Gerber Architekten
Tönnishof 9
D-44149 Dortmund
T 0231/9065-0
F 0231/9065-111
kontakt@gerberarchitekten.de
Tönnishof 9
D-44149 Dortmund
T 0231/9065-0
F 0231/9065-111
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Biologische Institute der Universität Dresden
Wettbewerb: 2001 - 1.Preis
Bauzeit: 2003 - 2005
Bauherr: Freistaat Sachsen vertr. durch SIB Dresden II
BGF: 11.192 m²
BRI: 45.352 m³
Das Gebäude für die Biologischen Institute in Dresden führt die bestehende Universitätsmagistrale über die neue Bibliothek nach Westen fort und nimmt mit zwei parallelen Gebäuderiegeln die Kammstruktur der vorhandenen Universitätsbauten auf. Diese beherbergen im ersten und zweiten Obergeschoss die vier Institute Botanik, Genetik, Mikrobiologie und Zoologie. Eine verglaste Kommunikations- und Aktionshalle verbindet die beiden Baukörper miteinander und öffnet sich mit dem Haupteingang im Erdgeschoss zur fußläufigen Magistrale im Norden sowie nach Süden zur ansteigenden, freien Landschaft im 1. Obergeschoss. Topografie und Vegetation setzen sich als fließende optische und räumliche Verbindung in Form landschaftlich gestalteter Terrassen in der Glashalle, die als Außentemperaturhalle entwickelt ist, fort. So soll für das neue Institutsgebäude eine offene Atmosphäre für Lehre und Forschung entstehen. Im Erdgeschoss erschließt die Halle die studentischen Bereiche, wie Praktikums- und Aufenthaltsräume, Dekanat und Cafeteria. Als Kommunikationszentrum lädt sie Studenten und Professoren ein, sich zu treffen, Gedanken und Ideen auszutauschen und sowohl der Forschung als auch der Lehre neue Impulse zu geben. In einem in die Halle eingestellten, holzverkleideten Solitärbaukörper sind im 1. und 2. Obergeschoss je zwei Praktikumsräume über dem Haupteingang angeordnet. Da die Praktika innerhalb der Lehre einen besonderen Stellenwert einnehmen, sind diese Praktikumssäle als „Raum im Raum“ einerseits Teil der großen Halle und andererseits den Instituten direkt zugeordnet, ohne jedoch die Labore der Forschung zu stören. Die Institute in den beiden Gebäuderiegeln verbinden auf funktionale Weise Seminar- und Büroräume auf der hallenzugewandten Seite mit nach außen orientierten, modernen Laborbereichen. In die Mittelzone wurden neben technischen Funktionen gläserne Kuben als Besprechungsräume integriert. Tierställe sowie Gewächshäuser sind im zurückgestaffelten Dachgeschoss direkt über dem jeweiligen Institut für Zoologie bzw. für Botanik angeordnet. Anthrazitfarbene Faserzementplatten bilden die Fassaden der beiden Hauptriegel. Die Festverglasung der als Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführten Fensterbandfassade wird in einem gleichmäßigen Raster von schmalen hölzernen Drehkippflügeln unterbrochen. Der Fassade vorgehängt ist ein beweglicher, horizontaler Sonnenschutz aus Alu-Flachlamellen, die an gebäudehohen Stahllisenen befestigt sind.
Bauzeit: 2003 - 2005
Bauherr: Freistaat Sachsen vertr. durch SIB Dresden II
BGF: 11.192 m²
BRI: 45.352 m³
Das Gebäude für die Biologischen Institute in Dresden führt die bestehende Universitätsmagistrale über die neue Bibliothek nach Westen fort und nimmt mit zwei parallelen Gebäuderiegeln die Kammstruktur der vorhandenen Universitätsbauten auf. Diese beherbergen im ersten und zweiten Obergeschoss die vier Institute Botanik, Genetik, Mikrobiologie und Zoologie. Eine verglaste Kommunikations- und Aktionshalle verbindet die beiden Baukörper miteinander und öffnet sich mit dem Haupteingang im Erdgeschoss zur fußläufigen Magistrale im Norden sowie nach Süden zur ansteigenden, freien Landschaft im 1. Obergeschoss. Topografie und Vegetation setzen sich als fließende optische und räumliche Verbindung in Form landschaftlich gestalteter Terrassen in der Glashalle, die als Außentemperaturhalle entwickelt ist, fort. So soll für das neue Institutsgebäude eine offene Atmosphäre für Lehre und Forschung entstehen. Im Erdgeschoss erschließt die Halle die studentischen Bereiche, wie Praktikums- und Aufenthaltsräume, Dekanat und Cafeteria. Als Kommunikationszentrum lädt sie Studenten und Professoren ein, sich zu treffen, Gedanken und Ideen auszutauschen und sowohl der Forschung als auch der Lehre neue Impulse zu geben. In einem in die Halle eingestellten, holzverkleideten Solitärbaukörper sind im 1. und 2. Obergeschoss je zwei Praktikumsräume über dem Haupteingang angeordnet. Da die Praktika innerhalb der Lehre einen besonderen Stellenwert einnehmen, sind diese Praktikumssäle als „Raum im Raum“ einerseits Teil der großen Halle und andererseits den Instituten direkt zugeordnet, ohne jedoch die Labore der Forschung zu stören. Die Institute in den beiden Gebäuderiegeln verbinden auf funktionale Weise Seminar- und Büroräume auf der hallenzugewandten Seite mit nach außen orientierten, modernen Laborbereichen. In die Mittelzone wurden neben technischen Funktionen gläserne Kuben als Besprechungsräume integriert. Tierställe sowie Gewächshäuser sind im zurückgestaffelten Dachgeschoss direkt über dem jeweiligen Institut für Zoologie bzw. für Botanik angeordnet. Anthrazitfarbene Faserzementplatten bilden die Fassaden der beiden Hauptriegel. Die Festverglasung der als Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführten Fensterbandfassade wird in einem gleichmäßigen Raster von schmalen hölzernen Drehkippflügeln unterbrochen. Der Fassade vorgehängt ist ein beweglicher, horizontaler Sonnenschutz aus Alu-Flachlamellen, die an gebäudehohen Stahllisenen befestigt sind.
Energy Tower
Akquise: 2006
BGF: 73.000 m²
BRI: 295.000 m³
Gesamthöhe 322 m
Das erste Null-Primärenergie Hochhaus für den Mittleren Osten basiert auf den Klimatisierungstechniken der historischen Windtürme Arabiens.
Mit dem Burj Al-Taqa / Energy Tower stellte das Büro Gerber Architekten International GmbH in Kooperation mit DS-Plan im März in Bahrain (Ministry of Industry and Commerce) und in Riad (Arriyadh Development Authority) sowie im letzten September in Dubai (Dubai Municipality) das erste Null-Primärenergie-Hochhaus vor, das speziell auf die klimatischen Gegebenheiten des Mittleren Osten abgestimmt ist und dafür die traditionellen Klimatisierungstechniken der historischer Windtürme Arabiens weiterentwickelt. Projektentwickler in Bahrain, Riad und Dubai treiben die Realisierung des Energy Towers zurzeit voran. Der Energy Tower in seiner markanten architektonischen Form und mit einer Gesamthöhe von 322m ist nicht nur äußerst sparsam im Energieverbrauch. Er erzeugt auch die Energie, die er benötigt selbst und dies ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Damit produziert der Energy Tower kein umweltschädliches CO2 und trägt aktiv dazu bei, den Klimawandel aufzuhalten.
Transformation arabischer Baukunst
Der Energy Tower oder Burj Al-Taqa wurde vom Dortmunder Büro Gerber Architekten international GmbH speziell für die Region des Mittleren Osten entwickelt. Grundlage der Entwicklung sind die in der traditionellen arabischen Architektur weit verbreiteten Windtürme. Diese ermöglichten eine völlig ökologische Form der Gebäudekühlung, da hierfür allein die Energie des Windes genutzt wurde. Die traditionellen Windtürme fangen den Wind über dem Gebäude ein und leiten ihn kühlend durch das Gebäudeinnere. Der Energy Tower nutzt dasselbe Grundprinzip, indem er die Energie des Windes direkt für die Be- und Entlüftung des gesamten Gebäudes nutzt. Eine mechanische Lüftungsanlage wird dadurch überflüssig. Der Gesamtenergiebedarfs des Energy Towers wird hierdurch und durch weitere Energieeinsparungsmaßnahmen um etwa 60% reduziert im Vergleich zu einem Standard-Hochhaus gleicher Größe.
100% energieautark durch Sonne, Wind und Erde/Meer
Der Energy Tower erzeugt zu 100% seinen eigenen Energiebedarf selbst und das ausschließlich durch die Kraft der Sonne, des Windes und der Erde bzw. des Meeres. Wasserstoff- und Heißwassertanks dienen der Speicherung überschüssig produzierter Energie.
