Lederer + Ragnarsdóttir + Oei
Kornbergstraße 36
D-70176 Stuttgart
T +49 (0) 711 22 55 06 0
F +49 (0) 711 22 55 06 22
mail@archlro.de
Kornbergstraße 36
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Staatstheater, Darmstadt
Hessisches Staatstheater in Darmstadt
Theaterprovisorium in der Tiefgarage 2003-2006
Um den Spielbetrieb während notwendiger Sanierungsmaßnahmen aufrecht zu erhalten, war zunächst an dessen Auslagerung an einen anderen Ort oder die Anmietung eines Theaterzelts gedacht.
Beim Nachdenken über die damit verbundenen Nachteile - verlorene Kosten und logistische Schwierigkeiten für Mitarbeiter und Besucher - kamen die Architekten auf den Gedanken, in Teilen der Tiefgarage und den unterirdischen Zufahrten eine provisorische Spielstätte einzurichten. Diese kann langfristig, wenn kleines und großes Haus im Jahre 2007 den Spielbetrieb wieder aufnehmen, als Werkstatttheater weiter genutzt werden.
Mit dem Einrichten des Provisoriums wurde nicht nur mehr Licht in die „verratzte“ Unterwelt der Garagenebene gebracht, vielmehr konnte die gesamte Eingangssituation mit Pforte und Mitarbeiterzugang aus dem Dunkel des Untergeschosses zur Straße hin verlegt und zusätzliche Lagerflächen bereitgestellt werden. (Wegen der Sanierung müssen bisherige Lagerräume im Innern des Theaters aufgegeben werden.)
Für diese Umnutzung durfte nur so viel Geld ausgeben werden wie für die Anmietung eines Theaterzeltes veranschlagt war. Es handelt sich also um ein „Low-Budget“-Projekt. Zwischen den Stützen und restlichen Wandscheiben wurde mit Leichtbetonsteinen ausgemauert, die aus licht- und schallschutztechnischen Gründen mit einer Schale aus Glasbausteinen außenseitig verkleidet wurden. Im Theaterraum wurden die Mauersteine aus akustischen Gründen sichtbar belassen. Ein umlaufender Beleuchtersteg ermöglicht den Spielbetrieb an allen Stellen des Raumes. Das Foyer wurde dunkelbraun lackiert, eine große Sitznische (Spitzname „Schweinebucht“) und ein verschließbarer Kassenraum wurden rosa herausgestrichen.
Unter Einbeziehung der bestehenden Treppenaufgänge wurde auf der alten Zwischenebene eine Bar eingebaut. Dieser Bereich ist zum doppelt hohen Foyer geöffnet und knallrot lackiert. Zur Ausleuchtung wurden drei Kronleuchter aus Roheisen gebastelt, unzweideutiger Teil der provisorischen Maßnahme.
Bauherr: Hessisches Baumanagement, Regionalniederlassung Süd, Zeughausstr. 2-4, 64283 Darmstadt
Architekten: Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei, Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter: Thilo Holzer, Björn Barkemeyer, Ulrike Hautau, Tania Ost, Matthias Schneider, Markus Schwarzbach, Andrea Stahl, Michael Müller, Katrin Merk, Wolfram Sponer
Projektmanagement: DU-Diederichs, Wuppertal
Baukosten (gesamt): 70 Mio Euro
Bauzeit: 2003-2006
Standort: Georg-Büchner-Platz 1, 64283 Darmstadt
Theaterprovisorium in der Tiefgarage 2003-2006
Um den Spielbetrieb während notwendiger Sanierungsmaßnahmen aufrecht zu erhalten, war zunächst an dessen Auslagerung an einen anderen Ort oder die Anmietung eines Theaterzelts gedacht.
Beim Nachdenken über die damit verbundenen Nachteile - verlorene Kosten und logistische Schwierigkeiten für Mitarbeiter und Besucher - kamen die Architekten auf den Gedanken, in Teilen der Tiefgarage und den unterirdischen Zufahrten eine provisorische Spielstätte einzurichten. Diese kann langfristig, wenn kleines und großes Haus im Jahre 2007 den Spielbetrieb wieder aufnehmen, als Werkstatttheater weiter genutzt werden.
Mit dem Einrichten des Provisoriums wurde nicht nur mehr Licht in die „verratzte“ Unterwelt der Garagenebene gebracht, vielmehr konnte die gesamte Eingangssituation mit Pforte und Mitarbeiterzugang aus dem Dunkel des Untergeschosses zur Straße hin verlegt und zusätzliche Lagerflächen bereitgestellt werden. (Wegen der Sanierung müssen bisherige Lagerräume im Innern des Theaters aufgegeben werden.)
Für diese Umnutzung durfte nur so viel Geld ausgeben werden wie für die Anmietung eines Theaterzeltes veranschlagt war. Es handelt sich also um ein „Low-Budget“-Projekt. Zwischen den Stützen und restlichen Wandscheiben wurde mit Leichtbetonsteinen ausgemauert, die aus licht- und schallschutztechnischen Gründen mit einer Schale aus Glasbausteinen außenseitig verkleidet wurden. Im Theaterraum wurden die Mauersteine aus akustischen Gründen sichtbar belassen. Ein umlaufender Beleuchtersteg ermöglicht den Spielbetrieb an allen Stellen des Raumes. Das Foyer wurde dunkelbraun lackiert, eine große Sitznische (Spitzname „Schweinebucht“) und ein verschließbarer Kassenraum wurden rosa herausgestrichen.
