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Vortragsreihe an der TU Hanoi zum Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Seit August 2010 findet an der TU Hanoi eine Vortragsreihe zum Thema "Sustainable Development in Architecture and Construction: Energy Efficient Planning - Use of Renewable Energies - Green Building" statt.
Erasmus Eller wird innerhalb der nächsten 2 Jahre 10 Seminare in Hanoi und Ho Chi Min City abhalten.
Nach dem jeweils einwöchigen Seminar erhalten die Absolventen ein offizielles Diplom der Universität.
Organisiert wurde die Vortragsreihe vom VBI und der VECAS (Vietnamese Engineering Consultants Association) und finanziert mit Mitteln der DEG - Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft.
NAX Export-Ausstellung Deutscher Architektur-Export
Die Gruppenausstellung wurde erstmals im Dt. Pavillon "balancity" der Weltausstellung 2010 in Shanghai (17.-19.10.2010) gezeigt.
Die nächsten Stationen 2011 werden nochmals Shanghai, dann Chicago, Paris und der UIA Kongress in Tokio sein.
Besuch im Bundeskanzleramt
Auf Einladung der Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Erasmus Eller im März 2010 gemeinsam mit neun weiteren Unternehmern des deutschen Mittelstandes am Mittelstandtreffen der Bundeskanzlerin zum Thema "Wirtschaftserfolg durch Innovation" teilgenommen.
Landkreisamt Plauen, 2. Preis im Wettbewerb
Das ehemalige Warenhaus Tietz wird in seinem Hauptgebäude zur Bahnhofsstraße hin erhalten und durch eine gegliederten Neubau da ergänzt, wo eine sinnvolle Nutzung bzw. Umbau des Bestandes nicht mehr sinnvoll erscheint und ein Rückbau vertretbar ist.
Die neue Gebäudetypologie wird durch eine Aneinanderreihung von vier Volumen, die in ihrer Maßstäblichkeit auf die umliegende Bebauung reagieren, charakterisiert.
Die vier Gebäudevolumen verspringen entlang der Forststraße um ca. 3 m, so dass sich zum Haupteingang hin ein Vorplatz bildet, der im relativ engen Straßenraum eine angemessene Eingangssituation und Freiraum schafft. Eine unterschiedliche Höhenentwicklung der Blockstruktur schafft die Übergänge zum Bestand, der Rücksprung gliedert die lange Fassade.
Die weite Eingangsfassade des Foyers bietet für den Passanten spannende Ein- und Durchblicke.
Drei unterschiedlich gestaltete Innenhöfe bieten ein spannendes, innerstädtisches Arbeitsumfeld, das gleichzeitig eine einfache Orientierung und Zuordnung für Besucher schafft.
Einer der Höfe wird unmittelbar an den Altbau herangeführt, so dass der der Übergang zwischen Alt- und Neubau für Mitarbeiter und Besucher erlebbar wird. Eine Passage leitet von der Bahnhofsstraße über eine großzügige Treppenanlage zu einem überdachten Hof, und von dort in das zweigeschossige Foyer des Hauptzugangs.
Staatsbesuch beim russischen Präsidenten Medwedew
Erasmus Eller hat im Oktober 2010 Bundespräsident Christian Wulff auf einen Staatsbesuch nach Moskau und Sankt Petersburg begleitet.
Schwerpunkte der 4-tägigen Reise waren Gespräche mit den russischen Ministern für Entwicklung und Industrie und Handel sowie mit Abgeordneten der Staatsduma, ein Besuch der staatlichen Universität und der offizielle Staatsempfang im Kreml.
Wohnen in Düsseldorf-Bilk, 2. Preis im Wettbewerb
Am 30.11.2010 wurde die Entscheidung des Wettbewerbes für das ehemalige Auto Becker Grundstück in Düsseldorfs Innenstadt bekannt gegeben.
Eller + Eller Architekten haben für ihren Entwurf den 2. Preis gewonnen.
Das Wohnquartier auf dem ehemaligen Auto Becker Gelände fügt sich in seine gewachsene Umgebung ein. Die Bebauung schließt an die bestehende Blockbebauung auf dem Grundstück an und schließt diesen ab.