BGF: 73.000 m²
BRI: 295.000 m³
Gesamthöhe 322 m
Das erste Null-Primärenergie Hochhaus für den Mittleren Osten basiert auf den Klimatisierungstechniken der historischen Windtürme Arabiens.
Mit dem Burj Al-Taqa / Energy Tower stellte das Büro Gerber Architekten International GmbH in Kooperation mit DS-Plan im März in Bahrain (Ministry of Industry and Commerce) und in Riad (Arriyadh Development Authority) sowie im letzten September in Dubai (Dubai Municipality) das erste Null-Primärenergie-Hochhaus vor, das speziell auf die klimatischen Gegebenheiten des Mittleren Osten abgestimmt ist und dafür die traditionellen Klimatisierungstechniken der historischer Windtürme Arabiens weiterentwickelt. Projektentwickler in Bahrain, Riad und Dubai treiben die Realisierung des Energy Towers zurzeit voran. Der Energy Tower in seiner markanten architektonischen Form und mit einer Gesamthöhe von 322m ist nicht nur äußerst sparsam im Energieverbrauch. Er erzeugt auch die Energie, die er benötigt selbst und dies ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Damit produziert der Energy Tower kein umweltschädliches CO2 und trägt aktiv dazu bei, den Klimawandel aufzuhalten.
Transformation arabischer Baukunst
Der Energy Tower oder Burj Al-Taqa wurde vom Dortmunder Büro Gerber Architekten international GmbH speziell für die Region des Mittleren Osten entwickelt. Grundlage der Entwicklung sind die in der traditionellen arabischen Architektur weit verbreiteten Windtürme. Diese ermöglichten eine völlig ökologische Form der Gebäudekühlung, da hierfür allein die Energie des Windes genutzt wurde. Die traditionellen Windtürme fangen den Wind über dem Gebäude ein und leiten ihn kühlend durch das Gebäudeinnere. Der Energy Tower nutzt dasselbe Grundprinzip, indem er die Energie des Windes direkt für die Be- und Entlüftung des gesamten Gebäudes nutzt. Eine mechanische Lüftungsanlage wird dadurch überflüssig. Der Gesamtenergiebedarfs des Energy Towers wird hierdurch und durch weitere Energieeinsparungsmaßnahmen um etwa 60% reduziert im Vergleich zu einem Standard-Hochhaus gleicher Größe.
100% energieautark durch Sonne, Wind und Erde/Meer
Der Energy Tower erzeugt zu 100% seinen eigenen Energiebedarf selbst und das ausschließlich durch die Kraft der Sonne, des Windes und der Erde bzw. des Meeres. Wasserstoff- und Heißwassertanks dienen der Speicherung überschüssig produzierter Energie.
Windturbine als Gebäudekrone
Auf der Spitze des Gebäudes erzeugt die patentierte Weiterentwicklung der Darrieus Turbine Ökostrom aus Windkraft. Ihre Flammen gleiche Form lässt sie als Zeichen für Nachhaltigkeit und für den Ressourcen schonenden Umgang mit der Natur erstrahlen.
Solar-Schild
Der Solar Schild - ein mit der Sonne um das Gebäude rotierender und mit Photovoltaik beschichteter Schild - schützt vor Aufheizung des Gebäudeinneren und erzeugt durch Photovoltaikelemente zugleich Sonnenstrom.
Hängende Gärten
Hängende Gärten und ein zentrales Atrium über die gesamte Gebäudehöhe verteilen die gekühlte Frischluft im Gebäude. Sie verwandeln Platz, der herkömmlich mit Lüftungskanälen und Schächten blockiert war, in architektonische Erlebnisräume.
Solares Kühlen und Geo- bzw. Marethermie
Die heiße Außenluft wird über Kanäle am Meeresgrund oder im Erdreich vorgekühlt. Solares Kühlen sorgt für die abschließende Kühlung der Frischluftzufuhr des Gebäudes. Dabei handelt es sich um einen physikalischen Vorgang, in welchem die Energie aus sonnenerhitztem Wasser in Kälte umgewandelt wird.
Multifunktionale Doppelfassade
Den Energy Tower umhüllt vollständig eine Doppelfassade, die als Abluftfassade funktioniert. Darin wird, unter Ausnutzung von Druckdifferenzen, welche durch Wind und Thermik permanent entstehen, dem Gebäude die verbrauchte Luft mit natürlichen Kräften entzogen. Sie schützt zudem den rotierenden Solar Schild vor äußeren schädlichen Einflüssen. Sie bietet außerdem durch modernste Vakuumverglasung optimalen Wärmeschutz bei gleichzeitiger größtmöglicher Tageslichtausnutzung.
Konzeption
Bei der Entwicklung des Energy Towers wurde Gerber Architekten international GmbH durch die Stuttgarter Umweltingenieure DS-Plan und die Frankfurter Tragwerksingenieure Bollinger & Grohmann unterstützt, sowie durch Buro Happold in Leeds (UK) in Sachen Brandschutz.
RWE Tower, Dortmund
Gutachten: 2001
Bauzeit: 2003 - 2005
Bauherr: DIAG GmbH & Co. KG II
BGF: 27.300 m² (ohne Tiefgarage)
BRI: 103.000 m³ (mit Tiefgarage)
Mit dem 22-geschossigen Hochhaus am Platz von Amiens im Zentrum Dortmunds gelingt eine Arrondierung der städtebaulich bisher unbefriedigenden Situation zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Die neue Komposition mit den beiden vorhandenen Hochhäusern trägt zur Verdichtung und Belebung des Umfeldes bei, während der linsenförmige Grundriss und seine Diagonalstellung auf dem Grundstück das bestehende Wegegeflecht stärken, so dass interessante stadträumliche Beziehungen entstehen.
Aus der Linsenform herausdrehend entwickelt sich im Erdgeschoss eine um das Hochhaus herumführende, eingeschossige Bebauung. Sie umhüllt einerseits die Rampen zur Tiefgarage und bietet andererseits Platz für Läden und ein Café. Im weiteren Verlauf um das Gebäude herum löst sie sich im Nordosten, am Platz von Amiens, in ein gläsernes Vordach auf, das den Haupteingang des Hochhauses markiert. Aufgrund des mittig angeordneten, aussteifenden Betonkerns, der alle vertikalen Erschließungselemente und Nebenräume beinhaltet, liegen alle Büroräume stützenfrei an den Fassaden und werden natürlich belichtet. Die Linsenform erlaubt dabei im Gegensatz zur Ellipse eine pragmatische, nahezu orthogonale Raumaufteilung. Statt einer Ganzglasfassade sorgen Einzelfenster, die sich in allen Büros öffnen lassen, für ein angenehmes Innenklima und große Transparenz. Sie sind nicht nur bestimmender Teil des wirtschaftlichen und ökologischen Energiekonzepts, sondern gliedern zudem die gebogenen Fassaden, deren schmale Pfeiler und niedrige Brüstungen mit dunklem, poliertem Granit verkleidet sind.
Den oberen Abschluss des Hochhauses bildet ein asymmetrischer Keilausschnitt mit zwei nach innen abfallenden Pultdachflächen, von denen die höhere und stärker geneigte als Glasdach ausgebildet ist. Darunter befindet sich das bis zu 17 m hohe Bistro mit einer Galerie entlang des Kerns. Der Hochpunkt des oberen, gebogenen Fassadenabschlusses liegt etwa 90m über dem Erdboden, mit Antenne ist das Hochhaus insgesamt 100m hoch.
Bauzeit: 2003 - 2005
Bauherr: DIAG GmbH & Co. KG II
BGF: 27.300 m² (ohne Tiefgarage)
BRI: 103.000 m³ (mit Tiefgarage)
Mit dem 22-geschossigen Hochhaus am Platz von Amiens im Zentrum Dortmunds gelingt eine Arrondierung der städtebaulich bisher unbefriedigenden Situation zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Die neue Komposition mit den beiden vorhandenen Hochhäusern trägt zur Verdichtung und Belebung des Umfeldes bei, während der linsenförmige Grundriss und seine Diagonalstellung auf dem Grundstück das bestehende Wegegeflecht stärken, so dass interessante stadträumliche Beziehungen entstehen.
