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01.03.2013

Goldenes Auge

Verkehrsknotenpunkt in Graz eröffnet


Sie blieben im Zeitrahmen und innerhalb des veranschlagten Budgets: Zechner & Zechner (Wien) konnten kürzlich die Eröffnung der sogenannten Nahverkehrsdrehscheibe am Grazer Hauptbahnhof feiern.

In zwei Jahren Bauzeit ist sowohl an der Oberfläche wie auch im Untergrund viel passiert. Die Hauptmaßnahme war, die Straßenbahntrassen von vier Linien unter die Erde zu verlegen; sie sind jetzt direkt mit dem Bahnhof verbunden. Die Haltestelle verschwindet aber nicht im Dunklen, sondern ist nach oben offen. So kann die Station natürlich belüftet und belichtet und im Notfall ohne zusätzliche Einrichtungen entraucht werden.

Durch die Sichtverbindungen zur Oberfläche ist eine bessere Orientierung möglich. Die Wartebereiche sind dennoch wettergeschützt. Die Wand- und Deckenflächen sind mit Faserbetonplatten verkleidet, die ein grafisches Muster in vier Grautönen aufweisen. Die Knicke und Streifen wirken, als sei die Station aus der Erde geschnitten worden. Das Streifenmuster setzt sich in der Gestaltung des oberirdischen Platzes fort.

Durch das Versenken der Station konnte der bisher eher unaufgeräumte Bahnhofsvorplatz deutlich aufgewertet werden. Er ist von den Landschaftsarchitekten 3zu0 mit schollenartigen Beeten und einer leicht hügeligen Topografie versehen worden.

Das markanteste Zeichen für die Neugestaltung ist aber ein ovales Ringdach, dass den geschützen Übergang zur eigentlichen Bahnhofshalle ermöglicht. „Golden Eye“ nennen es die Grazer. Das rund 3.000 Quadratmeter große Dach liegt auf Rundrohren, die durch ein stählernes „Rückgrat“ und radiale Spanten verbunden werden. Die Konstruktion konnte im Werk vorgefertigt werden, was die Montage auf der engen Baustelle beschleunigt hat. An der Unterseite des Daches spiegeln sich die Plasterung des Wegs und die Bewegungen der Passanten wie in einem auf den Kopf gestellten Film.

Die neue Gestaltung des Grazer Hauptbahnhofs zeigt schon jetzt städtebauliche Auswirkungen und gilt als Initialzündung für die weitere Entwicklung des Gebiets.

Fotos: Thilo Härdtlein


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