Durch die Zonierung des Gebietes in straßenbegleitende Blockbebauungen und zurückgesetzte Innenhofbebauungen entstehen unterschiedliche städtische Räume und Qualitäten.
Durch zurückspringende Gebäuderiegel an der Karolinger- und Suitbertusstraße öffnet sich das Quartier zur Umgebung. Der daran anschließende Quartiersboulevard lässt eine öffentliche fußläufige Durchwegung durch das Quartier zu. Beim Durchqueren des Grundstücks öffnen sich angrenzende Innenhöfe hinter Gebäuderiegeln. Es entsteht ein lebhaft, offenes Quartier mit einer guten Durchmischung der privaten und öffentlichen Bereiche.
Die Bebauung vermittelt zwischen den unterschiedlichen Freiflächen und strebt einen Ausgleich zwischen der Blockrandbebauung und der offenen Bauweise im Innern an.
Bei der Ausformulierung der einzelnen Baukörper bilden verspringende Fassadenelemente, Staffelungen und abgetreppte Dächer die gestalterischen und identitätsstiftenden Themen.
Eine ähnliche Kubatur- und Materialsprache für alle Gebäude fördert den Zusammenhalt des Quartiers.
Wanderausstellung "I Love My City"
Wanderausstellung "I Love My City. Nachhaltige Modernisierung von Stadträumen - Erfahrungen deutscher Architekten und Ingenieure in Russland und weltweit"
Die Ausstellung wurde von folgenden Gesellschaften organisiert: KdAI (Klub deutscher Architekten und Ingenieure), NAX (Netzwerk Architekturexport), DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen), russische Architektenkammer, RuGBC (Russian Green Building Council).
Die Ausstellung wurde erstmals gezeigt bei der Architektur-Biennale in Moskau (26.5.-26.6.2010).
Nächste Stationen sind die Messe "Projekt Grün" in Moskau (17.-18.11.2010) und das "Architektur- und Bauforum Süd" in Krasnodar (2.-5.3.2011).
Seniorenstift "Horstmann Haus Ruhrort", Duisburg
Das Seniorenstift "Horstmann Haus Ruhrort" ist Teil eines Gebäudeensembles für Haniel in Duisburg-Ruhrort, das von
Durch die Auflösung des Ensembles in drei unterschiedliche Gebäude und den bewussten Verzicht auf eine durchlaufende Randbebauung wird man der Maßstäblichkeit des Ortes gerecht, die historischen Straßenverläufe werden beibehalten und es entsteht eine raumbildenden Kante entlang der Dr.-Hammacher-Straße. Die Ausbildungen der drei Baukörper sind so gewählt, dass die Fassadenabwicklungen entlang des Vinckeplatzes sich auch um die Gebäudeecken in die Kruse- und Carpstraße ziehen, und durch die Abstaffelung nach Westen in die dahinter liegenden Wohngebiete vermitteln.
Mit seiner Höhenentwicklung stellt das Seniorenstift die konsequente Fortsetzung der städtebaulichen Gebäudeflucht aus Tausend-Fenster-Haus, Medical- und Business-Center dar.
Das Seniorenstift beinhaltet die Unterbringung des ehemals in einem Teilbereich des Grundstücks befindlichen Kindergartens. Der L-förmige Baukörper liegt mit seiner Hauptseite an der Dr.-Hammacher-Straße, der südwestliche Gebäudeteil ist halbkreisförmig ausgeführt und öffnet sich zum Park. Durch den zentralen, geschossübergreifenden Lichthof wird auch die Kernzone natürlich belichtet und ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität erreicht.
Im neuen "Horstmann-Haus" kommen behinderte und nicht behinderte Kinder in einem integrativen städtischen Kindergarten zusammen, während in den anderen Etagen alte Menschen in altersgerechten Wohnungen leben werden.