Unter Einbeziehung der bestehenden Treppenaufgänge wurde auf der alten Zwischenebene eine Bar eingebaut. Dieser Bereich ist zum doppelt hohen Foyer geöffnet und knallrot lackiert. Zur Ausleuchtung wurden drei Kronleuchter aus Roheisen gebastelt, unzweideutiger Teil der provisorischen Maßnahme.
Bauherr: Hessisches Baumanagement, Regionalniederlassung Süd, Zeughausstr. 2-4, 64283 Darmstadt
Architekten: Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei, Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter: Thilo Holzer, Björn Barkemeyer, Ulrike Hautau, Tania Ost, Matthias Schneider, Markus Schwarzbach, Andrea Stahl, Michael Müller, Katrin Merk, Wolfram Sponer
Projektmanagement: DU-Diederichs, Wuppertal
Baukosten (gesamt): 70 Mio Euro
Bauzeit: 2003-2006
Standort: Georg-Büchner-Platz 1, 64283 Darmstadt
Salem International Collegein Überlingen 1997-2000
Auf einem herrlichen Grundstück, das teilweise den Blick auf den Bodensee freigibt, konnten wir die Anlage für ein neues Internat der Schule Schloss Salem entwickeln. Es handelt sich dabei in einer ersten Stufe um ein Zentrumsgebäude, das Aula, Speisesaal, Bibliothek und Verwaltung beherbergt, ein Unterrichts-
gebäude, sowie einer für die Schüler und Lehrer konzipierten Wohnanlage aus Reihenhäusern, die eine gemeinsame Gasse bilden. (Die Schüler des Colleges sind zwischen 16 und 19 Jahre alt.)
Der städtebauliche Entwurf orientiert sich an dem Gedanken der "Polis". Wichtig war uns die Gestaltung der Zwischenräume, Wege und Plätze, die die wesentlichen Orte von Begegnung und sozialem Austausch darstellen.
Das Zentrum liegt im Schwerpunkt des Grundstückes und ist sehr plastisch und geschlossen geplant. Die ansteigenden Sitzreihen der Aula folgen dem natürlichen Verlauf des Geländes. Zwischen dem Zuschauerraum mit Bühne und dem talseitigen Hof im Freien befindet sich die Theaterwerkstatt. Die Mensa, die sich mit ihrer großflächigen Verglasung zum Tobel öffnet, spannt sich wie eine Brücke über diesen Bereich. Wie die Mensa bietet auch die darüberliegende Bibliothek den Schülern den Ausblick auf den See. Bei warmer Witterung kann das Auladach zusätzlich als Lesehof genutzt werden.
Auch die Wohnhäuser sind monolithisch gestaltet. Zwischen Wohngebäuden und Zentrum liegt die lange "Schlange" des Unterrichtsgebäudes. Dieses ist im Gegensatz zu den anderen Häusern sehr leicht gebaut.
Die gesamte Anlage hat einen hohen ökologischen Standard, der Teil des pädagogischen Lehrplanes ist. Deshalb war das Internat im Rahmen der EXPO 2000 als Projekt zu besichtigen.
Der Ort verlangt, ähnlich wie unsere Schule in Ostfildern, eine prägende Architektur. Deshalb haben wir auch hier, beim Zentrum und den Wohngebäuden einen Ziegelstein mit grober Verfugung verarbeitet. Dagegen wirkt das Unterrichtsgebäude, der Ort des Lernens und der Wissensvermittlung, wegen der weiß lackierten Holzkonstruktion hell, leicht und transparent - fast wie im Urlaub.
Bauherr:
Schule Schloss Salem
Vertreten durch Dr. Bernhard Bueb
Architekten:
Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter:
Sabine Birk, Cornelia Hund, Marko Garcia-Barth, Christian Kaiser, Marc Losch, Alexander Mayer-Steudte
Tragwerksplanung:
WFPH (Wenzel, Freese, Pörtner, Haller), Karlsruhe
Baukosten: 35 Mio Euro (Gesamtbudget 1. Bauabschnitt)
Baugrundstück: 100.000 qm (10 ha)
Bauzeit: 1997-2000
Eingeladener Wettbewerb: 12 Teilnehmer
Entscheidung April 1996
(Wettbewerbe aktuell, Heft 05 / 1996)
Überarbeitung LRO ab April 1997
Standort:
Kurt-Hahn-Straße, Nördlich Härlen, 88662 Überlingen
gebäude, sowie einer für die Schüler und Lehrer konzipierten Wohnanlage aus Reihenhäusern, die eine gemeinsame Gasse bilden. (Die Schüler des Colleges sind zwischen 16 und 19 Jahre alt.)