Aus der Linsenform herausdrehend entwickelt sich im Erdgeschoss eine um das Hochhaus herumführende, eingeschossige Bebauung. Sie umhüllt einerseits die Rampen zur Tiefgarage und bietet andererseits Platz für Läden und ein Café. Im weiteren Verlauf um das Gebäude herum löst sie sich im Nordosten, am Platz von Amiens, in ein gläsernes Vordach auf, das den Haupteingang des Hochhauses markiert. Aufgrund des mittig angeordneten, aussteifenden Betonkerns, der alle vertikalen Erschließungselemente und Nebenräume beinhaltet, liegen alle Büroräume stützenfrei an den Fassaden und werden natürlich belichtet. Die Linsenform erlaubt dabei im Gegensatz zur Ellipse eine pragmatische, nahezu orthogonale Raumaufteilung. Statt einer Ganzglasfassade sorgen Einzelfenster, die sich in allen Büros öffnen lassen, für ein angenehmes Innenklima und große Transparenz. Sie sind nicht nur bestimmender Teil des wirtschaftlichen und ökologischen Energiekonzepts, sondern gliedern zudem die gebogenen Fassaden, deren schmale Pfeiler und niedrige Brüstungen mit dunklem, poliertem Granit verkleidet sind.
Den oberen Abschluss des Hochhauses bildet ein asymmetrischer Keilausschnitt mit zwei nach innen abfallenden Pultdachflächen, von denen die höhere und stärker geneigte als Glasdach ausgebildet ist. Darunter befindet sich das bis zu 17 m hohe Bistro mit einer Galerie entlang des Kerns. Der Hochpunkt des oberen, gebogenen Fassadenabschlusses liegt etwa 90m über dem Erdboden, mit Antenne ist das Hochhaus insgesamt 100m hoch.
U-Turm – Zentrum für Kunst und Kreativität, Dortmund
Wettbewerb 2006:
Gerber Architekten in Zusammenarbeit mit Gernot Schulz, Köln; Projektplanung und Ausführung
Bauzeit: 2008 - 2010
Bauherr: Stadt Dortmund - Sondervermögen vertr. durch die Arbeitsgruppe Rheinische Straße
BGF: 19.800 m²
BRI: 122.297 m³
Am 28. Januar 2008 starteten die Bauarbeiten zur denkmalgerechten Instandsetzung der Fassade, des Dachs und des weithin sichtbaren, 1968 von Ernst Neufert entworfenen vierseitigen U-Signets. Das mit Blattgold belegte, nachts hell erleuchtete U ist heute eines der Wahrzeichen Dortmunds.
Um das Bauvolumen des U-Turms erstmals in seiner ganzen Größe auch im Innenraum erlebbar zu machen, wurden die Decken zwischen den gut proportionierten und durch das vorhandene Tragwerk strukturierten Etagen im vorderen Bereich entfernt. Auf diese Weise entsteht das schmale, über alle Geschosse offene Erschließungsfoyer: die „Kunst-Vertikale“. Hier führen Rolltreppen vom Erdgeschoss vorbei an allen Ebenen bis hinauf in das oberste Geschoss. Über die Vertikale können die unterschiedlich genutzten Ebenen separat erschlossen werden, entsprechend den verschiedenen Öffnungszeiten und Nutzergruppen. Die Blickbeziehungen durch diesen schmalen hohen Raum und die Inszenierung des historischen Gebäudes als eigenständiges Exponat schaffen zudem einen spannungsvollen Dialog zwischen Alt und Neu.
Die Fachhochschule Dortmund wird im neuen Zentrum das erste Obergeschoss beziehen, während das zweite und dritte Obergeschoss zu sogenannten „Kreativetagen“ werden. Dem ursprünglichen Konzept folgend erhält das Museum am Ostwall das vierte und fünfte Obergeschoss. Das sechste Obergeschoss ist teilbar und bleibt Sonder- und Wechselausstellungen vorbehalten; hierzu wird es im Bereich des Annex mit einem neuen „Lichtdach“ ausgestattet, das die Ausstellungsräume optimal mit blendfreiem Tageslicht versorgt. Im obersten Geschoss, dem „Kathedralenraum“ direkt unter dem leuchtenden U, entsteht ein flexibel nutzbarer Veranstaltungs- und Gastronomiebereich. Von der an den „Kathedralenraum“ anschließenden neuen Dachterrasse auf dem vorderen, niedrigeren Annex des U-Turms genießen die Besucher einen spektakulären Ausblick bis weit über die Dortmunder Innenstadt hinaus.
Die den U-Turm krönenden Betonkolonnaden werden ebenso wie die Klinkerfassade gereinigt und saniert, das Kupferdach wird erneuert. Die bereits abgebrochenen früheren Anbauten haben zum Teil großflächig verletzte Fassadenbereiche hinterlassen, die kontrastierend zu der rotbraunen Klinkerfassade nun einen schlichten Putz erhalten. Die großen Öffnungen des Kathedralenraums erhalten wieder transparente Glasscheiben wie im Originalzustand von 1927. Raumdurchdringungen von innen nach außen sind als konisch verzogene Kubaturen im Kontrast zu den vorhandenen roten Klinkerfassaden formuliert und verweisen auf die neue Nutzung. Erst durch diese Neuinterpretation des alten denkmalgeschützten Industriegebäudes wird das neue Zentrum für Kunst- und Kreativität als Beitrag zum europäischen Kulturhauptstadtjahr 2010 entstehen.
Gerber Architekten in Zusammenarbeit mit Gernot Schulz, Köln; Projektplanung und Ausführung
Bauzeit: 2008 - 2010
Bauherr: Stadt Dortmund - Sondervermögen vertr. durch die Arbeitsgruppe Rheinische Straße
BGF: 19.800 m²
BRI: 122.297 m³
Am 28. Januar 2008 starteten die Bauarbeiten zur denkmalgerechten Instandsetzung der Fassade, des Dachs und des weithin sichtbaren, 1968 von Ernst Neufert entworfenen vierseitigen U-Signets. Das mit Blattgold belegte, nachts hell erleuchtete U ist heute eines der Wahrzeichen Dortmunds.
Um das Bauvolumen des U-Turms erstmals in seiner ganzen Größe auch im Innenraum erlebbar zu machen, wurden die Decken zwischen den gut proportionierten und durch das vorhandene Tragwerk strukturierten Etagen im vorderen Bereich entfernt. Auf diese Weise entsteht das schmale, über alle Geschosse offene Erschließungsfoyer: die „Kunst-Vertikale“. Hier führen Rolltreppen vom Erdgeschoss vorbei an allen Ebenen bis hinauf in das oberste Geschoss. Über die Vertikale können die unterschiedlich genutzten Ebenen separat erschlossen werden, entsprechend den verschiedenen Öffnungszeiten und Nutzergruppen. Die Blickbeziehungen durch diesen schmalen hohen Raum und die Inszenierung des historischen Gebäudes als eigenständiges Exponat schaffen zudem einen spannungsvollen Dialog zwischen Alt und Neu.
Die Fachhochschule Dortmund wird im neuen Zentrum das erste Obergeschoss beziehen, während das zweite und dritte Obergeschoss zu sogenannten „Kreativetagen“ werden. Dem ursprünglichen Konzept folgend erhält das Museum am Ostwall das vierte und fünfte Obergeschoss. Das sechste Obergeschoss ist teilbar und bleibt Sonder- und Wechselausstellungen vorbehalten; hierzu wird es im Bereich des Annex mit einem neuen „Lichtdach“ ausgestattet, das die Ausstellungsräume optimal mit blendfreiem Tageslicht versorgt. Im obersten Geschoss, dem „Kathedralenraum“ direkt unter dem leuchtenden U, entsteht ein flexibel nutzbarer Veranstaltungs- und Gastronomiebereich. Von der an den „Kathedralenraum“ anschließenden neuen Dachterrasse auf dem vorderen, niedrigeren Annex des U-Turms genießen die Besucher einen spektakulären Ausblick bis weit über die Dortmunder Innenstadt hinaus.
Die den U-Turm krönenden Betonkolonnaden werden ebenso wie die Klinkerfassade gereinigt und saniert, das Kupferdach wird erneuert. Die bereits abgebrochenen früheren Anbauten haben zum Teil großflächig verletzte Fassadenbereiche hinterlassen, die kontrastierend zu der rotbraunen Klinkerfassade nun einen schlichten Putz erhalten. Die großen Öffnungen des Kathedralenraums erhalten wieder transparente Glasscheiben wie im Originalzustand von 1927. Raumdurchdringungen von innen nach außen sind als konisch verzogene Kubaturen im Kontrast zu den vorhandenen roten Klinkerfassaden formuliert und verweisen auf die neue Nutzung. Erst durch diese Neuinterpretation des alten denkmalgeschützten Industriegebäudes wird das neue Zentrum für Kunst- und Kreativität als Beitrag zum europäischen Kulturhauptstadtjahr 2010 entstehen.
King Fahad Nationalbibliothek RiadKönigreich Saudi-Arabien
Wettbewerb: 2002 - 1. Preis
Bauzeit: 2007 - 2010
Bauherr: Königreich Saudi-Arabien vertr. durch die Arriyadh Development Authority
BGF: 68.500 m²
BRI: 452.000 m³
Der quadratische Neubau umhüllt mit seiner schwingenden, geometrischen Ordnung die Bibliothek aus den 1970er-Jahren und hebt sich deutlich von der heterogenen Stadtlandschaft ab. Inmitten eines urbanen Parks erscheint die neue Bibliothek offen und transparent und ist trotz ihrer Größe auf grazile Art mit dem Stadtraum verflochten.
