Raschaglius

Ein Hospiz in den Bergen

Nicholas Schüller / Bauhaus-Universität Weimar
Einleitung
Der Entwurf einer Architektur in den Bergen ist besonders — Die Landschaft ist in vielerlei Aspekten außergewöhnlich — wodurch Fragen nach der Konzeption und Gestaltung von Architektur anders gestellt werden müssen. Während sich an städtischen Orten eine Vielzahl architektonischer Anhaltspunkte ausmachen lassen — an denen sich für die Entwurfs Haltung orientiert werden kann — steht in den Bergen ausschließlich die Landschaft im Fokus der Betrachtung. 

Ort
Die Landschaft in den Bergen vereint für mich zwei Extreme: Zum einen die außergewöhnliche Schönheit und zum anderen die Unberechenbarkeit der Naturgewalten. Sie beide prägen die Stimmung vor Ort. Auch in prosaischen Texten konnte ich diese Stimmung wiederfinden, wie zum Beispiel in Der Zauberberg von Thomas Mann oder in Antwort aus der Stille von Max Frisch. 

Konzeption
Wie einleitend bereits thematisiert, stellt sich bei diesem Entwurf die Frage nach den Bezugspunkten. Auf Grund einer fehlenden gebauten Umgebung und der Ursprünglichkeit der Natur bezieht sich mein Entwurf auf frühzeitliche Architekturen, dabei hat mich besonders die Betonung des Daches mancher Gebäude fasziniert. Das Dach als Sinnbild des Schutzes empfand ich für die Thematik des Hospizes als ein treffendes Leitmotiv. 

Gebäude
Das Gebäude gliedert sich in zwei wesentliche Bereiche. Einen unteren massiven und einen oberen filigranen Bereich.
Der untere Bereich kann als eine Brückenkonstruktion verstanden werden. Er schafft den Übergang vom Gelände zur Ebene und beinhaltet alle untergeordneten Funktionen. Der obere Bereich setzt auf der Ebene auf und ist in drei Geschosse unterteilt. Er vereint alle Hauptfunktionen des Gebäudes. Das Gebäude wird an der Längsseite durch den mittleren Pfeiler erschlossen. Über den Kern gelangt man in das eigentliche Erdgeschoss. In diesem befindet sich der Kernbereich des Hospizes. Neben den Patientenzimmern, die sich an den privaten Enden befinden, gruppieren sich um das zentrale Foyer ein Essraum, die Küche, sowie ein Besprechungszimmer. Das Foyer wird hier als Treffpunkt und Aufenthaltsraum verstanden. Eine umlaufende Terrasse umfasst das Erdgeschoss. Sie ist gegliedert in private Bereiche der einzelnen Zimmer sowie großzügige, freie Bereiche an den Enden. Das Obergeschoss ist nach demselben Prinzip aufgebaut. Jeweils an den Enden sind die Zimmer für die Mitarbeiter sowie für Angehörige der Patienten. Um den zentralen Luftraum legt sich die Pflegestation bestehend aus zwei Behandlungszimmern und der Verwaltung des Hospizes. Das Thema der Mitte und der angrenzenden öffentlichen Bereiche setzt sich auch hier fort. Das Dachgeschoss ist als Gemeinschaftsraum zu verstehen. Dieser wird durch eingesetzte Räume gegliedert. In denen befinden sich unter anderem eine Bibliothek, ein Malraum und ein Raum der Stille. An den Enden liegen ein Bewegungsraum und ein gemeinsames Wohnzimmer. Der Dachraum soll ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Bewegung sein. 

Campus Masters Wettbewerb


Juli / August 2019

Facts

Hochschule:
Bauhaus-Universität Weimar

Präsentation:
09.10.2018

Abschluss:
Master

Rubrik:
Gesundheitsbauten

Software:
ArchiCAD, Adobe

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