Der städtebauliche Entwurf orientiert sich an dem Gedanken der "Polis". Wichtig war uns die Gestaltung der Zwischenräume, Wege und Plätze, die die wesentlichen Orte von Begegnung und sozialem Austausch darstellen.
Das Zentrum liegt im Schwerpunkt des Grundstückes und ist sehr plastisch und geschlossen geplant. Die ansteigenden Sitzreihen der Aula folgen dem natürlichen Verlauf des Geländes. Zwischen dem Zuschauerraum mit Bühne und dem talseitigen Hof im Freien befindet sich die Theaterwerkstatt. Die Mensa, die sich mit ihrer großflächigen Verglasung zum Tobel öffnet, spannt sich wie eine Brücke über diesen Bereich. Wie die Mensa bietet auch die darüberliegende Bibliothek den Schülern den Ausblick auf den See. Bei warmer Witterung kann das Auladach zusätzlich als Lesehof genutzt werden.
Auch die Wohnhäuser sind monolithisch gestaltet. Zwischen Wohngebäuden und Zentrum liegt die lange "Schlange" des Unterrichtsgebäudes. Dieses ist im Gegensatz zu den anderen Häusern sehr leicht gebaut.
Die gesamte Anlage hat einen hohen ökologischen Standard, der Teil des pädagogischen Lehrplanes ist. Deshalb war das Internat im Rahmen der EXPO 2000 als Projekt zu besichtigen.
Der Ort verlangt, ähnlich wie unsere Schule in Ostfildern, eine prägende Architektur. Deshalb haben wir auch hier, beim Zentrum und den Wohngebäuden einen Ziegelstein mit grober Verfugung verarbeitet. Dagegen wirkt das Unterrichtsgebäude, der Ort des Lernens und der Wissensvermittlung, wegen der weiß lackierten Holzkonstruktion hell, leicht und transparent - fast wie im Urlaub.
Bauherr:
Schule Schloss Salem
Vertreten durch Dr. Bernhard Bueb
Architekten:
Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter:
Sabine Birk, Cornelia Hund, Marko Garcia-Barth, Christian Kaiser, Marc Losch, Alexander Mayer-Steudte
Tragwerksplanung:
WFPH (Wenzel, Freese, Pörtner, Haller), Karlsruhe
Baukosten: 35 Mio Euro (Gesamtbudget 1. Bauabschnitt)
Baugrundstück: 100.000 qm (10 ha)
Bauzeit: 1997-2000
Eingeladener Wettbewerb: 12 Teilnehmer
Entscheidung April 1996
(Wettbewerbe aktuell, Heft 05 / 1996)
Überarbeitung LRO ab April 1997
Standort:
Kurt-Hahn-Straße, Nördlich Härlen, 88662 Überlingen
Schule und Sporthalle im Scharnhauser Parkin Ostfildern 1996-1999 / 2000-2002
Schulhaus und Sporthalle sind Teil einer neuen Stadt, die zur Zeit auf einem ehemaligen Kasernenareal entsteht. Die Anlage bildet den Stadtrand nach Nordosten. Dort wird der Siedlungsrand durch die gerundete Form der Sporthalle geprägt. Auf der anderen Seite ordnet sich das Schulgebäude in die rechtwinklige Struktur der bestehenden Kasernenbauten ein. Grundriss und Schnittführung entsprechen dem Charakter der strengen Strassenräume.
Zwischen Sporthalle und Schulgebäude liegt der Pausenhof. Seine Fassung und Eigenart erhält er durch die plastisch geformte Westseite der Halle, wie auch der markanten Freitreppe, die nach Süden abfällt. Von dort hat man einen schönen Blick über die Stadt und die weitere Landschaft.
Das Gebäude ist zum Großteil aus Ziegeln errichtet.
Die grobe Verfugung ist dabei ein wesentliches gestalterisches Merkmal. Neue und vorhandene Baukörper der dahinter liegenden Stadtbereiche erhalten von der Schule und der Sporthalle eine deutlich spürbare Begrenzung, die sich als Stadtmauer deuten lässt - nicht als historisierendes, sondern als selbstverständliches Mittel, das mit dem Bild der Mauer spielt.
Die Gliederung der Innenräume, die das Motiv von Straße und Haus weiterführt, arbeitet mit der gleichen Materialisierung: Auch hier sind die Oberflächen aus Ziegel, Stürze und Träger aus sägerauhem Stahlbeton.
Alle Fensteröffnungen sind nur so groß dimensioniert, wie sie zur Ausnutzung des Tageslichtes tatsächlich benötigt werden. Dadurch wird der Anteil der gemauerten Fassade relativ hoch, das Gebäude wirkt solide und körperhaft umschlossen.
Dieses klare Erscheinungsbild ist keineswegs nur ästhetisch motiviert, vielmehr spiegeln sich in ihm die vielfältigen Vorteile einer zweischaligen Ziegelfassade gegenüber einer Glasfassade wider: Deutlich geringere Kosten, höhere Speicherkapazität, weitaus höherer Dämmwert und längere Haltbarkeit.
