Neubau einer Basisschool

in Amsterdam Noord

Felix Bulka, Markus Plank / Universität Stuttgart
Die Ijdoornschool in Amsterdam benötigt ein neues Schulgebäude. Gefordert sind 17 Klassenzimmer, eine Sporthalle sowie eine Vorschule und eine außerschulische Betreuungseinrichtung. Bei diesem Entwurf handelt sich um eine Bachelorarbeit welche im Zweierteam an der Uni Stuttgart entstanden ist.

Der Bauplatz befindet sich in Amsterdam-Noord. Genauer im Stadtteil Nieuwendam nördlich des Tuindorps Nieuwendam, einer Arbeitersiedlung aus den 1920er Jahren. Gelegen an der Ecke Alkmaar-, Beemsterstraat liegt das Grundstück in einem grünen Gürtel der sich durch das Quartier zieht.

Die Schule setzt sich aus vier Einheiten zusammen. Der Schultrakt, die VVE, die BSO sowie eine Sporthalle. Durch eine U-förmige Anordnung grenzen sie das Grundstück zu beiden Straßenseiten hin ab und schaffen gleichzeitig eine ruhige Hofsituation. Die Erschließung erfolgt über Mittelgänge sowie außenliegende Treppenhäuser. Durch Anbindung an die umliegenden Grünflächen entsteht ein parkähnlicher Pausenhof. Eine vor allem entwerferische Inspiration war die Lehre der Amsterdamer Schule. Hierbei sind unter anderem die Architekten Willem Marinus Dudok sowie Michel de Klerk zu nennen. Es ging nicht um das Nachahmen dieser beispielhaften Architekten, sondern um eine zeitgemäße Umsetzung der Ideale der Amsterdamer Schule.

Der Haupteingang befindet sich in einem großflächig überdachten Bereich an der Alkmaarstraat. Dieser Bereich ist auch als überdachter Pausenhof bei Regenwetter nutzbar. Der Besuchereingang führt ebenfalls in die Aula. Diese ist zweigeschossig und verfügt über eine Sitztreppe. Die BSO verfügt über einen eigenen Eingang. Im EG befinden sich die Klassenzimmer der jüngsten Kinder (groep 1 und 2), ein Bewegungsraum sowie die Räumlichkeiten der Administration. Im OG befinden sich weitere Klassenzimmer sowie die VVE und BSO im Flügel an der Alkmaarstraat. Die Flure beinhalten Arbeitsplätze sowie Rückzugsmöglichkeiten für die Schüler.

Das zweigeschossige Gebäude besitzt ein durchgehendes Fensterband über den Fluren. Auch sind die Flurenden großzügig verglast. Über gläserne Arbeitstische gelangt Tageslicht in den Flur des EG. Die Treppenhäuser sowie die Aula mit ihrer Sitztreppe sind von außen in Ihrer Funktion ablesbar. Den Bodenbedingungen nachkommend erfolgt die Gründung über Pfähle. Die Materialien der Fassade sind auch im Inneren anzutreffen.

Die vorgesetzte Backsteinfassade wird im Bereich des Sockels farblich abgesetzt. Die Attikaabschlüsse sind in Beton ausgeführt. An den Flurenden sowie im Bereich der Sporthalle bilden Pfosten- Riegel Fassaden einen Kontrast zum Mauerwerk.

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Facts

Hochschule:
Universität Stuttgart

Lehrstuhl:
iek, Prof. Dipl. -Ing. José Luis Moro

Präsentation:
03.02.2017



Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Bildungsbauten

Software:
Vectorworks, Rhinoceros, Adobe Indesign, Adobe Photoshop, Vray

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