Sie formt einen kubischen „Ring“ um den nach Denkmalschutzkriterien erhaltenen Altbau, der eine architektonische Einheit mit dem Neubau bildet. So dient das flache Dach des Altbaus als Lesesaal, während sich in seinem Inneren – wie in einer Schatztruhe – die Büchermagazine befinden. Über Brücken erreichen die Besucher vom Lesesaal den Freihandbereich im dritten Obergeschoss des Neubaus. Die vorhandene Kuppel wird als Stahl-Glas-Konstruktion neu gestaltet und überragt das neue Dach, das auch die Innenhöfe und den Lesesaal überdeckt. Eine unterhalb des Daches gespannte weiße Membran filtert das durch langgezogene Oberlichter dringende Tageslicht und versorgt alle Räume gleichmäßig mit blendfreiem Licht. Bei Dunkelheit übernehmen Leuchten oberhalb der als Lichtdecke dienenden Membran diese Funktion.
Im Erdgeschoss befinden sich rund um den Altbau außer der Haupteingangshalle in erster Linie Ausstellungsflächen, ein Restaurant und eine Buchhandlung. Von den übrigen Nutzungen getrennt und separat zugänglich, ist die Bibliothek der Frauen im ersten Obergeschoss des neuen Südwestflügels untergebracht. Eingespannte weiße Membranflächen, die von einer dreidimensionalen zugbelasteten Stahlseilkonstruktion gehalten werden, dienen vor den Obergeschossfassaden als Sonnenschutz und interpretieren die arabische Tradition der Zeltstrukturen auf technologisch moderne Art und Weise. Ebenso findet hier das im kulturellen Verständnis der Araber verankerte Prinzip des Verhüllens Eingang in die Architektur. In der Addition von Alt und Neu entsteht ein einheitliches und repräsentatives architektonisches Erscheinungsbild mit charakteristischer Formgebung. Nachts erstrahlt die Fassade in wechselnden Farben und wird zum kulturellen Leuchtturm der Stadt.
Bauzeit: 2007 - 2010
Bauherr: Königreich Saudi-Arabien vertr. durch die Arriyadh Development Authority
BGF: 68.500 m²
BRI: 452.000 m³
Der quadratische Neubau umhüllt mit seiner schwingenden, geometrischen Ordnung die Bibliothek aus den 1970er-Jahren und hebt sich deutlich von der heterogenen Stadtlandschaft ab. Inmitten eines urbanen Parks erscheint die neue Bibliothek offen und transparent und ist trotz ihrer Größe auf grazile Art mit dem Stadtraum verflochten.
Sie formt einen kubischen „Ring“ um den nach Denkmalschutzkriterien erhaltenen Altbau, der eine architektonische Einheit mit dem Neubau bildet. So dient das flache Dach des Altbaus als Lesesaal, während sich in seinem Inneren – wie in einer Schatztruhe – die Büchermagazine befinden. Über Brücken erreichen die Besucher vom Lesesaal den Freihandbereich im dritten Obergeschoss des Neubaus. Die vorhandene Kuppel wird als Stahl-Glas-Konstruktion neu gestaltet und überragt das neue Dach, das auch die Innenhöfe und den Lesesaal überdeckt. Eine unterhalb des Daches gespannte weiße Membran filtert das durch langgezogene Oberlichter dringende Tageslicht und versorgt alle Räume gleichmäßig mit blendfreiem Licht. Bei Dunkelheit übernehmen Leuchten oberhalb der als Lichtdecke dienenden Membran diese Funktion.
Im Erdgeschoss befinden sich rund um den Altbau außer der Haupteingangshalle in erster Linie Ausstellungsflächen, ein Restaurant und eine Buchhandlung. Von den übrigen Nutzungen getrennt und separat zugänglich, ist die Bibliothek der Frauen im ersten Obergeschoss des neuen Südwestflügels untergebracht. Eingespannte weiße Membranflächen, die von einer dreidimensionalen zugbelasteten Stahlseilkonstruktion gehalten werden, dienen vor den Obergeschossfassaden als Sonnenschutz und interpretieren die arabische Tradition der Zeltstrukturen auf technologisch moderne Art und Weise. Ebenso findet hier das im kulturellen Verständnis der Araber verankerte Prinzip des Verhüllens Eingang in die Architektur. In der Addition von Alt und Neu entsteht ein einheitliches und repräsentatives architektonisches Erscheinungsbild mit charakteristischer Formgebung. Nachts erstrahlt die Fassade in wechselnden Farben und wird zum kulturellen Leuchtturm der Stadt.
Neue Messe Karlsruhe
Wettbewerb: 2000 - 1. Preis
Bauzeit: 2001 - 2003
Bauherr: Karlsruher Kongress- und Ausstellungs GmbH
BGF: 99.501 m²
BRI: 1.179.626 m³
In strenger Axialsymmetrie führt die Neue Messe die Tradition von Karlsruhe und seiner Schlossanlage als „grüne Stadt“ mit einer Verflechtung von Gebäuden und Landschaft fort: Eine Grünachse durchzieht die gesamte Messe, beginnend mit einem Landschaftssee vor dem Haupteingang an der Bundesstraße über einen Gartenhof im Zentrum bis in den freien Landschaftsraum. Die allgegenwärtigen Blickbezüge sorgen für eine einfache Orientierung innerhalb der Gebäude und integrieren die offene Landschaft mit den Ausläufern des Schwarzwalds in alle Bereiche der Messe.
Ein ausladendes, scheinbar schwereloses Dach markiert als einladende Geste den Haupteingang. Darunter schiebt sich die viergeschossige Messeloggia, die durch eine gläserne Lichtfuge von dem 26 m weit auskragenden Dach getrennt ist. Sonderfunktionen, wie Konferenz- und Pressezentrum belegen das zweite und ein Restaurant das dritte Obergeschoss des holzverkleideten Riegels. Ihre Erschließung erfolgt über Galerien aus der allseitig verglasten Aktionshalle, die den Blick freigibt auf die angrenzenden Messehallen und die Landschaft im Hintergrund. Ungeachtet der räumlich-funktionalen Trennung stehen die Konferenzräume somit in direkter optischer Verbindung zu den Ausstellungshallen.
An die Aktionshalle schließt ein verglaster Umgang an, der rund um den Gartenhof die vier symmetrisch zu beiden Seiten angelegten Ausstellungshallen miteinander verbindet. Diese Anordnung bietet sowohl den Besuchern als auch den Ausstellern einerseits eine optimale Orientierung mit hoher, erlebnisorientierter Verweilqualität und andererseits eine ebenso hochwertige logistisch-technische Ausstattung.
Alle Hallen werden über ihre gesamte Breite von jeweils 80 m stützenfrei mit einer gebogenen Dachkonstruktion aus Holz überspannt, die durch taillenförmige Lichtfugen in Querrichtung rhythmisiert ist. Unterhalb dieser Lichtfugen sind die statischen Querverspannungen bewusst „ins Licht gerückt“. Drei der vier 160 m langen Hallen haben eine glatte Dachuntersicht, die Multifunktionshalle wird hingegen von einem stärker belastbaren, rautenförmigen Holztragwerk mit durchlaufenden, übereinanderliegenden Bindern bestimmt. Die Dächer sind außen ebenso wie die Fassaden der Hallen und der ausladende Dachflügel über dem Eingangsgebäude mit Metall verkleidet.
Bauzeit: 2001 - 2003
Bauherr: Karlsruher Kongress- und Ausstellungs GmbH
BGF: 99.501 m²
BRI: 1.179.626 m³
In strenger Axialsymmetrie führt die Neue Messe die Tradition von Karlsruhe und seiner Schlossanlage als „grüne Stadt“ mit einer Verflechtung von Gebäuden und Landschaft fort: Eine Grünachse durchzieht die gesamte Messe, beginnend mit einem Landschaftssee vor dem Haupteingang an der Bundesstraße über einen Gartenhof im Zentrum bis in den freien Landschaftsraum. Die allgegenwärtigen Blickbezüge sorgen für eine einfache Orientierung innerhalb der Gebäude und integrieren die offene Landschaft mit den Ausläufern des Schwarzwalds in alle Bereiche der Messe.
Ein ausladendes, scheinbar schwereloses Dach markiert als einladende Geste den Haupteingang. Darunter schiebt sich die viergeschossige Messeloggia, die durch eine gläserne Lichtfuge von dem 26 m weit auskragenden Dach getrennt ist. Sonderfunktionen, wie Konferenz- und Pressezentrum belegen das zweite und ein Restaurant das dritte Obergeschoss des holzverkleideten Riegels. Ihre Erschließung erfolgt über Galerien aus der allseitig verglasten Aktionshalle, die den Blick freigibt auf die angrenzenden Messehallen und die Landschaft im Hintergrund. Ungeachtet der räumlich-funktionalen Trennung stehen die Konferenzräume somit in direkter optischer Verbindung zu den Ausstellungshallen.