Bauherr:
SEG Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft Ostfildern mbH
Architekten:
Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter:
Judith Haas, Alexander Mayer-Steudte, Eva Caspar (Projektleitung), Ulrike Hautau, Cornelia Hund, Pia Elser, Marco Garcia-Barth, Pia Elser, Volker Hahn, Markus Horn, Tanja Pfahler, Annette Strauss, Daniel Trepte, Eva Wanner
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Müller + Müller, Ostfildern
Baukosten (gesamt): 22,5 Mio EUR
Bauzeit: 1996-1999 (1.BA) / 2000-2002 (2.BA)
Standort: Gerhard-Koch-Straße 6, 73760 Ostfildern
Zwischen Sporthalle und Schulgebäude liegt der Pausenhof. Seine Fassung und Eigenart erhält er durch die plastisch geformte Westseite der Halle, wie auch der markanten Freitreppe, die nach Süden abfällt. Von dort hat man einen schönen Blick über die Stadt und die weitere Landschaft.
Das Gebäude ist zum Großteil aus Ziegeln errichtet.
Die grobe Verfugung ist dabei ein wesentliches gestalterisches Merkmal. Neue und vorhandene Baukörper der dahinter liegenden Stadtbereiche erhalten von der Schule und der Sporthalle eine deutlich spürbare Begrenzung, die sich als Stadtmauer deuten lässt - nicht als historisierendes, sondern als selbstverständliches Mittel, das mit dem Bild der Mauer spielt.
Die Gliederung der Innenräume, die das Motiv von Straße und Haus weiterführt, arbeitet mit der gleichen Materialisierung: Auch hier sind die Oberflächen aus Ziegel, Stürze und Träger aus sägerauhem Stahlbeton.
Alle Fensteröffnungen sind nur so groß dimensioniert, wie sie zur Ausnutzung des Tageslichtes tatsächlich benötigt werden. Dadurch wird der Anteil der gemauerten Fassade relativ hoch, das Gebäude wirkt solide und körperhaft umschlossen.
Dieses klare Erscheinungsbild ist keineswegs nur ästhetisch motiviert, vielmehr spiegeln sich in ihm die vielfältigen Vorteile einer zweischaligen Ziegelfassade gegenüber einer Glasfassade wider: Deutlich geringere Kosten, höhere Speicherkapazität, weitaus höherer Dämmwert und längere Haltbarkeit.
Bauherr:
SEG Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft Ostfildern mbH
Architekten:
Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter:
Judith Haas, Alexander Mayer-Steudte, Eva Caspar (Projektleitung), Ulrike Hautau, Cornelia Hund, Pia Elser, Marco Garcia-Barth, Pia Elser, Volker Hahn, Markus Horn, Tanja Pfahler, Annette Strauss, Daniel Trepte, Eva Wanner
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Müller + Müller, Ostfildern
Baukosten (gesamt): 22,5 Mio EUR
Bauzeit: 1996-1999 (1.BA) / 2000-2002 (2.BA)
Standort: Gerhard-Koch-Straße 6, 73760 Ostfildern
Feco Forum
Das gesamte Gebäude ist mit einer Fassade aus dunklem Well-Aluminium verkleidet. Damit rekurrieren die Architekten einerseits auf den industriellen Kontext, geben dem Haus aber durch die dunkle Farbe eine eigenständige Präsenz und Eleganz. Auf dem Weg von Außen nach Innen erlebt der Besucher ganz unterschiedliche Lichtsituationen und –stimmungen: Aus dem Tageslicht tritt er in das schummrige Treppenhaus, um von dort wieder in die lichte Helle des Ausstellungsraumes zu gelangen, dessen Hauptbelichtungsquelle das große „Schaufenster“ ist. Zur Mitte des Raumes hin ist ein „Oberlicht“ angeordnet, entlang der Nordwand begleitet Streiflicht den stufenartigen Aufgang neben den Ausstellungsterrassen. Diese und das Erdgeschoss sind für die Präsentation der unterschiedlichen Bürokonzepte vorgesehen, das erste Obergeschoss dient der Büronutzung. Die Mitarbeiter profitieren dadurch von der Weite des großen, zweigeschossigen Raumes, können aber auf Grund der hohen Brüstungen gleichzeitig geschützt arbeiten. Die Ausstellungsterrassen laufen wie große Treppen rings um eine Atrium-artige Öffnung, die die Mitte des Raumes zusätzlich betont. Der Boden des Raums besteht aus geschliffenem Gussasphalt mit Marmorzuschlag; der Innenraum wurde mit Trennwänden der Firma feco gegliedert.
Georg-Büchner-Anlage am Hessischen Staatstheater in Darmstadt
Das Staatstheater Darmstadt befand sich ursprünglich im Mollerbau in der Stadtmitte, der im Krieg jedoch weitgehend zerstört wurde.
Man wählte in den 1960er Jahren als Standort für einen Neubau das Gelände des ehemaligen Neuen Palais am Wilhelminenplatz. Seither ist das Theater in der Innenstadt nicht mehr präsent.