Mit einem deutschlandweit einzigartigen Konzept wollen die Malteser als Betreiber des Seniorenstiftes die Pflegesituation für Schlaganfallpatienten verbessern. Das Stift ist zwar ein Seniorenheim, aber im Schlaganfallbereich soll der Zugang ab 18 Jahren möglich sein. Das Umfeld des Hauses setzt auf Entgrenzung. Das Gebäude öffnet sich zur Parkanlage. Im Garten wird eine Hochbeet Anlage zur Therapie der Demenzkranken angelegt. Eine kleine Gehschule unterstützt die Physiotherapeuten. Im Erdgeschoss entsteht ein offener Mittagstisch für Menschen aus dem Stadtteil und durch den in das Gebäude integrierten Kindergarten besteht die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch.
In der Fortsetzung der beiden o.g. ersten Bauabschnitte wurde die Verkleidung der Hauptflächen mit Naturstein ausgeführt. Die Wahl fiel auf einen grauen italienischen Sandstein, um die Funktion des Pflegeheims gegenüber den beiden ersten Bauten ablesbar zu machen. Die homogene Natursteinfassade gibt durch strenge Elementierung dem heterogenen Erscheinungsbild der umliegenden Bebauung Halt. Die tief sitzenden Fenster lassen die Fassaden sehr plastisch wirken.
Kutuzovsky International Center, Moskau
LP 1-3; BGF ca. 368.000 m²
Am 12.04.2005 unterzeichnete der Regierende Bürgermeister von Moskau Juri Lushkow den Regierungsbeschluss zur Errichtung des neuen International Center.
Die Gesamtmaßnahme umfasst 368.000 m² und besteht aus zwei ca. 180 und 200 m hohen Zwillingstürmen mit 45 und 50 Geschossen, die aufgrund ihrer Nähe zueinander und der abgerundeten Gestalt wie aus einem Guss wirken. Zu deren Fuß erstreckt sich eine zentrale Plaza, die abgeschottet von Hektik und Verkehr eine Oase der Ruhe darstellt und an die weitere bis zu 9- geschossige Gebäude anschließen.
Die "Stadt in der Stadt" entsteht unmittelbar zwischen der städtebaulich wichtigen und renommierten Protokollstrecke Kutuzovsky Prospekt und der Moskwa an deren Ufer sie in einen 1,8 ha großen öffentlichen Park übergeht.
Sie stellt mit den beiden Hochhäusern einen signifikanten Gegenpol zur geplanten Moskau City auf der anderen Flussseite dar und soll bis 2008 fertig gestellt sein. Die fünf separaten 9- geschossigen Einzelkörper besitzen jeweils eine BGF von über 24.000 m², die Hochhäuser bieten noch mal weitere ca. 80.000 und 90.000 m².
Alle Baukörper gruppieren sich um eine zentrale Plaza, die mit länglichem Wasserbecken, Sitzgelegenheiten und Grünanlagen eine hohe Aufenthaltsqualität und Raum für zahlreiche besondere Veranstaltungen bietet und das Herz des gesamten Ensembles darstellt. Der größte Teil des Projektes ist einer hochwertigen Büronutzung (Class-A-Standard) für bis zu 20.000 Arbeitsplätze vorbehalten, im Erdgeschoss und in ausgewählten Baukörpern sollen zusätzliche Funktionen (Einzelhandel, Konferenz-Center, Hotel, ...) untergebracht werden.
Ein wettergeschützter Boulevard durchdringt dabei alle Gebäude und verbindet die bis zu 7 Geschosse hohen Atrien, die von Geschäften und gastronomische Einrichtungen umgeben sind, die den täglichen Bedarf der Angestellten und Firmen abdecken und das Areal auch jenseits der Bürozeiten beleben sollen.
Die Untergeschosse beinhalten neben der 4- geschossigen in Abschnitte geteilten Tiefgarage für über 3000 Stellplätze auch Technik- und Lagerflächen, eine Anlieferzone und nicht zuletzt die Anbindung an die Metro- und Stadtbahnlinie.
Mit dem Bau des bis zu 200- Meter hohen Bürokomplexes erfährt dieser Abschnitt des Kutuzovsky Prospekts eine moderne Erweiterung, die durch die respektvolle Anpassung der Baukörper und Fassaden an die vorherrschenden Dimensionen und Materialien die Kontinuität des Straßenraumes verbessert und das Quartier um eine markante weit sichtbare Attraktion erweitert.
