne mit ihr zu konkurrieren. Zwischen den einzelnen Programmpunkten entstehen informelle Begegnungen. Die Möbel laden zum Verweilen ein, Gespräche ergeben sich beiläufig, Community wird räumlich unterstützt, ohne explizit eingefordert zu werden.
Die räumliche Offenheit prägt auch die Atmosphäre des ANTI Space – und setzt sich in der Ausstattung fort. Eine zentrale Rolle spielen dabei die modularen Möbel von Noah. Die Sitz- und Sofaelemente passen zu den unterschiedlichen Anforderungen des Studios und lassen sich je nach Situation neu konfigurieren: als großzügige Sofalandschaft für gemeinsames Ankommen, als einzelne Module für kleinere Gruppen oder als ruhige Inseln zwischen den Trainingseinheiten. Die subtilen Grüntöne der Polster setzen einen fast pflanzlich anmutenden Akzent innerhalb der rohen Betonarchitektur. Sie ergänzen die Materialität des Gebäudes auf zurückhaltende Weise. Für die Gestelle wurde ein spezieller RAL-Ton gewählt, der die Möbel zusätzlich in die architektonische Gesamtwirkung integriert.
Zwischen Training und Gemeinschaft
Auch das Trainingsequipment folgt diesem Ansatz. Die Geräte sind sichtbar Teil des Raums, nicht in Nebenbereiche ausgelagert. Holz, Metall und Leder stehen im Kontrast zur Betonarchitektur, ohne mit ihr zu konkurrieren. Zwischen den einzelnen Programmpunkten entstehen informelle Begegnungen. Die Möbel laden zum Verweilen ein, Gespräche ergeben sich beiläufig, Community wird räumlich unterstützt, ohne explizit eingefordert zu werden.
Haus mit Geschichte und Gegenwart
Dass ANTI ausgerechnet in diesem Gebäude seinen Ort gefunden hat, ist ein Glücksfall. Das Projekt Brunnenstraße 9 steht exemplarisch für eine Architektur, die Nutzungsoffenheit, Aneignung und Transformation räumlich verankert. Was einst als Abkehr von normativer Stadtästhetik und als radikaler Gegenentwurf zur eher mutlosen Berliner Baupraxis der Nachwendejahrzehnte gelesen wurde, erweist sich heute als erstaunlich anschlussfähig.
Die offenen Grundrisse und die bewusste Unfertigkeit ermöglichen neue Nutzungen, ohne die Architektur zu verbiegen. Der ANTI Space macht sichtbar, wie zeitgemäß das Haus auch Jahre nach seiner Fertigstellung geblieben ist. Bewegung, Achtsamkeit und Architektur treten dort in ein Gleichgewicht, das weder museal noch modisch wirkt.
Dass ANTI ausgerechnet in diesem Gebäude seinen Ort gefunden hat, ist ein Glücksfall. Das Projekt Brunnenstraße 9 steht exemplarisch für eine Architektur, die Nutzungsoffenheit, Aneignung und Transformation räumlich verankert. Was einst als Abkehr von normativer Stadtästhetik und als radikaler Gegenentwurf zur eher mutlosen Berliner Baupraxis der Nachwendejahrzehnte gelesen wurde, erweist sich heute als erstaunlich anschlussfähig.
Die offenen Grundrisse und die bewusste Unfertigkeit ermöglichen neue Nutzungen, ohne die Architektur zu verbiegen. Der ANTI Space macht sichtbar, wie zeitgemäß das Haus auch Jahre nach seiner Fertigstellung geblieben ist. Bewegung, Achtsamkeit und Architektur treten dort in ein Gleichgewicht, das weder museal noch modisch wirkt.