Entsprechend des Zeitgeistes der frühen 1970er Jahre wurde zwischen dem Theater und der Wilhelminenstraße eine kleingliedrige Freianlage mit Grünbeeten und Wasserbecken über einer Parkgarage aus Sichtbeton errichtet. Damit wurde die visuelle Anbindung des Platzes an die wichtigen Achsensysteme der Innenstadt geschwächt.
Durch die Umgestaltung des Foyers und die Errichtung eines neuen zentralen Eingangsbauwerkes (2006) hat das Theater nun eine deutliche Ausrichtung zur Stadt erhalten.
Es ist im Stadtraum präsent und prägt diesen, es öffnet sich mit zeichenhafter Geste zur Stadt, insbesondere auch zur vorgelagerten Georg-Büchner-Anlage. Diese Anlage bildet den stadträumlichen Abschluss der wichtigen Querachse zwischen Luisenplatz und St. Ludwigskirche.
Ihre bestimmenden Platzkanten sind im Süden die St. Ludwigskirche und das Mollerhaus, im Osten der Obelisk und Wilhelminenplatz und im Westen das Staatstheater mit dem neuem Eingangsbauwerk.
Die neu gestaltete Platzfläche ist im Wesentlichen in drei Bereiche gegliedert: Eine freie, leicht terrassierte Mitte (mit eingelegten Rasenstreifen) als Vorplatz für das Staatstheater. Diese steht in engem Dialog mit dem neuen, repräsentativen Portal, das auch als Bühne nutzbar ist. Der offene mittlere Platzbereich stärkt den räumlichen Bezug des Staatstheaters zur Stadt.
Nördlich und südlich schließen leicht erhöhte Bereiche an, die mit einem Baumdach aus regelmäßigen Baumreihen versehen sind und zum Flanieren, Sitzen oder Spielen einladen.
Die Erschließung der unter dem Platz befindlichen Tiefgarage (die entsprechend heutiger Vorschriften saniert wurde) erfolgt über zwei Reihen von Treppenhäusern, die direkt auf den Platz münden und von ondulierenden Stützmauern flankiert werden. Schlanke Schirmstützen betonen die Reihung der Treppenhäuser und bilden deren Witterungsschutz.
Tagsüber fällt viel Tageslicht über die großzügigen Öffnungen nach unten in die Tiefgarage. Bei Dunkelheit dienen die von unten beleuchteten Schirme als Reflektoren, die die Platzfläche erhellen.
Die offene Mitte wird zum Wilhelminenplatz nach Osten durch eine mit Fontänen besetzte Wasserfläche gefasst, auf dem das Kunstwerk „grande disco“ von Arnaldo Pomodoro seinen Platz gefunden hat.
Zusammen mit einer zum Staatstheater verwandten Formensprache bei den prägenden Platzelementen wird auch über das Material ein einheitliches Gesamtbild erzeugt.
Man wählte in den 1960er Jahren als Standort für einen Neubau das Gelände des ehemaligen Neuen Palais am Wilhelminenplatz. Seither ist das Theater in der Innenstadt nicht mehr präsent.
Entsprechend des Zeitgeistes der frühen 1970er Jahre wurde zwischen dem Theater und der Wilhelminenstraße eine kleingliedrige Freianlage mit Grünbeeten und Wasserbecken über einer Parkgarage aus Sichtbeton errichtet. Damit wurde die visuelle Anbindung des Platzes an die wichtigen Achsensysteme der Innenstadt geschwächt.
Durch die Umgestaltung des Foyers und die Errichtung eines neuen zentralen Eingangsbauwerkes (2006) hat das Theater nun eine deutliche Ausrichtung zur Stadt erhalten.
Es ist im Stadtraum präsent und prägt diesen, es öffnet sich mit zeichenhafter Geste zur Stadt, insbesondere auch zur vorgelagerten Georg-Büchner-Anlage. Diese Anlage bildet den stadträumlichen Abschluss der wichtigen Querachse zwischen Luisenplatz und St. Ludwigskirche.
Ihre bestimmenden Platzkanten sind im Süden die St. Ludwigskirche und das Mollerhaus, im Osten der Obelisk und Wilhelminenplatz und im Westen das Staatstheater mit dem neuem Eingangsbauwerk.
Die neu gestaltete Platzfläche ist im Wesentlichen in drei Bereiche gegliedert: Eine freie, leicht terrassierte Mitte (mit eingelegten Rasenstreifen) als Vorplatz für das Staatstheater. Diese steht in engem Dialog mit dem neuen, repräsentativen Portal, das auch als Bühne nutzbar ist. Der offene mittlere Platzbereich stärkt den räumlichen Bezug des Staatstheaters zur Stadt.
Nördlich und südlich schließen leicht erhöhte Bereiche an, die mit einem Baumdach aus regelmäßigen Baumreihen versehen sind und zum Flanieren, Sitzen oder Spielen einladen.
Die Erschließung der unter dem Platz befindlichen Tiefgarage (die entsprechend heutiger Vorschriften saniert wurde) erfolgt über zwei Reihen von Treppenhäusern, die direkt auf den Platz münden und von ondulierenden Stützmauern flankiert werden. Schlanke Schirmstützen betonen die Reihung der Treppenhäuser und bilden deren Witterungsschutz.
