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23.01.2014

Das Wohnen soll Spuren zeigen

Drei junge Architektinnen bauen Haus in Vorarlberg


Normalerweise baut eine Familie ein Haus, wenn die Kinder klein sind. Hier hat ein – frisch pensioniertes – Paar erst gebaut, als die Kinder schon aus dem Haus waren. Theresa Häfele hat als Projektleiterin im jungen Wiener Büro miss_vdr architektur zusammen mit Matthäa Ritter und Julia Nuler dieses „Gebäude als Landschaft“ für ihre Eltern entworfen. Es steht in Sulz (Vorarlberg).

Die drei Büroinhaberinnen, die ihrem Namen jeweils ein „Miss“ voranstellen, erläutern: „Der Hangverlauf bleibt in seiner ursprünglichen Form gewahrt. Der Baukörper dreht sich leicht aus der Flucht, um sich so vom Gegenüber der Schweizer Berge zu emanzipieren. Durch das Glaseck sieht man in die Weite Richtung Bodensee. Der metallisch schimmernde Baukörper ist natürlicher Verwitterung ausgesetzt. Die Veränderung der Oberfläche durch die Einwirkung der Elemente ist erwünscht.

Wenige Stufen führen nach oben und nach unten, monolithische Kerne werden von dieser fließenden Bewegung umspült. Die Kerne aus Stahlbeton werden für Nasszellen und Nebenräume genutzt, zudem beinhalten sie auch die gesamte Haustechnik. So wurden die Wohnräume aus Holz davon vollkommen freigespielt.“

Tatsächlich sind die Räume holzvertäfelt, mit „Fichte in Industriesortierung“, einem „handwarmen Stoff, betont unperfekt“. Dagegen setzen die Architektinnen viel Metall, das durch die galvanisierte Oberfläche einen samtenen Anstrich erhalte. „Wechsel, Spannung und keine Angst vor Berührung – das Wohnen soll Spuren zeigen“, sagt Theresa Häfele.

In den Außenräumen bilden Betonwände Hofsituationen aus: „Blicke nach außen, die nicht schweifen, sondern im definierten Raum verweilen. Dagegen besticht der Wohnraum ganz durch eine großzügige Fernsicht.“ Der schlanke Pool soll in seiner länglichen Ausformulierung einem großen Wassertrog gleichen. Optisch und statisch ist er ein eigenständiger Betonbaukörper. „Direkt am Haus situiert, bringt er die Qualität des Wassers ins Haus“, sagen die Architektinnen.

Fotos: Severin Wurnig


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