Wohnstadt Carl Ligien

Bruno Taut

Ahmed Ibrahim / Technische Universität Kaiserslautern
Das zu beplanende Grundstück liegt an der Pranzlauer Allee Berlin, und ist in un-mittelbarer Nachbarschaft zur von Bruno Taut errichteten Wohnstadt Carl Ligien. Die größe des Areals beläuft sich auf ca. 50.000 m² und ist bis auf 2 Supermärk-te und einem Kindergarten, welche verstreut auf diesem stehen, ungenutzt. Die vorliegende Bebauung sind geschlossenen Blockstruk-turen im Westen und offenen Zeilenbauten im Norden und Osten. Da die Supermärkte und der Kindergarten weder einen Geschichtlich rele-vanten Hintergrund hatten noch eine qualitätsvolle Bausubstanz aufwiesen, habe ich mich dazu entschlossen diese abzureisen und innerhalb des En-sembles an den für sie am besten geeignetsten Stellen neu zu integrieren. Die Gebäudestrukturen reagieren auf den umliegenden Bestand, indem sie die Blockstrukturen und Zeilenbauten vereint. Zur Hauptstraße habe ich große ges-chlossene Blöcke errichtet, welche zusammen mit der Straße gleich einem Por-tal den Eingang zur Siedlung markieren. Nach Osten, im ruhigeren Bereich öffnen sich die Strukturen und bilden so den Übergang zur anschließenden Bebauung. Das Ensemble fügt sich somit in die Lücke, als Ergänzung des Stadtgewebes, ideal ein. Die großzügigen Innenhöfe, in denen sich die Loggien der Gebäude befinden, wirken als Ruhezone und schließen so die Hektik der Großstadt aus. Um dies zu erreichen und die Begrünung der Höfe optimal zu gestalten, wurden die Tiefga-ragen nicht direkt unter den Gebäuden, sondern unterhalb der Straßen errichtet. Eine Urbane Mischnutzung findet in der Hinsicht statt, dass die Stadthäus-er zur Hauptstraße hin im Sockelgeschoss eine Gewerbezone beherber-gen. Hier befindet sich neben einem Restaurant und verschiedenen Bou-tiquen auch der neu integrierte Supermarkt. Die Wohnungen im Erdgeschoss wurden als Hochparterre ausgebildet um eine höhere Privatheit zu generieren. In dem ruhigeren Bereich hat auch der Kindergarten einen neuen Platz gefunden. Er liegt etwas zurückgezogen, direkt angren-zend an einem Vorplatz, wo er in die Gebäudestruktur eingebettet ist. Die Fassade ist Horizontal gegliedert. Das Sockelgeschoss wird durch Gewerbezone, sowie der Hochparterre ausgebildet. Hierfür wurde der Klinker als Material benutzt. Die darüber liegenden Wohnungen bilden die Hauptzone. Um eine Visuelle Tren-nung von Sockel- und Wohnbereich zu erzielen, wurde hier ein geschlemmter Klinker in der Konstruktion verwendet. Den oberen Abschluss bildet die Attika. Die Gebäude zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Wohnungen ver-schiedenster Größen beherbergen und eine vielseitige Erschließung haben. Diese Vielfalt an Wohnungen garantiert eine rege Durchmischung an Bewohnern aller Altersklassen, sowie aller Berufsstände und bildet so ein eigenständig-es Gefüge, welches das Stadtleben in einem kleineren Maßstab wiederspiegelt.

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Facts

Hochschule:
Technische Universität Kaiserslautern

Präsentation:
05.02.2018

Abschluss:
Diplom

Rubrik:
Städtebau

Software:
Vektorworks, Autocad, Rhino, Keyshot, Vray, Photoshop

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