Tagsüber fällt viel Tageslicht über die großzügigen Öffnungen nach unten in die Tiefgarage. Bei Dunkelheit dienen die von unten beleuchteten Schirme als Reflektoren, die die Platzfläche erhellen.
Die offene Mitte wird zum Wilhelminenplatz nach Osten durch eine mit Fontänen besetzte Wasserfläche gefasst, auf dem das Kunstwerk „grande disco“ von Arnaldo Pomodoro seinen Platz gefunden hat.
Zusammen mit einer zum Staatstheater verwandten Formensprache bei den prägenden Platzelementen wird auch über das Material ein einheitliches Gesamtbild erzeugt.
Bildungszentrum Bestehornpark Aschersleben, 2008 - 2010
2005 hatte die Stadt Aschersleben (Salzlandkreis) einen europaweiten Architektenwettbewerb für den Umbau und die Sanierung des Bestehornparks zu einem Bildungszentrum ausgelobt. Das Ensemble ist Teil der Internationalen Bauausstellung IBA 2010 in Sachsen–Anhalt.
Es befindet sich im östlichen Stadtgebiet von Aschersleben auf dem Gelände einer ehemaligen Kartonagenfabrik, die der Unternehmer Heinrich-Christian Bestehorn 1861 gegründet und mehrfach ausgebaut hatte. Von dem Gebäudeensemble wurde lediglich der Heckner-Bau aus 1911 unter Denkmalschutz gestellt. Dieser Altbau, in dem früher schwere Druckmaschinen untergebracht waren, wurde grundlegend saniert und durch einen Neubau ergänzt.
Die unregelmäßig geneigten Dachflächen des langgestreckten Neubaus, die an Sheddächer von Industriebauten erinnern, verleihen dem Bildungszentrum seine gestalterische Identität. Die sandfarbene Fassade aus geschlämmtem Ziegelmauerwerk kontrastiert mit der weiß verputzten Fassade des historischen Heckner-Baus.
Bauherr:
Stadt Aschersleben vertreten durch OB Andreas Michelmann
Markt 1, 06449 Aschersleben
Architekten:
Lederer + Ragnarsdóttir + Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter:
Katja Pütter, Anne Egenhofer, Arno Schone
Christian Wendlandt, Marco Garcia-Barth
Projektsteuerung:
Hartewig Mölle Consult
Schleinufer 14, 39104 Magdeburg
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Fankhänel und Müller
Markt 8, 04109 Leipzig
Bruttogrundrissfläche: 12.159 m2
Bruttorauminhalt: 51.678 m3
Bauzeit: 2008 - 2010
Fertigstellung: April 2010
Standort: Heinrichstraße, 06449 Aschersleben
Es befindet sich im östlichen Stadtgebiet von Aschersleben auf dem Gelände einer ehemaligen Kartonagenfabrik, die der Unternehmer Heinrich-Christian Bestehorn 1861 gegründet und mehrfach ausgebaut hatte. Von dem Gebäudeensemble wurde lediglich der Heckner-Bau aus 1911 unter Denkmalschutz gestellt. Dieser Altbau, in dem früher schwere Druckmaschinen untergebracht waren, wurde grundlegend saniert und durch einen Neubau ergänzt.
Die unregelmäßig geneigten Dachflächen des langgestreckten Neubaus, die an Sheddächer von Industriebauten erinnern, verleihen dem Bildungszentrum seine gestalterische Identität. Die sandfarbene Fassade aus geschlämmtem Ziegelmauerwerk kontrastiert mit der weiß verputzten Fassade des historischen Heckner-Baus.
Bauherr:
Stadt Aschersleben vertreten durch OB Andreas Michelmann
Markt 1, 06449 Aschersleben
Architekten:
Lederer + Ragnarsdóttir + Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter:
Katja Pütter, Anne Egenhofer, Arno Schone
Christian Wendlandt, Marco Garcia-Barth
Projektsteuerung:
Hartewig Mölle Consult
Schleinufer 14, 39104 Magdeburg
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Fankhänel und Müller
Markt 8, 04109 Leipzig
Bruttogrundrissfläche: 12.159 m2
Bruttorauminhalt: 51.678 m3
Bauzeit: 2008 - 2010
Fertigstellung: April 2010
Standort: Heinrichstraße, 06449 Aschersleben
Bundesverfassungsgericht Temporärer Amtssitz in einer Kaserne Karlsruhe 2010 - 2011
Da im Zeitraum von 2011 bis 2014 der in den 1960er Jahren erbaute Stammsitz des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe grundlegend saniert werden muss, wurde die Einrichtung eines temporären Amtssitzes erforderlich.
Für die Zwischenunterbringung wurden drei Stabsgebäude sowie das Lehrsaalgebäude der ehemaligen General-Kammhuber-Kaserne in Karlsruhe-Waldstadt vorgesehen. Während die Verwaltungsbereiche vom Staatlichen Hochbauamt Baden-Baden geplant wurden, bezieht sich unser Entwurf vor allem auf den Umbau des vorhandenen Lehrsaals zu einem repräsentativen Sitzungssaal. Auch der Foyerbereich und das Entree wurden im Zuge der Umnutzung neu gestaltet. Insgesamt sieht unsere Planung für die Zwischennutzung nur minimale Eingriffe vor.
