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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-3XN_in_Sydney_8059008.html

18.10.2022

Aufgestocktes Bürohochhaus

3XN in Sydney


Nachhaltigkeit spielte bei der Auswahl der Finalisten für den diesjährigen Internationalen Hochhaus Preis des Deutschen Architekturmuseums DAM eine maßgebliche Rolle. Diesem Kriterium wird insbesondere das in Sydney lokalisierte Projekt Quay Quarter Tower gerecht, das der Investmentmanager AMP Capital nach einem internationalen Wettbewerb 2014 beim Kopenhagener Büro 3XN in Auftrag gab. Denn der kürzlich fertiggestellte Büroturm integriert zum großen Teil die Tragstruktur des Vorgängergebäudes AMP Centre – ein in den 1970er Jahren errichtetes Hochhaus, ebenfalls mit Büronutzung, das den gegenwärtigen Ansprüchen nicht mehr genügte.

Statt Abriss also Erweiterung: Laut Angaben der Architekt*innen blieben 65 Prozent der ursprünglichen Struktur – darunter Stützten, Balken und Decken – sowie 95 Prozent des Gebäudekerns erhalten. Dadurch wurden im Vergleich zu einem Neubau circa 7.300 Tonnen Kohlenstoff eingespart. Mittels Aufstockung und Erweiterung des existierenden Grundrisses entstanden 45.000 Quadratmeter zusätzliche Geschossfläche.

49 Stockwerke, 206 Meter Höhe, 102.000 Quadratmeter Fläche sind die neuen Eckdaten des Baus in Sydneys zentralem Geschäftsviertel Circular Quay Area. Seine scharfkantige Kubatur setzt sich aus fünf gestapelten und leicht verschobenen Volumina zusammen. Die Nordfassade fächert sich mit zunehmender Höhe nach Osten hin auf, sodass sich ein Panoramablick auf die Royal Botanic Gardens und das Opernhaus eröffnet.

Innerhalb der fünf Gebäudeteile sind die einzelnen Etagen durch mehrgeschossige Atrien mit spiralförmigen Treppen miteinander verbunden. Sie sollen als soziale Treffpunkte und Gemeinschaftsräume für die Nutzer*innen der einzelnen Teile dienen. Durch die Drehung des Turms entstanden zudem eine Reihe von Außenterrassen, die direkt von den Atrien zugänglich sind. Leicht auskragende Module, die sich rasterförmig über die Glasfassaden legen, reduzieren die Sonneneinstrahlung um bis zu 30 Prozent, sodass auf interne Jalousien verzichtet werden konnte. (da)

Fotos: Adam Mørk, Phil Noller

BauNetz ist Medienpartner des Internationalen Hochhaus Preises 2022/23. Mehr Info unter: www.international-highrise-award.com


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