An die Aktionshalle schließt ein verglaster Umgang an, der rund um den Gartenhof die vier symmetrisch zu beiden Seiten angelegten Ausstellungshallen miteinander verbindet. Diese Anordnung bietet sowohl den Besuchern als auch den Ausstellern einerseits eine optimale Orientierung mit hoher, erlebnisorientierter Verweilqualität und andererseits eine ebenso hochwertige logistisch-technische Ausstattung.
Alle Hallen werden über ihre gesamte Breite von jeweils 80 m stützenfrei mit einer gebogenen Dachkonstruktion aus Holz überspannt, die durch taillenförmige Lichtfugen in Querrichtung rhythmisiert ist. Unterhalb dieser Lichtfugen sind die statischen Querverspannungen bewusst „ins Licht gerückt“. Drei der vier 160 m langen Hallen haben eine glatte Dachuntersicht, die Multifunktionshalle wird hingegen von einem stärker belastbaren, rautenförmigen Holztragwerk mit durchlaufenden, übereinanderliegenden Bindern bestimmt. Die Dächer sind außen ebenso wie die Fassaden der Hallen und der ausladende Dachflügel über dem Eingangsgebäude mit Metall verkleidet.
Biologicum und Exzellenzcluster, Campus Riedberg
Gerber Architekten, Dortmund
Wettbewerb: Prof. Eckhard Gerber, Benjamin Sieber, Matthias Deilke
Gesamtleitung: Prof. Eckhard Gerber
Projektdirektor: Jens Haake
Projektleiter: Michael Halbeisen
Oberbauleitung: Dr. Heinrich Horn, Heinz Dieter Schaake
Bauleitung: Melanie Bäcker, Wolf-Dieter Kerber, Sohaila Sarzaiem, Keith Stoltenfeldt
Mitarbeiter: Eugen Adam, Almut Bodmann, Annette Korte, Marko Kraus, Petra Luis, Beate Mack, Markus Petry, Nathalie Ponamarev, Benjamin Sieber u.a.
Wettbewerb: 1. Preis 2006
Bauzeit: 2007 - 2011
HNF: 10.100 m2
BGF: 25.450 m2
BRI: 103.000 m3
Arbeitsplätze für 1.400 Studierende und 150 Wissenschaftler/innen*
Mit der Verlagerung der universitären Biowissenschaften und des Max-Planck-Instituts (MPI) auf den Campus Riedberg wird eine synergetische Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit einem positiven Effekt für die Universität initiiert. Die Forschungsaktivitäten reichen von den klassischen Gebieten der Zoologie und Botanik bis hin zu den zellulären und molekularen Biowissenschaften. Entstanden sind hochwertige Laboreinrichtungen mit einem Tierhaus.
Das Biologicum am Westrand des neuen Campus gliedert sich in vier parallele Riegel, die kammartig an eine Magistrale anschließen und auf etwa 10.000 Quadratmetern Hauptnutzfläche nun Platz für die zwölf forschenden Arbeitsgruppen bieten. Zudem gibt es Hörsäle und Kursräume, Seminarzonen und eine Cafeteria - das Tierhaus ist an der Ostseite des Gebäudes angegliedert. Der allgemeine und offene Lehrbereich ist klar getrennt von den abgeschlossenen Institutsbereichen. Die parallelen Riegel nehmen in den drei oberen Geschossen die Forschungsinstitute mit erhöhten Sicherheitsanforderungen auf. Diese sind zweibündig organisiert, mit Büros nach Süden und den Laboren gegenüberliegend nach Norden.
Die vorhandene Topografie in Form des abfallenden Geländes wird funktional benutzt, so werden die studentischen Lehr- und Übungsräume im Erdgeschoss in einem Untergeschoss weitergeführt.
Der Haupteingang liegt im Erdgeschoss des ersten Riegels, an der Max-von- Laue-Straße, nach Eintritt öffnet sich ein Blick durch die Erschließungsachse nach Süden auf die Frankfurter Skyline, während sich an den Flurenden der einzelnen Institute in den Riegeln kleine Aufweitungen zur Kommunikation befinden, die einen Ausblick nach Westen zu den Bergen des Taunus bieten.
Durch die Kammstruktur bilden sich drei Innenhofsituationen, die dem Gebäude für Forschung und Lehre eine anregende und dennoch konzentrierte Atmosphäre verleihen. Sie sind als unterschiedliche Themengärten mit Wege und Sitzgelegenheiten gestaltet und laden zum Verweilen und zum interdisziplinären Austausch ein.
Die Fassaden aus großformatigen Betonelementen mit akzentuierenden senkrechten Fugen vor den Laboren und Büros ziehen sich wie ein Band um das gesamte Gebäude und wirken mit wenigen stehenden Fensterformaten weitgehend geschlossen. Die introvertierten Bereiche zu den grünen Innenhöfen sind dagegen als verglaste Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführt.
Das benachbarte Exzellenzcluster ist über einen geschlossenen Glasgang im ersten Geschoss zu erreichen.
Exzellenzcluster der Goethe Universität, Makromolekulare Komplexe,
Campus Riedberg, Universität Frankfurt a.M.
Die Goethe Universität Frankfurt a. M. ist ein international ausgewiesenes Zentrum im Bereich der Strukturbiologie, der Wissenschaft, die sich mit der dreidimensionalen Struktur biologisch wichtiger Moleküle beschäftigt. Im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Land ist auf dem naturwissenschaftlichen Campus Riedberg der Johann Wolfgang Goethe-Universität ein Institutsgebäude für Makromolekulare Komplexe mit hochwertigen Laboren für die Fachbereiche Physik, Biochemie, Chemie und Pharmazie, Biowissenschaften und Medizin entstanden. Hier wird universitäre Spitzenforschung gezielt aufgespürt und nachhaltig unterstützt und damit eine strukturierte Ausbildung von Forschungsnachwuchs etabliert.
Architektur, Projektplanung und Bauleitung:
Gerber Architekten, Dortmund
Gesamtleitung: Prof. Eckhard Gerber
Projektdirektor: Jens Haake
Projektleiter: Michael Halbeisen, Beate Mack
Oberbauleitung: Ralf Schneider
Bauleitung: Wolf-Dieter Kerber, Walter Rausch u.a.
Mitarbeiter: Eugen Adam, Almut Bodmann, Marko Kraus, Petra Luis, Nathalie Ponamarev u.a.
Bauzeit: 03/2009 - 2011
HNF: 3.100 m2
BGF: 7.000 m2
BRI: 29.000 m3
Das Grundstück des Exzellenzclusters schließt an das ebenfalls von Gerber Architekten geplante Biologicum an das über eine gläserne Brücke im zweiten Obergeschoss mit dem Exzellenzcluster verbunden ist.
Der Neubau des Exzellenzclusters ist quadratisch um einen innenliegenden, terrassierten Hof organisiert. Das Gelände fällt insgesamt um ein Geschoss ab, so dass sich das Untergeschoss als Eingangsgeschoss in dieser Richtung aus dem Hang herauslöst. Ein umlaufender Stahlbetonfertigteilrahmen in der Fassade fasst die drei Obergeschosse ein. Den Fensterbändern mit integrierten Öffnungsflügeln aus Holz sind Wartungsbalkone vorgelagert, an denen ein Sonnenschutz aus horizontalen Aluminiumprofilen befestigt ist.
Ein Rücksprung in der gläsernen Südfassade des Erdgeschosses markiert den Haupteingang. Zunächst betritt der Besucher ein Foyer, das einen direkten Blick in den begrünten Innenhof gewährt.
An das Foyer schließt sich das im Ostteil des Gebäudes gelegene Haupterschließungsfoyer an. Die drei Regelinstitutsgeschosse mit 70 Prozent Labor- und 30 Prozent Büroflächen sind ringfömig in drei Riegeln als Zweibundsystem um den Innenhof angelegt, wobei die Labore nach außen und die Büros zum Innenhof orientiert sind.
Das Erschließungsfoyer ist mit seinen über die Geschosse angelegten offenen Galerien als zum Hof verglaster Einbund angelegt, um so eine optimale innere Funktion und einfache Orientierung für das
Gesamtgebäude herzustellen. Der als Grünanlage gestaltete Innenhof mit Holzterrassen und Sitzgelegenheiten ist atmosphärisch präsent und unterstützt Begegnungen und Kommunikation zwischen Mitarbeitern unterschiedlicher Abteilungen.
