Bekenntnis zum Bauhaus
Kurznachricht vom 21.08.2026
Als „Irrweg der Moderne“ und Ausdruck von „Identitätslosigkeit“ bezeichnet die AfD das heute zum UNESCO-Welterbe zählende Bauhaus und droht unter anderem damit, bei einem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt der Stiftung Bauhaus Dessau die Fördermittel zu kürzen. Wenige Tage vor der entscheidenden Landtagswahl macht nun ein Manifest die Runde, das dazu aufruft, das Bauhaus gegen populistische Angriffe zu verteidigen. Initiiert wurde das Papier, das ein „Zeichen für Freiheit, Offenheit und Kreativität“ setzen will, von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos). „Wir sind stolz auf das Bauhaus. Es hat gesellschaftspolitisch gewirkt und die ästhetische Moderne weltweit bereichert“, heißt es darin. Zahlreiche Verbände und Institutionen aus Kultur, Design, Handwerk, Architektur sowie Kirchen haben das Manifest bereits unterzeichnet, darunter die Bundesarchitektenkammer, die Akademie der Künste, die Deutsche UNESCO-Kommission und der Deutsche Städtetag. Wer das Manifest unterstützen möchte, kann sich hier anschließen. (da)