Ski-Ressort, Stepanovo
BGF ca. 17.000 m²
Das Baugrundstück liegt etwa 70 km außerhalb des Moskauer Stadtzentrums entfernt, in der Nähe des Dorfes Stepanovo. Auf einem Gebiet von ca. 24 ha möchte der Bauherr ein bestehendes Skigebiet zu einem luxuriösen Sportresort ausbauen, das auch im Sommer als Wochenendziel für Moskauer Stadtbewohner Anreize schafft.
Neben einem 5 Sterne Hotel sollen daher auch exklusive Cottages, teilweise am Waldrand gruppiert, sowie verschiedene Sportfacilties und Freizeiteinrichtungen wie Restaurants und Cafés geschaffen werden. Auch ein großer Car Park, vor allem für den Winterbetrieb, sowie Personalwohnungen sollen auf dem Grundstück angeordnet werden.
Das Herz der Anlage bildet ein 200 Zimmer - Hotel, dass sich zur Ostseite zu einem großen, naturnahen See orientiert, der weite Sonnenterrassen, Badestege und Bootsanleger anbietet. Auf der Westseite öffnet sich das Hotel zu einem zentralen Dorfplatz, an den auch Restaurants, Shops, Sitzgruppen und Spielbereiche anschließen.
Im Vordergrund steht die naturnahe Integration der Anlage in die umgebende, unverbaute Hügellandschaft, an deren tiefster Stelle ein kleiner Bach zusätzliche Attraktionen für Wanderwege schafft.
Großer Wert wird auf den Einsatz von nachhaltigen Materialien gelegt, wobei den klimatischen Bedingungen – einem typisches Kontinentalklima mit kalten, schneereichen Wintern und eher heißen, schwüle Sommermonaten – Rechnung getragen werden muss.
Als Fassadenmaterial wird daher großflächig Holz eingesetzt, die in einer modernen Interpretation der traditionellen Schindeltechnik (einer Stulpschalung) eingesetzt werden. Das Hotel hat zusätzlich individuell steuerbare Verschattungselemente, die als geschoßhohe Faltelemente eine Privatsphäre bei gleichzeitiger Durchsicht schaffen.
Mirax Plaza, Kiew
im Bau
BGF 308.800 m²
Höhe 192 m = 46 Etagen
Nutzung Appartements, Shoppingmall, Sport, Gastronomie, Büros, Parken
Investor für das zukünftig höchste Gebäude Kiews ist die Mirax Gruppe, einer der bedeutendsten Immobilieninvestoren Russlands.
Der Investor hat gezielt nach einem westlichen Architekten gesucht, um nicht nur das in der GUS hohe Ansehen deutscher Ingenieurleistungen voll auszuschöpfen, sondern sich auch in der Architektursprache abzusetzen.
Die beiden Hochhäuser befinden sich in innerstädtischer Lage in einer Talsenke. Neben der überwiegenden Büronutzung wird es eine 5-geschossige Shopping Mall geben, mit Sportangeboten, Schwimmbad und Restaurants sowie 6 unterirdische Parkebenen.
Diese Shoppingmall liegt zwischen den beiden Türmen verbindet diese miteinander.
In den jeweils 9 bzw. 11 obersten Etagen der beiden Türme werden Luxusapartments mit Dachterrasse nach höchstem Qualitäts- und gestalterischem Anspruch eingerichtet.
Die Büroflächen sind nach westlichem Standard (Class-A-Offices) vorgesehen, es wird Großraumbüros, open space offices, Einzel- und Zellenbüros sowie großzügige Konferenzbereiche geben.
Die Türme, die in verschiedene Himmelsrichtungen ausgerichtet sind, haben jeweils die Grundform zweier gegeneinander versetzter Kreissegmente, die um einen Aufzugs- und Erschließungskern gruppiert sind. Die geschwungene Figur ergibt sich nicht nur in der Horizontalen, sondern wird auch in der Vertikalen mit gleicher Dynamik durch Staffelung und Fassadenschwünge erreicht. Beide Türme werden über einen großzügigen, teilweise 2-geschossigen, 12 m hohen Eingangsbereich (Atrium) erschlossen.
