SEZ-Abriss wieder ausgeschrieben
Kurznachricht vom 25.09.2026
Es ist gerade einmal einen Monat her, dass die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft WBM die Ausschreibung für den Totalabriss des Sport- und Erholungszentrums SEZ in Berlin zurückgezogen hat. Nun ist die Ausschreibung, kurz nach der Wahl, wieder aufgetaucht. Was war noch einmal davor passiert? Im Juli 2025 war der Entwurf von Stefan Forster Architekten in einem Konkurrenzverfahren ausgewählt worden. Nach Abschluss der darauf basierenden Machbarkeitsstudie erwirkte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg im Februar 2026 jedoch einen Abrissstopp und setzte sich für den Erhalt des Bestandsgebäudes ein. Eine vom Bezirksamt beauftragte Plausibilisierung bestätigte vor zwei Wochen, dass der Erhalt der wichtigen DDR-Freizeitarchitektur und zusätzlicher Wohnungsbau grundsätzlich vereinbar seien. Das Bündnis „SEZ-Quartier neu denken“ fordert, das Vergabeverfahren zu stoppen und damit den Erhalt zu sichern. Die WBM setze ihr bisheriges Abrissvorhaben fort, als hätten weder die Abwahl von Schwarz-Rot noch die fachliche Debatte der vergangenen Monate stattgefunden, heißt es in einer Pressemitteilung. Für den vollständigen Abriss des SEZ gebe es weder eine fachliche Notwendigkeit noch eine erkennbare politische Mehrheit, so das Bündnis. (dsm)