Eine einfache Holzkonstruktion, flächig beplankt, öffnet sich nun trichterförmig, um aus Richtung des Eingangstors den Zugang klar zu kennzeichnen.
Im großen Saal wie auch im Plenarsaal des ersten Stockwerks, findet sich eine Wandverkleidung in Birkefurnier. In den übrigen Bereichen wurden die Bestandswände vollflächig mit Gipskarton beplankt, um dahinter die notwendige technische Ausrüstung (Kanäle und Leitungen) frei positionieren zu können.
Der Abstand zur Wand wird auch für indirektes Licht und für Nischen genutzt. Birkefurnier und weiß lackierte MDF-Platten, die als Schatullen ausgebildet sind, sorgen für eine angenehme Raumatmosphäre.
Bauherr:
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, vertreten durch Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Bundesbau Baden-Württemberg
Staatliches Hochbauamt Baden-Baden
Architekten:
Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter: Jan Paul Wessely
Architekten (nicht-öffentliche Bereiche):
Staatliches Hochbauamt Baden-Baden
Lichtentaler Allee 11, 76530 Baden-Baden
Tragwerksplanung:
SLP Ingenieurbüro für Tragwerksplanung
Weinbrennerstraße 18, 76135 Karlsruhe
Gebäudetechnik Elektro:
Planungsbüro Gantert und Braun GmbH
Friedrichstraße 13, 68794 Oberhausen
Gebäudetechnik HLS:
Engineering Consult GmbH
Schirmerstraße 4, 76133 Karlsruhe
Gebäudetyp: Gericht
Leistungsphasen: 1- 9
Baukosten (gesamt): 4,7 Mio EUR
BGF gesamt: 7.500 m2
BRI gesamt: 25.000 m3
Bauzeit: März 2010 – April 2011
Standort: Rintheimer Querallee 11, 76131 Karlsruhe
Für die Zwischenunterbringung wurden drei Stabsgebäude sowie das Lehrsaalgebäude der ehemaligen General-Kammhuber-Kaserne in Karlsruhe-Waldstadt vorgesehen. Während die Verwaltungsbereiche vom Staatlichen Hochbauamt Baden-Baden geplant wurden, bezieht sich unser Entwurf vor allem auf den Umbau des vorhandenen Lehrsaals zu einem repräsentativen Sitzungssaal. Auch der Foyerbereich und das Entree wurden im Zuge der Umnutzung neu gestaltet. Insgesamt sieht unsere Planung für die Zwischennutzung nur minimale Eingriffe vor.
Eine einfache Holzkonstruktion, flächig beplankt, öffnet sich nun trichterförmig, um aus Richtung des Eingangstors den Zugang klar zu kennzeichnen.
Im großen Saal wie auch im Plenarsaal des ersten Stockwerks, findet sich eine Wandverkleidung in Birkefurnier. In den übrigen Bereichen wurden die Bestandswände vollflächig mit Gipskarton beplankt, um dahinter die notwendige technische Ausrüstung (Kanäle und Leitungen) frei positionieren zu können.
Der Abstand zur Wand wird auch für indirektes Licht und für Nischen genutzt. Birkefurnier und weiß lackierte MDF-Platten, die als Schatullen ausgebildet sind, sorgen für eine angenehme Raumatmosphäre.
Bauherr:
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, vertreten durch Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Bundesbau Baden-Württemberg
Staatliches Hochbauamt Baden-Baden
Architekten:
Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter: Jan Paul Wessely
Architekten (nicht-öffentliche Bereiche):
Staatliches Hochbauamt Baden-Baden
Lichtentaler Allee 11, 76530 Baden-Baden
Tragwerksplanung:
SLP Ingenieurbüro für Tragwerksplanung
Weinbrennerstraße 18, 76135 Karlsruhe
Gebäudetechnik Elektro:
Planungsbüro Gantert und Braun GmbH
Friedrichstraße 13, 68794 Oberhausen
Gebäudetechnik HLS:
Engineering Consult GmbH
Schirmerstraße 4, 76133 Karlsruhe
Gebäudetyp: Gericht
Leistungsphasen: 1- 9
Baukosten (gesamt): 4,7 Mio EUR
BGF gesamt: 7.500 m2
BRI gesamt: 25.000 m3
Bauzeit: März 2010 – April 2011
Standort: Rintheimer Querallee 11, 76131 Karlsruhe
Erweiterung Kloster Hegne Marianum Allensbach 2007 - 2009
Der Entwurf thematisiert die Kontinuität des Ortes, der Gestalt und der Geschichte. Aus dem Vorhandenen entwickelt sich das Neue: Das Marianum bildet den Westflügel der neuen Anlage, in deren Mitte die gemeinsamen Verpflegungs- und Veranstaltungsräume liegen. Symmetrisch zum Altbau entwickelt sich die Realschule. Dieser Baukörper spiegelt in Proportion und Maß das Marianum. Die dadurch gewonnene Gebäudehöhe ermöglicht einen freien Blick auf den Bodensee von allen Geschossen. Das Dach dient wie bei „klassischen“ Vorbildern lediglich als Witterungsschutz, könnte aber langfristig bei steigendem Raumbedarf ausgebaut werden. Ebenso ist eine bauliche Erweiterung im Osten möglich.