Die Elementfassade der Hochhäuser besteht überwiegend aus Glas, ein Umstand, der sehr außergewöhnlich für Architektur in Kiew ist. Auf den Dächern beider Türme befinden sich Hubschrauberlandeplattformen.
Neben herkömmlichen westlichen Energiestandards wird besonders auch auf die geothermische Energie Wert gelegt.
Siemens AG, Headquarters Moskau
im Bau
BGF 110.000 m²
Die neue Hauptverwaltung der Siemens AG und AFK Sistema Gals liegt am Leningradsky Prospekt, der wichtigsten Protokollstrecke Moskaus, in einer städtebaulich prägnanten Situation, da dieses prominente Grundstück sich zwischen der renommierten Gorbatschow-Stiftung und dem Verwaltungsgebäude des „Warschauer Paktes“ befindet. Das neue Gebäude musste sich in seiner gewünschten Funktion als Wahrzeichen in diese sensible Nachbarschaft einfügen.
In dem Gebäude befinden sich neben den Büros der Siemens und der Sistema Gals Hauptverwaltung Empfangslobbies, ein großes Konferenzzentrum, eine Kantine für 4.000 Mitarbeiter, Cafeteria und VIP Restaurant sowie Showrooms für die Siemens Technologien und Siemens Produkte. Die vier Sockelgeschosse mit dem gebäudehohen Atrium sind öffentlich zugänglich.
Das Gebäudevolumen setzt sich aus zwei 27-geschossigen Hochhäusern zusammen, die auf einer Grundfläche von je 35 x 35 Metern, je in einer gegenüberliegenden Ecke des viergeschossigen Campusgebäudes auf rechteckigem Grundriss angesiedelt sind. In den Türmen befinden sich die Büroräume.
Jeweils unter den Türmen befinden sich für Siemens und Sistema Gals die zweigeschossige Eingangslobby, durch die sowohl die Büronutzung in den Türmen als auch das Sockelgeschoss mit seinem 19 m hohen, glasüberdachten Atrium erschlossen wird. An dieses Atrium gliedern sich im Sockelgebäude mit Blick zum angrenzenden Park Sondernutzungen wie Kantine, VIP-Bereiche und Konferenzräume an.
Das Sockelgebäude steht auf 5 Untergeschossen, in den sich sowohl Technik- und Lagerräume befinden als auch ca. 700 Parkplätze.
Headquarters Metro AG, Moskau
BGF 22.500 m²
Die Metro AG zählt zu den führenden weltweit agierenden Handelsketten. Durch ihr explosionsartiges Wachstum wurde der Bau einer Hauptverwaltung in Moskau erforderlich. Der Neubau für 700 Mitarbeiter liegt auf prominentem Grundstück an der Protokollstrecke zwischen Flughafen und Moskauer Innenstadt und grenzt rückwärtig an einen Seitenarm des Flusses Moskwa.
Zwei parallele, gegeneinander versetzte Baukörper fassen ein zentrales gebäudehohes Atrium ein. Die Büroflächen in den beiden 6geschossigen Gebäuderiegeln entstehen als moderner Dreibund. Mit der voll verglasten Fassade wird die Firmenphilosophie auch in Moskau anschaulich dargestellt.
Der transparente Charakter setzt sich im Innern durch eine großzügige Strukturierung mit Glastrennwänden fort und ermöglicht über weite Teile ungehinderte Durchblicke. Im Untergeschoss befindet sich eine Tiefgarage mit 100 Stellplätzen.
Auf der Südseite kragt im Erdgeschoss ein Bauteil in großer geschwungener Form aus, in dem das Restaurant untergebracht ist. Von hier kann man den Blick über eine Parkanlage bis zum Moskwa Seitenarm schweifen lassen.
Das Atrium, das sich bereits in der Moskauer DaimlerChrysler Hauptverwaltung von Eller + Eller Architekten 1999 als erstes Atrium in einem Moskauer Bürogebäude erbaut, als sehr wirksam erwiesen hat, dient besonders in den langen, dunkeln Wintermonaten als großzügiger, lichter Kommunikationsraum und ist als eigene innere Welt kreiert. Gläserne Aufzüge, Brückenverbindungen zwischen den Gebäuden und freie Treppen machen die Eingangshalle zu einem großzügigen Erschließungsraum.