Wettbewerb: Prof. Eckhard Gerber, Benjamin Sieber, Matthias Deilke
Gesamtleitung: Prof. Eckhard Gerber
Projektdirektor: Jens Haake
Projektleiter: Michael Halbeisen
Oberbauleitung: Dr. Heinrich Horn, Heinz Dieter Schaake
Bauleitung: Melanie Bäcker, Wolf-Dieter Kerber, Sohaila Sarzaiem, Keith Stoltenfeldt
Mitarbeiter: Eugen Adam, Almut Bodmann, Annette Korte, Marko Kraus, Petra Luis, Beate Mack, Markus Petry, Nathalie Ponamarev, Benjamin Sieber u.a.
Wettbewerb: 1. Preis 2006
Bauzeit: 2007 - 2011
HNF: 10.100 m2
BGF: 25.450 m2
BRI: 103.000 m3
Arbeitsplätze für 1.400 Studierende und 150 Wissenschaftler/innen*
Mit der Verlagerung der universitären Biowissenschaften und des Max-Planck-Instituts (MPI) auf den Campus Riedberg wird eine synergetische Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit einem positiven Effekt für die Universität initiiert. Die Forschungsaktivitäten reichen von den klassischen Gebieten der Zoologie und Botanik bis hin zu den zellulären und molekularen Biowissenschaften. Entstanden sind hochwertige Laboreinrichtungen mit einem Tierhaus.
Das Biologicum am Westrand des neuen Campus gliedert sich in vier parallele Riegel, die kammartig an eine Magistrale anschließen und auf etwa 10.000 Quadratmetern Hauptnutzfläche nun Platz für die zwölf forschenden Arbeitsgruppen bieten. Zudem gibt es Hörsäle und Kursräume, Seminarzonen und eine Cafeteria - das Tierhaus ist an der Ostseite des Gebäudes angegliedert. Der allgemeine und offene Lehrbereich ist klar getrennt von den abgeschlossenen Institutsbereichen. Die parallelen Riegel nehmen in den drei oberen Geschossen die Forschungsinstitute mit erhöhten Sicherheitsanforderungen auf. Diese sind zweibündig organisiert, mit Büros nach Süden und den Laboren gegenüberliegend nach Norden.
Die vorhandene Topografie in Form des abfallenden Geländes wird funktional benutzt, so werden die studentischen Lehr- und Übungsräume im Erdgeschoss in einem Untergeschoss weitergeführt.
Der Haupteingang liegt im Erdgeschoss des ersten Riegels, an der Max-von- Laue-Straße, nach Eintritt öffnet sich ein Blick durch die Erschließungsachse nach Süden auf die Frankfurter Skyline, während sich an den Flurenden der einzelnen Institute in den Riegeln kleine Aufweitungen zur Kommunikation befinden, die einen Ausblick nach Westen zu den Bergen des Taunus bieten.
Durch die Kammstruktur bilden sich drei Innenhofsituationen, die dem Gebäude für Forschung und Lehre eine anregende und dennoch konzentrierte Atmosphäre verleihen. Sie sind als unterschiedliche Themengärten mit Wege und Sitzgelegenheiten gestaltet und laden zum Verweilen und zum interdisziplinären Austausch ein.
Die Fassaden aus großformatigen Betonelementen mit akzentuierenden senkrechten Fugen vor den Laboren und Büros ziehen sich wie ein Band um das gesamte Gebäude und wirken mit wenigen stehenden Fensterformaten weitgehend geschlossen. Die introvertierten Bereiche zu den grünen Innenhöfen sind dagegen als verglaste Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführt.
Das benachbarte Exzellenzcluster ist über einen geschlossenen Glasgang im ersten Geschoss zu erreichen.
Exzellenzcluster der Goethe Universität, Makromolekulare Komplexe,
Campus Riedberg, Universität Frankfurt a.M.
Die Goethe Universität Frankfurt a. M. ist ein international ausgewiesenes Zentrum im Bereich der Strukturbiologie, der Wissenschaft, die sich mit der dreidimensionalen Struktur biologisch wichtiger Moleküle beschäftigt. Im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Land ist auf dem naturwissenschaftlichen Campus Riedberg der Johann Wolfgang Goethe-Universität ein Institutsgebäude für Makromolekulare Komplexe mit hochwertigen Laboren für die Fachbereiche Physik, Biochemie, Chemie und Pharmazie, Biowissenschaften und Medizin entstanden. Hier wird universitäre Spitzenforschung gezielt aufgespürt und nachhaltig unterstützt und damit eine strukturierte Ausbildung von Forschungsnachwuchs etabliert.
Architektur, Projektplanung und Bauleitung:
Gerber Architekten, Dortmund
Gesamtleitung: Prof. Eckhard Gerber
Projektdirektor: Jens Haake
Projektleiter: Michael Halbeisen, Beate Mack
Oberbauleitung: Ralf Schneider
Bauleitung: Wolf-Dieter Kerber, Walter Rausch u.a.
Mitarbeiter: Eugen Adam, Almut Bodmann, Marko Kraus, Petra Luis, Nathalie Ponamarev u.a.
Bauzeit: 03/2009 - 2011
HNF: 3.100 m2
BGF: 7.000 m2
BRI: 29.000 m3
Das Grundstück des Exzellenzclusters schließt an das ebenfalls von Gerber Architekten geplante Biologicum an das über eine gläserne Brücke im zweiten Obergeschoss mit dem Exzellenzcluster verbunden ist.
Der Neubau des Exzellenzclusters ist quadratisch um einen innenliegenden, terrassierten Hof organisiert. Das Gelände fällt insgesamt um ein Geschoss ab, so dass sich das Untergeschoss als Eingangsgeschoss in dieser Richtung aus dem Hang herauslöst. Ein umlaufender Stahlbetonfertigteilrahmen in der Fassade fasst die drei Obergeschosse ein. Den Fensterbändern mit integrierten Öffnungsflügeln aus Holz sind Wartungsbalkone vorgelagert, an denen ein Sonnenschutz aus horizontalen Aluminiumprofilen befestigt ist.
Ein Rücksprung in der gläsernen Südfassade des Erdgeschosses markiert den Haupteingang. Zunächst betritt der Besucher ein Foyer, das einen direkten Blick in den begrünten Innenhof gewährt.
An das Foyer schließt sich das im Ostteil des Gebäudes gelegene Haupterschließungsfoyer an. Die drei Regelinstitutsgeschosse mit 70 Prozent Labor- und 30 Prozent Büroflächen sind ringfömig in drei Riegeln als Zweibundsystem um den Innenhof angelegt, wobei die Labore nach außen und die Büros zum Innenhof orientiert sind.
Das Erschließungsfoyer ist mit seinen über die Geschosse angelegten offenen Galerien als zum Hof verglaster Einbund angelegt, um so eine optimale innere Funktion und einfache Orientierung für das
Gesamtgebäude herzustellen. Der als Grünanlage gestaltete Innenhof mit Holzterrassen und Sitzgelegenheiten ist atmosphärisch präsent und unterstützt Begegnungen und Kommunikation zwischen Mitarbeitern unterschiedlicher Abteilungen.
Otto-Stern-Zentrum der Goethe Universität, Campus Riedberg
Architektur, Projektplanung und Bauleitung:
Gerber Architekten, Dortmund
Gesamtleitung: Prof. Eckhard Gerber
Wettbewerb: Prof. Eckhard Gerber, Alexandra Kranert, Nils Kummer, René Albrecht
Projektdirektor: Jens Haake
Projektleiter: Juana Grunwald, Markus Petry
Oberbauleitung: Ralf-Josef Binninger, Peter Köhler, Burkhard Ross
Bauleitung: Melanie Bäcker, Christian Ludwig, Heinz Dieter Schaake, Oliver Skerbs, Simone Saul, Ulrich Scheinhardt
Mitarbeiter: Andrzej Bleszynski, Rolf Knie, Annette Korte, Stefan Lemke, Peter Masik, Martin Riechel, Wolfgang Riegger, , Eugen Schmidt u.a.
Wettbewerb: 1. Preis 2006
Bauzeit: 2008 - 2011
HNF: 5.600 m2
BGF: 11.500 m2
BRI: 65.300 m3
Das Otto-Stern-Zentrum als zentrale Mitte des Campus Riedberg
Stadträumlich ist eine anspruchsvolle Wegebeziehung von der S-Bahn-Station zum Campus Riedberg entwickelt. Ein zweigeschossiges Foyer ermöglicht durch den geschosshohen Höhenunterschied eine jeweils ebenerdige Erschließung von den beiden begrenzenden Straßen. Das Hörsaalzentrum bildet, die sichtbare Baumasse deutlich verringernd, den Sockel als begehbare Platzfläche mit großer Freitreppe und erhält über Gartenhöfe seitliches Tageslicht. Das als Verteilerebene verglaste Foyer markiert die Fuge zum darüber liegenden, goldfarbenen, scheinbar schwebenden, metallverkleideten Baukörper, in dem sich die zentrale Bibliothek befindet.