Zur Straße wird die Anlage mit einer Mauer geschlossen, die den Eingangsbereich in Form einer Laube markiert und der Unterbringung von Fahrzeugen dient. Dort befinden sich auch die Sanitärräume der Mensa und die Freifläche. Die mehrfache Nutzungsmöglichkeit der „dicken“ Mauer ermöglicht auch die Aufnahme anderer technischer Einrichtungen (z.B. Hackschnitzelkraftwerk), die der Grundversorgung des Hauses und des Klosters dienen.
180 Realschüler und 240 Berufsschüler lernen und arbeiten im 1927 erbauten Kloster Hegne. Analog zu den pädagogischen Anforderungen wurden zwischen bzw. vor die Klassen freie Unterrichts- und Gruppenbereiche gelegt. Für die Lehrer gibt es Arbeitsplätze in den Klassenräumen. Trotz der Trennung von Real- und Berufsschule besteht die Möglichkeit einer räumlichen Verbindung beider Einheiten über das Dach des Foyers. Der Biologie sind Beete im Freien vorgelegt, in denen die Schüler selbst Pflanzen aufziehen und studieren können.
Der Raum der Stille liegt im Bibliothekshof nördlich des Bestandsgebäudes. Wir sehen ihn als Ort der Andacht und Besinnung für alle Einrichtungen. Dort werden die Fenster der alten Kapelle integriert.
Die Gebäude sind aus zweischaligem Mauerwerk errichtet. Aus ökonomischen, klimatechnischen und akustischen Gründen ziehen wir schwere Bauteile leichten Konstruktionen vor. Nicht zuletzt sichert diese Bauweise die eingangs erwähnte Kontinuität der Architektur im Gesamten.
Bauherr:
Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz von Ingenbohl in Hegne, Provinz Baden-Württemberg
Konradistraße 12
78476 Allensbach, Hegne
Architekten:
Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter: Thilo Holzer, Matthias Schneider
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Baur, Zum Aachweg 6, 78224 Singen-Hausen
Bruttogrundrissfläche: 7.000 m²
Bruttorauminhalt: 31.000 m³
Gesamtbaukosten: 9,8 Mio. Euro
Wettbewerb: Juli 2006
Bauzeit: Juli 2007- Januar 2009
Standort: Konradistraße 16, 78476 Allensbach, Hegne
Zur Straße wird die Anlage mit einer Mauer geschlossen, die den Eingangsbereich in Form einer Laube markiert und der Unterbringung von Fahrzeugen dient. Dort befinden sich auch die Sanitärräume der Mensa und die Freifläche. Die mehrfache Nutzungsmöglichkeit der „dicken“ Mauer ermöglicht auch die Aufnahme anderer technischer Einrichtungen (z.B. Hackschnitzelkraftwerk), die der Grundversorgung des Hauses und des Klosters dienen.
180 Realschüler und 240 Berufsschüler lernen und arbeiten im 1927 erbauten Kloster Hegne. Analog zu den pädagogischen Anforderungen wurden zwischen bzw. vor die Klassen freie Unterrichts- und Gruppenbereiche gelegt. Für die Lehrer gibt es Arbeitsplätze in den Klassenräumen. Trotz der Trennung von Real- und Berufsschule besteht die Möglichkeit einer räumlichen Verbindung beider Einheiten über das Dach des Foyers. Der Biologie sind Beete im Freien vorgelegt, in denen die Schüler selbst Pflanzen aufziehen und studieren können.
Der Raum der Stille liegt im Bibliothekshof nördlich des Bestandsgebäudes. Wir sehen ihn als Ort der Andacht und Besinnung für alle Einrichtungen. Dort werden die Fenster der alten Kapelle integriert.
Die Gebäude sind aus zweischaligem Mauerwerk errichtet. Aus ökonomischen, klimatechnischen und akustischen Gründen ziehen wir schwere Bauteile leichten Konstruktionen vor. Nicht zuletzt sichert diese Bauweise die eingangs erwähnte Kontinuität der Architektur im Gesamten.
Bauherr:
Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz von Ingenbohl in Hegne, Provinz Baden-Württemberg
Konradistraße 12
78476 Allensbach, Hegne
Architekten:
Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
Kornbergstraße 36, 70176 Stuttgart
Mitarbeiter: Thilo Holzer, Matthias Schneider
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Baur, Zum Aachweg 6, 78224 Singen-Hausen
Bruttogrundrissfläche: 7.000 m²
Bruttorauminhalt: 31.000 m³
Gesamtbaukosten: 9,8 Mio. Euro
Wettbewerb: Juli 2006
Bauzeit: Juli 2007- Januar 2009
Standort: Konradistraße 16, 78476 Allensbach, Hegne