Weitere Sonderfunktionen, wie Auditorium, VIP Bereiche und Showrooms gruppieren sich im Erdgeschoss um die zentrale Eingangshalle. Die Besprechungs- und Sozialräume der Bürogeschosse gliedern sich ebenfalls um diese Halle, so dass die Betriebsamkeit im Gebäude nicht nur während der Stoßzeiten sichtbar und erlebbar wird.
Wie auf allen Moskauer Großbaustellen, wird auch auf dem Metro- Grundstück rund um die Uhr in drei Schichten gearbeitet, um dem großen und dynamischen Wachstumsbedarf gerecht zu werden.
Deutsches Historisches Museum, Berlinin Zusammenarbeit mit I.M. Pei
Das zur Verfügung stehende, nur 2000 m² große Grundstück für den Erweiterungsbau des Deutschen Historischen Museums hat einen nahezu dreiecksförmigen Zuschnitt: Im Süden grenzt die Gasse "Hinter dem Zeughaus" an, im Osten, die "Mollergasse". Um die Sichtbezüge dieser historisch bedeutsamen Gassen beizubehalten, sind Alt- und Neubau ausschließlich unterirdisch verbunden. Dadurch wird ein öffentlicher Durchgang zwischen beiden Museumsteilen möglich, der durch eine geschwungene Glasfassade aufgeweitet wird und den Blick auf den Berliner Dom und den Fernsehturm freigibt. Aus dieser Fassade entwickelt sich auch der markante Treppenturm, an den der Haupteingang anschließt.
Auch über das Zeughaus ist der Zugang möglich: Vom neu überdachten Innenhof gelangt man über den unterirdischen Verbindungsgang in die viergeschossige Glashalle des Neubaus, wo die verschiedenen Funktionsbereiche anschließen: der weitgehend geschlossene, Natursteinverkleidete Ausstellungsbereich - im Grundriss wie ein Tortenstück abzulesen - und das ebenfalls mit Naturstein verkleidete Werkstattgebäude. Die Verbindung der einzelnen Bauteile erfolgt über mehrere Brücken und Ebenen, die als Foyerflächen für Sondernutzungen zur Verfügung stehen.
Die Ausstellungsflächen sind aufgrund der begrenzten Grundstücksgröße auf insgesamt vier Geschosse verteilt. Jede dieser Ebenen ist in der großzügigen Halle über eine eigene, geometrisch sehr anspruchsvolle Treppe zu erreichen. Damit wird der Besucher verführt auch bis in das oberste Geschoss vorzudringen und sich, unbewusst, immer wieder neuen Perspektiven auszusetzen.
Besonders auffallend ist die Verbindung von 1. zum 2. OG, wo sich aus dem Glasvolumen der Halle eine weit auskragende, flach ansteigende Wendeltreppe hinauslehnt, bei deren Begehen man unwillkürlich den Blick auf den einzigartigen baulichen Kontext (Schinkels Neue Wache mit Kastanienwäldchen und Zeughaus) schweifen lässt. Von außen schiebt sie sich als Anziehungspunkt hinter der Masse des Zeughauses hervor und ist damit bereits von der Straße "Unter den Linden" erkennbar und betont so die fußläufige Verbindung zur Museumsinsel. Im Erdgeschoß, unter der Treppe anschließend, weitet sich eine kreisförmige Wartezone auf. Über die mit Naturstein verkleidete, gebogene Wand (dem "Tortenrand" des Ausstellungsgebäudes) wird der Besucher über die gläserne Drehtür in den Eingangsbereich geleitet.
