We don't need no education

Grundschule Trabrennbahn Berlin

Edda Meinertz, Mona Thoma / Technische Universität Berlin
Der aus dem Städtebau entstandene Riegel besteht im Inneren aus langen gebäudehohen Lufträumen, die Erschließung und Freiraum der Schüler zusammenführen. Mit Brücken und Treppen gilt diese Achse als Begegnungsort und Verbindung aller Geschosse. Sie trifft auf eine verschobene Kreishalle, welche das soziale Zentrum der Schule bildet und durch ihre unterschiedliche Nutzung im Erdgeschoss und auf den folgenden Geschossen essentiell für den Entwurf ist. Symbolisch gilt der Kreis als Ort des Zusammenkommens, als soziale Mitte: hier findet Ankommen und Abholen, Treffen und Spielen statt. Von diesem Zentrum aus, führen die hohen Lichthöfe die Kinder zu ihrem Alltag in die Cluster.

STÄDTISCHER KONTEXT
Das Grundstück liegt parallel zur Treskow Allee, neben der Trabrennbahn Berlin Karlshorst. Der Zugang zum Grundstück erfolgt von Norden über den ehemaligen Trabrennbahneingang, die heutige S-Bahn, im Westen mit der Trambahn und von Süden über Parkplätze der Tribüne der Trabrennbahn.
Das entworfene Volumen setzt sich in der Länge in die Fluchten der gegenüberliegenden Gebäude. In der Höhe ordnet es sich der Tribüne unter, und setzt sich von allen anderen umliegenden Gebäude ab. Die Turnhalle wird abgesetzt. Der Zwischenraum dient als Hof der Schule.

GEBÄUDE
Im Erdgeschoss befinden sich die öffentlichen Bereiche, Räume für Verwaltung, Pädagogen und Wirtschaft. Die Mensa und das Forum richten sich mit direktem Außenraumbezug zur Rennbahn hin aus.
In den drei Obergeschossen findet der Unterrichtsbetrieb statt. Links des Kreisraumes befinden sich alle 18 Klassenzimmer, mit jeweiligen Ruhe- und Gruppenräumen. Schließfächer und Regalwände befinden sich direkt an den jeweiligen Gruppenräumen. Rechts des Kreisraumes befinden sich die Fachgebiete. Klassen, sowie Fachgebietsräume bilden Cluster aus. Zwei Unterrichts- oder Klassenräume teilen sich einen Ruheraum. Durch die in der Mitte liegende Brücke werden sie hin zum

Gruppenraum verbunden. Dieser gilt als freie Lernlandschaft mit eingebundenen Sitzbänken in der Regalwand. Der Kreisraum staffelt sich nach oben hin zu immer ruhigeren Funktionen ab. Die kreisrunde Öffnung in der Fassade ermöglicht in jedem Geschoss den direkten Außenbezug hin zur Trabrennbahn und der dahinter liegenden Wuhlheide.

SCHNITT
Geschnitten in der Mitte des Gebäudes, wird die gesamte vertikale und horizontale Erschließung der Schule dargestellt. Die vertikale Haupterschließung erfolgt über eine Treppe, die sich durch den gesamten Luftraum des Klassentraktes spannt. Die Innere Fassade entsteht durch Oberlichter, die sowohl in Klassen als auch in Gruppenräumen Licht und Luft in beide Richtungen spenden. Gebrochen wird der lange Schlitz durch den Kreisraum.

HÜLLE
Die Außenhülle der Schule wird in eingefärbten Beton ausgeführt. Mit der Farbe Rot gliedert sich der Bau nicht nur in die existierende Bebauung ein, sondern bildet auch Kontrast zum begrünten Park der Rennbahn. Im Erdgeschoss wird zum Beton Terrazzo Zuschlag hinzugefügt.

Campus Masters Wettbewerb


Mai / Juni 2020

Facts

Hochschule:
Technische Universität Berlin

Lehrstuhl:
Professor Bettina Kraus

Präsentation:
15.07.2019



Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Bildungsbauten

Software:
ArchiCAD, Adobe Creative Suite

Weitersagen


Ergebnis erfahren

Wir informieren dich über den Ausgang des Wettbewerbs per Email oder Facebook