Gerber Architekten, Dortmund
Gesamtleitung: Prof. Eckhard Gerber
Wettbewerb: Prof. Eckhard Gerber, Alexandra Kranert, Nils Kummer, René Albrecht
Projektdirektor: Jens Haake
Projektleiter: Juana Grunwald, Markus Petry
Oberbauleitung: Ralf-Josef Binninger, Peter Köhler, Burkhard Ross
Bauleitung: Melanie Bäcker, Christian Ludwig, Heinz Dieter Schaake, Oliver Skerbs, Simone Saul, Ulrich Scheinhardt
Mitarbeiter: Andrzej Bleszynski, Rolf Knie, Annette Korte, Stefan Lemke, Peter Masik, Martin Riechel, Wolfgang Riegger, , Eugen Schmidt u.a.
Wettbewerb: 1. Preis 2006
Bauzeit: 2008 - 2011
HNF: 5.600 m2
BGF: 11.500 m2
BRI: 65.300 m3
Das Otto-Stern-Zentrum als zentrale Mitte des Campus Riedberg
Stadträumlich ist eine anspruchsvolle Wegebeziehung von der S-Bahn-Station zum Campus Riedberg entwickelt. Ein zweigeschossiges Foyer ermöglicht durch den geschosshohen Höhenunterschied eine jeweils ebenerdige Erschließung von den beiden begrenzenden Straßen. Das Hörsaalzentrum bildet, die sichtbare Baumasse deutlich verringernd, den Sockel als begehbare Platzfläche mit großer Freitreppe und erhält über Gartenhöfe seitliches Tageslicht. Das als Verteilerebene verglaste Foyer markiert die Fuge zum darüber liegenden, goldfarbenen, scheinbar schwebenden, metallverkleideten Baukörper, in dem sich die zentrale Bibliothek befindet.
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Projektdaten
Wettbewerb 2004 - 1. Preis
Bauzeit 2008 - 2011
Baukosten voraussichtlich 32,2 Mio. €
BGF: 18.283 m²
BRI: 74.963 m³
HNF: 5.405 m²
NF: 8.578 m²
Anzahl der Räume: 227
7 Hörsäle, insgesamt mit einer Nutzfläche von 1.012 m²
Architektur, Projektplanung und Bauleitung
Gerber Architekten, Dortmund
Gesamtleitung: Prof. Eckhard Gerber
Wettbewerb: Prof. Eckhard Gerber, Arnold Brückner, Kirstin Fried, Manuela Perz, Marius Puppendahl, Siegbert Hennecke u.a.
Projektleitung: Jens Haake, Markus Nabrotzki, Martin Riechel
Bauleitung: Barbara Breitenbach, Paul Pfeuffer
Mitarbeiter: Elisabeth Bruns, Simone Saul, , Frank Degenkolb, Heinz Dieter Schaake, Lucy Murawski, Keith Stoltenfeldt, Soudabeh Zerangi u.a.
Das lichte, klar gegliederte Gebäudeensemble entstand nach Plänen von Prof. Eckhard Gerber und seinem Team Gerber Architekten, die sich auch für die Bauleitung verantwortlich zeichnen. Die Fachbereiche Gestaltung, Informatik, Wirtschaftsinformatik und E-Commerce der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt haben einen großzügigen neuen Campus erhalten. Pünktlich zum Wintersemester im Oktober konnten etwa 1000 Studierende ihre Arbeit aufnehmen.
Die besondere, sehr schöne landschaftliche Situation des Grundstücks am Sanderheinrichsleitenweg mit seiner Hanglage ist Ausgangspunkt für den Dialog zwischen Architektur und Landschaft und bildet den wesentlichen Ansatz für das Entwurfskonzept, mit dem das Büro Gerber Architekten 2004 den Wettbewerb gewonnen hatte. Die Hochschule ist in einen großräumigen landschaftlichen Zusammenhang gestellt und mit zwei verschränkten L-förmigen Baukörpern über einem zweigeschossigen Sockel in die Hanglandschaft eingebettet. Die Gebäudewinkel umschließen einen offenen Innenhof. Durch die Aufständerung des südlichen Gebäudewinkels bietet sich ein Blick über den südlich gelegenen Talkessel in die Weite der Landschaft. Unterschiedlichste Raumangebote mit vielfältigen Verknüpfungen zwischen innen und außen tragen zum intensiven Kommunizieren bei, so dass ein attraktiver Ort für Lehre und Forschung, Kommunikation und Kreativität entstanden ist. Der aufgeständerte Winkel beherbergt die konstruktiv aufwendigeren Hörsäle, während der zweite, viergeschossige Trakt mit seiner kleinteiligen Struktur Übungs- und Seminarräume sowie die Büros der Professoren aufnimmt. Im Hofgeschoss sind beide Gebäude funktional und barrierefrei miteinander verbunden. Das weit über das Seminargebäude hinausragende Dach markiert mit seinen über drei Geschosse reichenden Stützen den Haupteingang. Die Gebäudegestalt ist in Form eines gefalteten, geschlossenen Bandes (Wände/Dächer) entwickelt. Die offenen Außenwände der Südfassade sind im Gegensatz hierzu verglast und gegen die Sonne durch außenliegende Sonnenschutzlamellen geschützt. Alle Räume des Institutsgebäudes sind durch öffenbare Fenster natürlich be- und entlüftet.
Die Fassaden sind in Sichtbeton, sowohl in Ortbeton als auch mit Betonfertigteilen, mit einer innenliegenden Kerndämmung in außergewöhnlich guter Qualität ausgeführt. Die helle Einfärbung und angenehme Anmutung des Betons ist eine regionale Referenz: Bei der Betonherstellung wurde ockerfarbener Mainsand als Zuschlag verwendet. Das Dach ist als extensiv begrüntes Flachdach ausgeführt und wird kurzfristig mit Photovoltaikanlagen als regenerative Energieträger ausgebaut.
Wettbewerb 2004 - 1. Preis
Bauzeit 2008 - 2011
Baukosten voraussichtlich 32,2 Mio. €
BGF: 18.283 m²
BRI: 74.963 m³
HNF: 5.405 m²
NF: 8.578 m²
Anzahl der Räume: 227
7 Hörsäle, insgesamt mit einer Nutzfläche von 1.012 m²
Architektur, Projektplanung und Bauleitung
Gerber Architekten, Dortmund
Gesamtleitung: Prof. Eckhard Gerber
Wettbewerb: Prof. Eckhard Gerber, Arnold Brückner, Kirstin Fried, Manuela Perz, Marius Puppendahl, Siegbert Hennecke u.a.
Projektleitung: Jens Haake, Markus Nabrotzki, Martin Riechel
Bauleitung: Barbara Breitenbach, Paul Pfeuffer
Mitarbeiter: Elisabeth Bruns, Simone Saul, , Frank Degenkolb, Heinz Dieter Schaake, Lucy Murawski, Keith Stoltenfeldt, Soudabeh Zerangi u.a.
Das lichte, klar gegliederte Gebäudeensemble entstand nach Plänen von Prof. Eckhard Gerber und seinem Team Gerber Architekten, die sich auch für die Bauleitung verantwortlich zeichnen. Die Fachbereiche Gestaltung, Informatik, Wirtschaftsinformatik und E-Commerce der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt haben einen großzügigen neuen Campus erhalten. Pünktlich zum Wintersemester im Oktober konnten etwa 1000 Studierende ihre Arbeit aufnehmen.
Die besondere, sehr schöne landschaftliche Situation des Grundstücks am Sanderheinrichsleitenweg mit seiner Hanglage ist Ausgangspunkt für den Dialog zwischen Architektur und Landschaft und bildet den wesentlichen Ansatz für das Entwurfskonzept, mit dem das Büro Gerber Architekten 2004 den Wettbewerb gewonnen hatte. Die Hochschule ist in einen großräumigen landschaftlichen Zusammenhang gestellt und mit zwei verschränkten L-förmigen Baukörpern über einem zweigeschossigen Sockel in die Hanglandschaft eingebettet. Die Gebäudewinkel umschließen einen offenen Innenhof. Durch die Aufständerung des südlichen Gebäudewinkels bietet sich ein Blick über den südlich gelegenen Talkessel in die Weite der Landschaft. Unterschiedlichste Raumangebote mit vielfältigen Verknüpfungen zwischen innen und außen tragen zum intensiven Kommunizieren bei, so dass ein attraktiver Ort für Lehre und Forschung, Kommunikation und Kreativität entstanden ist. Der aufgeständerte Winkel beherbergt die konstruktiv aufwendigeren Hörsäle, während der zweite, viergeschossige Trakt mit seiner kleinteiligen Struktur Übungs- und Seminarräume sowie die Büros der Professoren aufnimmt. Im Hofgeschoss sind beide Gebäude funktional und barrierefrei miteinander verbunden. Das weit über das Seminargebäude hinausragende Dach markiert mit seinen über drei Geschosse reichenden Stützen den Haupteingang. Die Gebäudegestalt ist in Form eines gefalteten, geschlossenen Bandes (Wände/Dächer) entwickelt. Die offenen Außenwände der Südfassade sind im Gegensatz hierzu verglast und gegen die Sonne durch außenliegende Sonnenschutzlamellen geschützt. Alle Räume des Institutsgebäudes sind durch öffenbare Fenster natürlich be- und entlüftet.