Die Wände der geschlossenen Baukörper, die in diese Eingangshalle hinein schieben, sind vollständig mit einem hellen, beigefarbenen Kalkstein (Magny "le Louvre") aus Frankreich verkleidet, der auffallend präzise verarbeitet ist. Alle Platten der Natursteinwände sind untereinander geschlossen verfugt, so dass die Bauteile sehr monolithisch und skulptural wirken. Dieser Charakter wird auch dadurch unterstrichen, dass alle Ecken und Gehrungen aus Massivsteinen gefertigt sind. Wenige Sonderdetails, wie ein aus Formsteinen gefügter, eingelassener Handlauf oder ein großer Kreisausschnitt mit verjüngender Gehrung, setzen weitere, deutliche Akzente.
Statisch tragende Stützen und Geschossdecken sind in einem besonderen Sichtbeton ausgeführt, der sich in seiner Farbgebung dem Stein angleicht und so zum homogenen Gesamteindruck beiträgt. Die feine Strukturierung dieser Betonflächen wurde durch eine sehr gleichmäßige Schalung aus schmalen Holzbrettern erreicht. Auch hier ist eine exakte Fugenführung im Anschluss an den Naturstein eingehalten.
Alle in die Glashalle ragenden, reliefartigen Wände und Ebenen folgen einem dreiecksförmigen Grundraster, das sich aus der Grundstücksform entwickelt. Diese Geometrie durchzieht das ganze Gebäude und lässt sich bis hin zu den Parallelogrammen der Bodenplatten (zusammengesetzt aus zwei Dreiecken) ablesen. So hat das Gebäude eine grundlegende, strenge Ordnung, die aber durch Vor- und Rücksprünge und Auflösen einzelner Wandscheiben immer wieder unterbrochen wird.
Die großzügigen Glasfassaden sind aus eisenoxidarmem Weißglas gefertigt, das größtmögliche Farbneutralität aufweist. So kann der Naturstein im Übergang von innen nach außen sowohl im Innenraum als auch im - durch das Glasdach betrachteten - Außenraum eine gleich empfundene Farbe aufweisen.
Trotz seiner modernen Formensprache wird vor allem durch den eingesetzten Naturstein das Gebäude nicht als Fremdkörper inmitten der historischen Umgebung empfunden.
IBI Universität St. Petersburg
2010-2013
In Planung
Bauherr vertraulich
BGF: 20.000 m²
Städtebau
Die International Banking Institute (IBI) University ist zwischen einem nördlich angrenzenden Wohnbau und einem im Süden gelegenen Shopping Komplex positioniert. Die Hauptfassade öffnet sich zu einem öffentlich Platz, der durch das IBI Banking Center und durch ein Hotel flankiert wird. Die östliche Platzseite wird von der Metallistov Street begrenzt, die auch Parkflächen und öffentlichen Nahverkehr erschließt.
Gebäude
Die innere Organisation der privaten Universität entwickelt sich aus einer Abfolge von zweigeschossigen Lufträumen, die sowohl die Erschließung als auch öffentliche Funktionen wie Foyer, studentischen Arbeitsplätzen, Kommunikationsbereiche etc aufnehmen.
Dieses räumliche Kontinuum erlaubt weite visuelle Verknüpfungen und Einblicke in den Lehrbetrieb, die so Studenten und Besuchern transparent und ablesbar gemacht werden können. Gleichzeitig bieten sie Raum für informelle Kommunikation.
Auch an der Fassade zeichnen sich diese Bereiche ab und lassen durch große Öffnungen den Studienbetrieb von außen erlebbar werden.
Innere Organisation
Das Erdgeschoss beherbergt neben dem Hauptzugang weitere öffentliche Funktionen wie Foyer, Mensa und Audimax. Zur westlichen Grundstücksgrenze schließt ein Studentenwohnheim an.
Fitnessräume und notwendige Parkflächen sind in den Untergeschossen angeordnet und können separat erschlossen werden.
In den Obergeschossen sind die Unterrichts- und Computerräume vorgesehen, ebenso wie Personal- und Lehrerzimmer, die entlang der Fassade aufgereiht sind.
Die Vorlesungsräume, als Herzstück der Lehre, sind in Gebäudemitte positioniert und werden von Erschließungsflächen umspült. Dadurch und durch die Wandausbildung mit semitransparenten Paneelen wird ihre Bedeutung im gesamten Gebäude spürbar.
Die beiden letzten Geschosse nehmen in den Fassadenbereichen weitere Verwaltungsflächen auf, während sich im Zentrum, als Fortführung der zweigeschossigen Räume, die Bibliothek anschließt.
Fassade und Materialität
Die Fassade ist durch eine deutliche tektonische Ausbildung charakterisiert, die durch ein Spiel von Geschossplatten, Stützen und Paneelen unterstützt wird. Ein stringentes Raster wird vermieden, um eine dynamische und spielerische Außenwirkung beizubehalten.
Die zweigeschossigen Räume, das Rückgrat der inneren Erschließung, kann auch von außen erfasst werden: Tiefe Einschnitte, mit graziler Glasfassade, setzen hier zusätzliche Akzente.
EBS Universität Wiesbaden/Law School
2010-2014
Bauherr European Business School und Land Hessen
BGF: 37.000 m²
Der Neubau der German Law School wird im innerstädtischen Bereich der Landeshauptstadt Wiesbaden - angrenzend an das bestehende Amtsgerichtsgebäude - im Bereich Moritzstraße, Albrechtstraße und Oranienstraße realisiert.
Städtebau
Der Neubau ergänzt die Dreiflügelanlage des bestehenden Solitärbaus und schließt so die homogene Blockstruktur des städtischen Kontextes. Der so entstehende Innenhof wird zum internen Campus der Universität.
Durch die symmetrische Ergänzung des Altbaus und Übernahme der vorhandenen Geschosshöhen wird im Neubau eine ringförmige, barrierefreie Durchwegung ermöglicht.
Die schmaleren Seitenflügel des Baukörpers, in Verlängerung des Altbaus, bieten Bereiche für klassische Büronutzungen, während im tieferen Bauteil entlang der Albrechtstrasse Sondernutzungen wie Bibliothek, Hörsäle und studentische Arbeitsbereiche angeordnet sind.
Gebäude
Von der Moritzstraße ermöglicht das verglaste Eingangsfoyer Einblicke zum Hof und in die Geschossebenen des Neubaus. Angrenzend befinden sich ein extern erschlossener Bürgersaal sowie multifunktionale Veranstaltungsbereiche, beide mit räumlicher Nähe zur Mensa. Die Mensa selbst ist über die gesamte Längsseite zum Hof geöffnet.
Das Foyer ist mit dem sogenannten "Marktplatz", dem zentralen Kommunikationsraum für Studenten, Besucher und Unternehmen offen verbunden. Ausstellungsbereiche für Firmenvorstellungen, Tagungen etc. bieten gleichzeitig die notwendigen Verkehrsflächen vor den Hörsälen dieser Etage. Das darüber liegende Geschoss ist nahezu vollständig dem reinen Lehrbetrieb gewidmet, mit Lehrsälen, studentischen Arbeitsbereichen und Büroflächen der verschiedenen Lehrstühle.
Die Bibliothek mit ihrer ruhigen Arbeitsatmosphäre ist im 3. OG angeordnet, angrenzend sind Seminarflächen geschaffen. Das Präsidium hat seinen Sitz im obersten Geschoss, mit Zugang zu Dachterrassen mit weiten Ausblicken zur Umgebung.
Alle Geschosse sind mit offenen Treppen entlang einer Längsachse verbunden, an der große Freiräume mit Sondernutzungen ein großes Raumkontinuum schaffen, so dass Sichtbezüge zum Innenhof und zu internen Funktionen immer wieder möglich sind. Der wissenschaftliche Betrieb wird so auch für Besucher immer wieder ablesbar.
Fassade
Der Großteil der Fassadenflächen ist mit einer Pfosten-/ Riegelkonstruktion ausgebildet, in der sich, basierend auf einem 1,35 m Raster, raumhohe Verglasungen und geschlossene Paneele abwechseln. Vorgelagert ist eine Großlamellenstruktur, die aus Naturstein-/ Kunststein und/ oder Sichtbetonfertigteilen vormontiert werden. Zwischen Lamellen und Glasfassade kann nach Bedarf ein außen liegender Sonnenschutz integriert werden.
Wenige Sonderbereiche sind mit raumhoher Dreifachverglasung ausgestattet.