Die Fassaden sind in Sichtbeton, sowohl in Ortbeton als auch mit Betonfertigteilen, mit einer innenliegenden Kerndämmung in außergewöhnlich guter Qualität ausgeführt. Die helle Einfärbung und angenehme Anmutung des Betons ist eine regionale Referenz: Bei der Betonherstellung wurde ockerfarbener Mainsand als Zuschlag verwendet. Das Dach ist als extensiv begrüntes Flachdach ausgeführt und wird kurzfristig mit Photovoltaikanlagen als regenerative Energieträger ausgebaut.
Instituts- und Hörsaalgebäude der Chemie, Justus-Liebig-Universität Gießen
Architektur, Projektplanung und Bauleitung
Gerber Architekten, Dortmund
Wettbewerb: 2008 - 1. Preis
Bauzeit: 2010-2013
BGF: 28.600 m2
BRI: 127.360 m3
Entwurf: Eckhard Gerber
Projektdirektor Jens Haake
Projektleiter: Michael Halbeisen
Mitarbeiter: Malte Krohn, Markus Nabrotzki, Benjamin Sieber, Alexandra Kranert, Stefan Lemke, Nathalie Ponamarev, Almut Bodmann, Marko Kraus, Eugen Adam u.a.
Der Namensgeber der Universität, Justus Liebig, der 1824 auf Empfehlung von Alexander von Humboldt als Professor berufen rund 28 Jahre an der damaligen Ludoviciana arbeitete, entwickelte ein Labor, das zum Vorbild für die Ausstattung chemischer Laboratorien auf der ganzen Welt wurde. Bis heute ist die Gießener Chemie eine Kerndisziplin und nimmt eine zentrale Brückenfunktion zwischen Medizin, Biologie, Physik und den angrenzenden Fächern Agrar- und Ernährungswissenschaften wahr. Zahlreiche Institute werden nun am neuen Standort zusammengeführt. Modernste Arbeitsbedingungen in Labor- und Arbeitsräumen mit 20 leistungsstarken Großgeräten tragen zur Fortführung einer über 400 Jahre alten Tradition systematischer Forschung und praxisbezogener Lehre bei.
Wesentliches Merkmal des siegreichen Wettbewerbsbeitrags war die Verknüpfung der Baukörper mit einer glasüberdeckten Magistrale, über die alle Bereiche erschlossen werden und die als innerer öffentlicher Weg entlang der Längsachse des Gebäudes den Neubau der Chemie in einen langgestreckten Riegel und einen U- förmigen Baukörper gliedert.
Die Forschungslabore und Magistrale sind zu einem großzügigen, begrünten und terrassierten Innenhof ausgerichtet. An das Institutsgebäude schließt sich der Hörsaalkomplex als eigenständiger Baukörper an. Zusammen bilden die Gebäude am Ende der zentralen Campusmagistrale den städtebaulichen Rahmen für einen neuen öffentlichen Platz, die sogenannte Piazza Süd.
Zentraler Gedanke der Grundrissentwicklung ist es sowohl öffentliche als auch weniger öffentliche Forschungsbereiche innerhalb des Gebäudes zu einem Ganzen zusammenzuführen. Die Magistrale separiert die studentischen Übungslabore von den eher abgeschlossenen internen Institutsbereichen im U-förmigen Bau, gleichzeitig ist aber die ebenengleiche Lage von Instituten und dazugehörigen studentischen Übungslaboren möglich. Zusätzliche zweigeschossige gläserne Verbindungsbrücken zwischen den Gebäuden beleben den Hof, optimieren die Wegebeziehungen und bieten dabei gleichzeitig – mit Blick auf den Hof - gestaltete Aufenthalts- und Kommunikationszonen mit Sitzgruppen und temporären studentischen Arbeitsplätzen an.
Weißzementfarbige Sichtbetonrahmen fassen eine bis zur Deckenunterkante reichenden Pfosten-Riegel-Fassadenkonstruktion ein, deren Charakter aus einer spielerisch anmutenden Anordnung grüner Fensterpaneel-Elemente geprägt wird.
Das dreigeschossige Hörsaalgebäude wird von der Piazza Süd als zweigeschossiges Volumen wahrgenommen, nach Osten öffnet sich das Untergeschoss zu einem schönen ebenerdigen Außenbereich. Eine große Freitreppe im Foyer führt hinunter in dieses Untergeschoss, das wiederum direkt mit dem Foyer des Chemiegebäudes verbunden für Ausstellungen bei Kongresse und Tagungen genutzt werden kann.
Gerber Architekten, Dortmund
Wettbewerb: 2008 - 1. Preis
Bauzeit: 2010-2013
BGF: 28.600 m2
BRI: 127.360 m3
Entwurf: Eckhard Gerber
Projektdirektor Jens Haake
Projektleiter: Michael Halbeisen
Mitarbeiter: Malte Krohn, Markus Nabrotzki, Benjamin Sieber, Alexandra Kranert, Stefan Lemke, Nathalie Ponamarev, Almut Bodmann, Marko Kraus, Eugen Adam u.a.
Der Namensgeber der Universität, Justus Liebig, der 1824 auf Empfehlung von Alexander von Humboldt als Professor berufen rund 28 Jahre an der damaligen Ludoviciana arbeitete, entwickelte ein Labor, das zum Vorbild für die Ausstattung chemischer Laboratorien auf der ganzen Welt wurde. Bis heute ist die Gießener Chemie eine Kerndisziplin und nimmt eine zentrale Brückenfunktion zwischen Medizin, Biologie, Physik und den angrenzenden Fächern Agrar- und Ernährungswissenschaften wahr. Zahlreiche Institute werden nun am neuen Standort zusammengeführt. Modernste Arbeitsbedingungen in Labor- und Arbeitsräumen mit 20 leistungsstarken Großgeräten tragen zur Fortführung einer über 400 Jahre alten Tradition systematischer Forschung und praxisbezogener Lehre bei.
Wesentliches Merkmal des siegreichen Wettbewerbsbeitrags war die Verknüpfung der Baukörper mit einer glasüberdeckten Magistrale, über die alle Bereiche erschlossen werden und die als innerer öffentlicher Weg entlang der Längsachse des Gebäudes den Neubau der Chemie in einen langgestreckten Riegel und einen U- förmigen Baukörper gliedert.
Die Forschungslabore und Magistrale sind zu einem großzügigen, begrünten und terrassierten Innenhof ausgerichtet. An das Institutsgebäude schließt sich der Hörsaalkomplex als eigenständiger Baukörper an. Zusammen bilden die Gebäude am Ende der zentralen Campusmagistrale den städtebaulichen Rahmen für einen neuen öffentlichen Platz, die sogenannte Piazza Süd.
Zentraler Gedanke der Grundrissentwicklung ist es sowohl öffentliche als auch weniger öffentliche Forschungsbereiche innerhalb des Gebäudes zu einem Ganzen zusammenzuführen. Die Magistrale separiert die studentischen Übungslabore von den eher abgeschlossenen internen Institutsbereichen im U-förmigen Bau, gleichzeitig ist aber die ebenengleiche Lage von Instituten und dazugehörigen studentischen Übungslaboren möglich. Zusätzliche zweigeschossige gläserne Verbindungsbrücken zwischen den Gebäuden beleben den Hof, optimieren die Wegebeziehungen und bieten dabei gleichzeitig – mit Blick auf den Hof - gestaltete Aufenthalts- und Kommunikationszonen mit Sitzgruppen und temporären studentischen Arbeitsplätzen an.
Weißzementfarbige Sichtbetonrahmen fassen eine bis zur Deckenunterkante reichenden Pfosten-Riegel-Fassadenkonstruktion ein, deren Charakter aus einer spielerisch anmutenden Anordnung grüner Fensterpaneel-Elemente geprägt wird.
Das dreigeschossige Hörsaalgebäude wird von der Piazza Süd als zweigeschossiges Volumen wahrgenommen, nach Osten öffnet sich das Untergeschoss zu einem schönen ebenerdigen Außenbereich. Eine große Freitreppe im Foyer führt hinunter in dieses Untergeschoss, das wiederum direkt mit dem Foyer des Chemiegebäudes verbunden für Ausstellungen bei Kongresse und Tagungen genutzt werden kann.






